Biografie

Karl August Lingner

NameKarl August Lingner

Geboren am21.12.1861

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMagdeburg (D).

Verstorben am05.06.1916

TodesortBerlin (D).

Karl August Lingner

Der gelernte Kaufmann, Unternehmer, Philanthrop und Musikliebhaber kreierte gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit seinem Dresdener "chemischen Laboratorium" den Weltmarkenerfolg "Odol". Karl August Lingner verschrieb sich aber nicht nur auf wirtschaftlichem Gebiet der Förderung der Volkshygiene im deutschen Kaiserreich, die er vielmehr auch als Mäzen im Bereich des öffentlichen Gesundheits- und Bildungswesens zu verwirklichen versuchte. So war er 1897 mit einigen Ärzten an der Errichtung einer Kinderpoliklinik und eines Säuglingsheimes in Dresden beteiligt...

Menschen und Marken
Karl August Lingner wurde am 21. Dezember 1861 in Magdeburg geboren.

Sein Vater, August Bernhard Lingner (1828-1878) war als Handelsagent und Kommissionär tätig. Nach der Schule trat Lingner in die Fußstapfen seines Vaters: Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Seine berufliche Laufbahn begann er als Handlungsgehilfe in einem Ladengeschäft. Neben dieser Tätigkeit pflegte er jedoch seine Neigung zur Musik ebenfalls weiter. 1883 wechselte Lingner nach Paris, wo er ein Studium am staatlichen Konservatorium begann.

Finanzielle Nöte zwangen ihn jedoch zum Abbruch des Studiums und zur Rückkehr nach Deutschland. Lingner trat 1885 als Werbekorrespondent beim Nähmaschinenproduzenten Seidel & Naumann in Dresden ein, wo er sich grundlegende Kenntnisse in der Werbestrategie erarbeitete. Zusammen mit dem Ingenieur Kraft gründete Lingner dann 1888 die Firma "Lingner & Kraft" in Dresden. 1892 folgte als zweites Unternehmen das "Dresdener chemische Laboratorium Lingner", das 1909 in die "Lingnerwerke AG" umgewandelt wurde.

Die von diesem "Laboratorium" hergestellte Produktpalette umfasste neben pharmazeutischen Artikeln vor allem auch kosmetische Produkte, unter denen das Mundwasser "Odol" und das Shampoo "Pixavon" eine legendäre Berühmtheit erlangten. Lingner engagierte sich auch im gesellschaftspolitischen Bereich durch Initiativen zur Förderung der allgemeinen Hygiene und der Volksgesundheit. So war er 1897 mit einigen Ärzten an der Errichtung einer Kinderpoliklinik und eines Säuglingsheimes in Dresden beteiligt.

Im Jahr 1902 ließ er dort eine Desinfektionsanstalt bauen und eine öffentliche Lesehalle mit Bücherei einrichten. 1909 wirkte er außerdem an der Gründung der "Sächsischen Serumwerke AG" mit. Lingner trug mit eigenen Hygiene-Ausstellungen zur Deutschen Städte-Ausstellung von 1903 und zur Internationalen Hygiene-Ausstellung von 1911 bei, die beide in Dresden stattfanden.

Zusammen mit namhaften Gelehrten bereitete er schließlich die Errichtung und Konzeption eines Deutschen Hygiene-Museums in Dresden vor, das dort jedoch erst lange nach seinem Tod 1930 eröffnet werden konnte. Als einer der mondänsten und verdienstvollsten Ehrenbürger der Stadt Dresden verstarb Karl August Lingner am 5. Juni 1916 in Berlin.


Menschen und Marken

NameKarl August Lingner

Geboren am21.12.1861

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMagdeburg (D).

Verstorben am05.06.1916

TodesortBerlin (D).

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