Biografie

Kees van Dongen

Der holländisch-französischer Maler, Plastiker und Keramiker war ein Repräsentant des Fauvismus. In der Zeit von 1892 bis 1894 studierte er an der Akademie für Bildende Künste und Technische Wissenschaften in Rotterdam. Anfänglich fertigte Cornelis Theodorus Marie (Kees) van Dongen seine Werke im impressionistischen Stil an. Er wurde Mitglied der Gruppe Beteau-Lavoir. Als Fauvist waren seine Bilder von glühender Farbigkeit und dynamischer Pinselführung gekennzeichnet. In der Motivik wandte er sich der Artistenszene zu. 1909 wurde er Mitglied der "Brücke". In seinen späteren Werken malte Kees van Dongen im dekorativen Prachtstil, die das Leben der 1920er und 1930er Jahre dokumentierten. 1926 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt...
Cornelis Theodorus Marie (Kees) van Dongen wurde als Sohn eines Brauers am 26. Januar 1877 in der Vorstadt von Rotterdam in Delfshaven.

In der Zeit von 1892 bis 1894 studierte er an der Akademie für Bildende Künste und Technische Wissenschaften in Rotterdam. Im Jahr 1897 zog es ihn nach Paris. Im Jahr darauf kehrte van Dongen wieder nach Rotterdam zurück. Dort besuchte er an der Akademie Abendkurse, dabei lernte er Augusta Preitinger, seine spätere Frau, kennen. Zunächst ließ sich Kees van Dongen vom Impressionismus beeinflussen, dabei orientierte er sich an Claude Monet, dem Mitbegründer des impressionistischen Stils.

Danach wandte er sich den Pariser Fauves zu. 1905 schloss er sich der Group du Bateau-Lavoir an. Die Gruppe von Künstlern, unter denen sich auch der Dichter und Kritiker Guillaume Apollinaire (Wilhelm Apollinaris de Kostrowitzky), die Maler Georges Braque, Juan Gris (José Victoriano González Pérez), Pablo Picasso und die amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein angehörten, gründete sich im Jahr 1904. Ihre Bezeichnung ging auf ein altes Mietshaus auf dem Montmartre zurück, in dem viele Künstler ihre Wohnungen hatten.

Mit Picassos Gemälde "Demoiselle d`Avignon" im Jahr 1907 entstand in der Groupe du Bateau-Lavoir der Kubismus. 1899 verließ er Rotterdam und ließ sich in Paris nieder. Es folgten zahlreiche Beteiligungen an Ausstellungen. Später konnte er auch in Einzelausstellungen seine Arbeiten präsentieren. 1905 beteiligte er sich an der Ausstellung von Henri Matisse, André Derain, Maurice de Vlaminck und anderen Künstlern im Pariser Salon d`Automne, aus der die Fauves hervorgingen.

Im Jahr 1908 nahm er eine Einladung auf Vermittlung des deutschen Malers und Grafikers Max Beckmann an, und van Dongen nahm an der Ausstellung der Dresdner Künstlergruppe "Die Brücke" in der Kunstgalerie Emil Richter teil. Dort wurden seine Bilder zu einer Ausstellung über zeitgenössische Kunst in Frankreich präsentiert. Im Jahr darauf, 1909, wurde er Mitglied der "Brücke". Kees van Dongens Versuch, Künstler der "Brücke" zur 25. Ausstellung der Societé des Artistes Indépendants zu holen, scheiterte. 1910 unternahm er Reisen nach Italien, Spanien und Marokko.

Zwei Jahre später erfüllte er einen Lehrauftrag an der Académie Vitti in Montparnasse. Im Jahr daraus reiste er nach Ägypten. 1914 kehrte er wieder in die Niederlanden zurück. Dort blieb er bis zum Jahr 1917. 1921 führte eine Reise van Dongen nach Venedig. 1926 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Im Jahr darauf wurde sein Buch mit dem Titel "Van Dongen raconte ici la vie de Rembrandt et parle, à ce propos, de la hollande, des Femmes et de l`art" veröffentlicht.

In der Phase des Fauvismus waren van Dongens Werke geprägt von einem dynamischen Sensualismus, und glühenden Farben, die er dick auftrug. Seine Linien führte er in einer klaren, aber verzierenden Weise aus. Seine Bildmotive suchte er in Artistenszenen, sie stellen Akte von Tänzerinnen und Schauspielerinnen dar. Kees van Dongen unternahm 1928 seine zweite Reise nach Ägypten. Im Jahr darauf wurde er französischer Staatsbürger. 1935 führte ihn seine Reisepläne in die USA. 1942 reiste er mit André Derain, Maurice de Vlaminck und anderen Künstlern nach Berlin.

Im Jahr 1957 verließ van Dongen Paris und siedelte nach Monaco über, sein Atelier ließ er aber in Paris eingerichtet. In seinem Schaffenswerk nach dem Jahr 1918 realisierte van Dongen seine Bilder als dekorative Pracht, die das Leben der 1920er und 1930er Jahre zum Inhalt haben.

Cornelis Theodorus Marie (Kees) van Dongen starb am 28. Mai 1968 in Monaco.

NameKees van Dongen

Geboren am26.01.1877

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortDelfshaven (NL).

Verstorben am28.05.1968

TodesortMonaco (MC).