Biografie

Kasimir Malewitsch

NameKasimir Malewitsch

Geboren am12.02.1878

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortKiew (UA).

Verstorben am15.05.1935

TodesortLeningrad, h. Sankt Petersburg (RUS).

Kasimir Malewitsch

Der russische Maler zählt zu den Begründern des suprematistischen Stils und zu seinen wichtigsten Theoretikern. Mit seinem Bild "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund" begründete er 1915 den Suprematismus. Vom impressionistischen Stil kommend entwickelte sich Kasimir Malewitsch unter den Einflüssen des Kubismus und Futurismus zum Suprematisten. Seine Bildern sind gekennzeichnet von abstrakten geometrischen Grundformen, die zur frühen gegenstandslosen Malerei zählen. Mit seinen Werken und theoretischen Schriften beeinflusste der russische Künstler maßgeblich den abstrakten Kunststil, besonders den Kubismus. In seinem Alterswerk wandte er sich wieder der gegenständlichen Porträtmalerei zu...
Kasimir Malewitsch wurde am 12. Februar 1878 in Kiew in der Ukraine geboren.

Die ständig wechselnden Arbeitsplätze seines Vater und die damit verbundenen Umzüge der Familie ermöglichten ihm keine umfassende Schulbildung. Schon früh interessierte sich der Jugendliche für Kunst und er ließ sich von 1895 bis 1896 an der Zeichenschule in Kiew ausbilden. Im Jahr 1903 entstand das Werk mit dem Titel "Blumenmädchen", das von den impressionistischen Anfängen Malewitschs zeugt. Danach studierte er in den beiden Jahren 1904/05 an der Moskauer Schule für Malerei, Plastik und Architektur, die er mit Erfolg abschloss. Im Anschluss war er für fünf Jahre für den Moskauer Maler Fedor Rerberg (1865-1938) in dessen Atelier tätig. Der junge Künstler wurde in dieser Zeit von den Werken des französischen Malers Paul Cezanne (1839-1906) beeinflusst und ab dem Jahr 1909 vom fauvistischen Stil der französischen Avantgardisten.

Im Jahr 1912 siedelte Kasimir Malewitsch nach Paris über. Dort entstand das Gemälde "Schwarzes Quadrat auf weißem Grund", das den Suprematismus begründete. Obendrein ist es das berühmteste Werk des Malers und gilt zugleich als frühester Beleg der gegenstandslosen Stilrichtung. Den Begriff "Suprematismus" verwendete er erstmals 1913 in einer Schrift auf dem Futuristen-Kongress in Usikirko (Finnland). Zwei Jahre später erschien sein "Suprematistisches Manifest", in dem er die Befreiung der Kunst vom Gegenstandsbezug forderte. Abstrakte geometrische Formen als Grundlage des Suprematismus waren für Malewitsch die "Null-Form" als reine Gegenstandslosigkeit. Der gelungene Ausdruck der Empfindung als Überordnung kommt nach Malewitsch den einfachen geometrischen Formen gleich.

Die Befreiung von naturalistischer Gestalt war ihm grenzenlose Freiheit in der Kunst. Den Kontrast zwischen Weiß und Schwarz setzte er gleich mit universeller Energie. Es entstanden weitere Schriften wie "Vom Kubismus zum Suprematismus". 1916 gründete Kasimir Malewitsch die Gruppe "Supremus". Malewitsch selbst unterrichtete an verschiedenen russischen Staatsinstituten, so zum Beispiel seit 1918 in Moskau. Im Jahr darauf folgte er der Einladung des französischen Malers Marc Chagall (1887-1985) nach Witebsk, wo er von 1919 bis 1922 an der Volkskunstschule lehrte. Dort gründete er 1920 auch die Gruppe UNOVICS. Zu dem Kreis um ihn zählten Künstler wie der russische Maler, Grafiker, Designer, Kunsthistoriker und Architekt El Lissitzky (1890-1941) oder der konstruktivistische Maler, Grafiker, Designer und Fotograf Alexander Michailowitsch Rodtschenko (1891-1956).

In seiner Witebsker Zeit vollendete er den Stil und die Theorie des Seprematismus. Im Jahr 1922 siedelte er nach Petrograd über, wo er bis 1926 als Professor an den "Freien staatlichen Kunstwerkstätten" tätig war. Im Jahr 1927 besuchte der Künstler Deutschland und wirkte am Bauhaus in Dessau mit. In dieser Zeit wurde seine Schrift "Die gegenstandslose Welt" in der Reihe der Bauhausbücher veröffentlicht, in der er seine Theorie vom Suprematismus darlegte. Überhaupt betätigte sich Malewitsch immer mehr als Autor kunsttheoretischer Schriften. Ab 1929 beschäftigte er sich mit visionären Architekturplänen wie für Satellitenstädte in Moskau oder mit Porzellanentwürfen. Malewitschs Alterswerk stellt einen radikalen Umbruch dar. Er wandte sich wieder der gegenständlichen Porträtmalerei, die er mit suprematistischen Elementen versah, zu.

Ab 1932 leitete er das Forschungslabor des Russischen Museums in Leningrad. Im Jahr 1933 entstand das Bild "Mädchen mit rotem Stab" im gegenständlichen Porträtstil. Dennoch passte sein avantgardistischer und zuletzt systemkritischer Stil nicht in die verordneten Richtung des Sozialistischen Realismus, so dass mit der letzten Ausstellung "Fünfzehn Jahre Sowjetkunst" im Jahr 1935 bis nach der Perestroika-Epoche keine Werkschau seiner Bilder mehr stattfand.

Kasimir Malewitsch erkrankte an Krebs und starb am 15. Mai 1935 in Leningrad.

NameKasimir Malewitsch

Geboren am12.02.1878

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortKiew (UA).

Verstorben am15.05.1935

TodesortLeningrad, h. Sankt Petersburg (RUS).

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