Biografie

Justinus Kerner

NameJustinus Kerner

Geboren am18.09.1786

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortLudwigsburg (D).

Verstorben am21.02.1862

TodesortWeinsberg (D).

Justinus Kerner

Der Arzt und Schriftsteller ist eine zentrale Figur der Schwäbischen Romantik. In seinem lyrischen Schaffen orientierte sich Justinus Andreas Christian Kerner an das romantisch Volksliedhafte in den Werken der Liedsammlung "Des Knaben Wunderhorn" von Clemens Brentano und Achim von Arnim. Bezeichnend für Kerners Arbeiten ist ihr schwermütiger Charakter. In seinen Balladen neigt er zur Schauerdarstellung. Seine Gedichte äußern nicht nur Stoffe aus Heimatsagen, sondern befassen sich gleichfalls mit der Lokalgeschichte...
Kerner wurde am 18. September 1786 als Sohn eines Beamten im württembergischen Ludwigsburg geboren.

Seine Kindheit hielt Justinus Andreas Christian Kerner in seiner humorigen Autobiografie mit dem Titel "Bilderbuch aus meiner Knabenzeit. Erinnerungen aus den Jahren 1786 bis 1804" fest, die im Jahr 1849 erschien. Er besuchte die Lateinschulen in Ludwigsburg, Maulbronn und Knittlingen. Daran schloss sich eine Lehre als Kaufmann in Ludwigsburg an, die er nach zwei Jahren abschloss. Dann studierte er in der Zeit von 1804 bis 1808 Medizin an der Universität Tübingen. Anschließend begab er sich für ein Jahr auf eine Bildungsreise durch Deutschland und darüber hinaus. Sie führte ihn unter anderem nach Hamburg und Wien, wo er medizinische Praktika absolvierte. Ab dem Jahr 1810 übte Kerner den Arztberuf in mehreren Orten Württembergs aus.

Im Jahr 1819 siedelte er nach Weinsberg über und wurde dort als Oberarzt tätig. Diese Tätigkeit erfüllte er bis zu seinem Ausscheiden aus dem Beruf im Jahr 1850. Sein Weinsberger Wohnsitz wurde zum gesellig-geistigen Treffpunkt, an dem zeitgenössischen Persönlichkeiten zusammenkamen. Zusammen mit den Dichtern Ludwig Uhland und Gustav Schwab edierte Kerner zahlreiche Lyrikbände. In seinem eigenen Dichterwerk war er dem Volksliedhaften der Romantik verpflichtet. Er knüpfte dabei an Weisen aus der Volksliedersammlung "Des Knaben Wunderhorn" der romantischen Dichter Clemens Brentano und Achim von Arnim an. Durch seine Werke fand er Eingang in den Dichterkreis der Schwäbischen Romantik um Gustav Schwab, Karl Mayer, Ludwig Uhland und Karl August Varnhagen von Ense.

Kerners Lyrik ist geprägt von schwermutvoller Atmosphäre und neigt zum mystischen und okkulten Charakter. In seinen Balladen bevorzugte er die Schauerdarstellung. Kerner verbindet sein dichterisches Werk mit seiner Kritik an der Zivilisationsentwicklung. In den steigenden Zeittempi erkennt er die Gefährdung des poetischen Sprechens. Kerner verfasste im Jahr 1811 eine fiktionale Reisebeschreibung mit dem Titel "Reiseschatten. Von dem Schattenspieler Luchs", mit der er an den frühromantischen Lyrikausdruck anknüpfte. Das Werk basiert auf seinen Briefen, die er während seiner Bildungsreise an die Freunde schrieb. Die Reisebeschreibung ist als Collage aus unterschiedlichen Gattungselementen zusammengestellt.

Der Dichter widmete sich gleichfalls den Sagen und Geschichten der Heimat, die er zum Themenstoff in seinen Gedichten verarbeitete. Aber auch Erkenntnisse aus seinen tiefen und umfassenden Recherchen in der Lokalgeschichte verwendete er darin. Bedeutende medizinische Schriften ergänzen das Werk von Justinus Kerner, ebenso wie Ausarbeitungen zu okkulten Phänomenen, die ihm in diesem Bereich auch einen gewissen Namen vermittelten. Seine Beschäftigung mit Okkultismus, Somnambulismus und Spiritismus lag im Trend der romantischen Epoche, dem sich auch andere Denker und Schriftsteller der Zeit zuwandten. Kerner verwertete seine Erkenntnisse in der im Jahr 1816 entstandenen Erzählung "Die Heimatlosen" oder in der Schrift "Die Seherin von Prevorst. Eröffnungen über das innere Leben des Menschen und das Hereinragen einer Geisterwelt in die unsere" aus dem Jahr 1829.

Zu Kerners weiteren Werken zählen unter anderem Titel wie "Poetischer Almanach für das Jahr 1812" (1812), "Deutscher Dichterwald (1813), "Geschichten zweyer Somnambülen" (1824), "Gedichte" (1826), "Blätter aus Prevorst" (12 Bände, 1831–1839), "Der Bärenhäuter im Salzbade" (1837), "Magikon. Archiv für Betrachtungen aus dem Gebiet der Geisterkunde" (5 Bände, 1840–1853), "Der letzte Blüthenstrauß" (1852), "Franz Anton Mesmer aus Schwaben" (1856), "Winterblüthen" (1859) oder "Kleksographie" (1890).

Justinus Andreas Christian Kerner starb am 21. Februar 1862 in Weinsberg.

NameJustinus Kerner

Geboren am18.09.1786

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortLudwigsburg (D).

Verstorben am21.02.1862

TodesortWeinsberg (D).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html