Biografie

Caroline Link

Die Absolventin der Münchener Hochschule für Film und Fernsehen ist seit Mitte der 1980er Jahre als Autorin und Regisseurin für den deutschen (Dokumentar-)Film tätig. Seit 1996 genießt Caroline Link durch ihr Kino-Debüt "Jenseits der Stille" die Anerkennung eines wachsenden Publikums. 2003 erhielt sie als erste deutsche Filmschaffende nach 23 Jahren den begehrten Oscar. Sie ist Kuratoriumsmitglied des Vereins "Children for a better World" und seit 2004 Trägerin des Bayerischen Verdienstordnes...
Caroline Link wurde am 2. Juni 1964 im hessischen Bad Nauheim geboren.

Hier verbrachte sie ihre früheste Kindheit. 1978 zog die Familie nach München. Nachdem Link 1983 das Abitur in der bayerischen Landeshauptstadt abgelegt hatte, absolvierte sie einen einjährigen Aufenthalt in den USA. Im Anschluss daran verschaffte sie sich als Praktikantin im Kopierwerk der Bavaria-Film einen ersten Einblick in die Welt des Films. Während ihres nachfolgenden Dokumentarfilm-Studiums, das sie 1986 bis 1990 an der Hochschule für Film und Fernsehen in München absolvierte, engagierte sich die Filmbegeisterte bereits bei Film und Fernsehen als Regieassistentin.

Auch als Filmautorin trat sie auf, indem sie für die Fernsehserie "Der Fahnder" 1990/91 schrieb. Ab Mitte der 1980er Jahre zeichnete die angehende Regisseurin für mehrere Dokumentarfilme verantwortlich. Außerhalb des Dokumentarfilmbereichs wurde sie zunächst als Regisseurin für Kinderfilme bekannt: Auf "Kalle der Träumer" (1992, ZDF) folgte die Serie "Emman" (1996, Pro7). Ihr Kino-Debüt feierte Link 1996 mit "Jenseits der Stille", für das sie bereits ab 1993 am Drehbuch geschrieben hatte. Das Kinopublikum und die Filmkritik lobten die poetisch inszenierte und intelligent konstruierte Kindheitsgeschichte eines Mädchens, das sich mit seinen gehörlosen Eltern auseinander zusetzen hat.

Einen weiteren Erfolg erzielte die Regisseurin 1999 mit ihrer aktualisierten Adaption des Kinderfilmklassikers "Pünktchen und Anton", dessen Geschichte sie kurzerhand in die Münchener Jugendszene des ausgehenden Jahrtausends verlegte. Jenseits des Kinderfilm-Genres legte Link 2001 mit ihrem Film "Nirgendwo in Afrika" ebenfalls eine beeindruckende Arbeit vor. Die Verfilmung des gleichnamigen autobiographischen Romans von Stefanie Zweig entstand unter außergewöhnlichen Bedingungen in Kenia. Link wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. 1990 erhielt sie den Kodak-Förderpreis für ihren Film "Sommertage". "Jenseits der Stille" brachte ihr 1996 den Bayerischen Filmpreis ein. Ein Jahr später erhielt sie das Filmband in Silber des Bundesfilmpreises.

Für "Nirgendwo in Afrika" wurde sie 2001 u.a. abermals mit dem Bayerischen Filmpreis und 2002 geehrt. Ihren bisher größten Erfolg markierte jedoch im März 2003 die Verleihung des Oskars: Link erhielt als erste deutsche Filmschaffende nach 23 Jahren die begehrte Trophäe aus Hollywood für ihre Regieleistung in "Nirgendwo in Afrika". Sie ist Kuratoriumsmitglied des Vereins "Children for a better World" und seit 2004 Trägerin des Bayerischen Verdienstordnes.

Caroline Link lebt seit 1991 mit ihrem Lebensgefährten, dem Regisseur Dominik Graf, zusammen, mit dem sie ein Kind hat.
1985:
Gernot Roll - Porträt eines Kameramanns (Dok.)

1986:
Bunte Blumen

1987:
Glück zum Anfassen (Dok.)

1989:
Sommertage

1992:
Kalle der Träumer

1993/94:
Spurlos

1996:
Jenseits der Stille

1996:
Emmeran

1999:
Pünktchen und Anton

2001:
Nirgendwo in Afrika

NameCaroline Link

Geboren am02.06.1964

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortBad Nauheim (D).