Biografie

Jürgen Weber

Der diplomierte Luftfahrtingenieur ist seit 1967 für die "Deutsche Lufthansa AG" in leitenden Positionen tätig. 1990 übernahm er zunächst die Leitung des Bereichs Technik, dann den stellvertretenden Vorstandsvorsitz. Von 1991 bis 2003 begleitete Jürgen Weber als Vorstandsvorsitzender maßgeblich die Privatisierung der deutschen Fluggesellschaft. Nach deren erfolgreichem Abschluss sah sich der "Lufthansa"-Chef der internationalen Herausforderung der Globalisierung gegenüber, ehe er 2003 durch Wolfgang Mayrhuber abgelöst wurde und als Vorsitzender in den Aufsichtsrat wechselte...

Der Deutsche Aktienindex DAX
Jürgen Weber wurde am 17. Oktober 1941 im badischen Lahr geboren.

Nachdem er 1960 das Abitur abgelegt hatte, schrieb sich Weber für Luftfahrttechnik an der Technischen Hochschule Stuttgart ein, wo er 1965 das Diplom erlangte. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen an der TH Stuttgart, trat Weber 1967 bei der Deutschen Lufthansa AG in Hamburg ein. Dort war er zunächst in der Ingenieur-Leitung tätig. 1974 wurde Weber in die Frankfurter Zentrale berufen, um in den folgenden Jahren die Hauptabteilung für die Wartungsstationen im In- und Ausland zu leiten. Von 1978 bis 1986 war Weber als Leiter der Hauptabteilung Fluggerät in Hamburg tätig.

Im Jahr 1980 nahm er an einem "Senior-Management"-Programm am "Massachusetts Institute of Technology" teil. Zu Jahresbeginn 1987 erhob ihn der "Lufthansa"-Vorstand zum Generalbevollmächtigten für die Technik. 1989 trat er als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand der Fluggesellschaft ein. Ein Jahr später übertrug man ihm dort die Leitung des Bereichs Technik. Weber wurde überdies im Oktober 1990 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa AG nominiert. Zum September 1991 übernahm Weber dann den Vorstandsvorsitz der "Deutschen Lufthansa AG". Der neue Konzernchef hatte anfangs mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen, die ihn zu einem umfangreichen Sanierungsprogramm veranlassten. Durch Kooperationen mit amerikanischen und asiatischen Flugpartnern konnte Weber die internationale Marktposition der "Deutschen Lufthansa" in den 1990er Jahren erheblich ausbauen.

Erste positive Umsatzbilanzen standen Rationalisierungsmaßnahmen im Personalbereich und eine fortschreitende Privatisierung des Unternehmens gegenüber, aus dem sich der Bund bis 1997 völlig zurückzog. Erst die mit den Terror-Angriffen auf die USA am 11. September 2001 beginnenden wirtschaftlichen Einbrüche für die internationale Tourismus-Industrie bedeuteten auch für die Lufthansa AG erneut deutliche Umsatzeinbußen. Weber konnte durch Verhandlungen mit der Politik die negativen wirtschaftlichen Folgen für sein Unternehmen zunächst mildern. Neben seiner Tätigkeit im "Lufthansa"-Management war Weber im Präsidium des Deutschen Verkehrsforums vertreten. Auch leitete er 1998 den Verband der Europäischen Fluggesellschaften (AEA). 1997 erhielt Weber die Auszeichnung des "Aerospace Laureate for 1997". 1998 wurde dem Lufthansa-Chef die Ehrendoktorwürde der Universität Stuttgart verliehen.

Das Manager Magazin kürte ihn 1999 zum Manager des Jahres. Die Ehrung galt seiner gelungenen Sanierungsleistung und dem erfolgreichen Umbau der Lufthansa zu einem Aviation-Konzern. Die Wirtschaftswoche wählte ihn im September 2002 zu "Deutschlands bestem Manager", und im Juni 2003 erhielt Weber von Airline Business den "Airline Business Award" für sein Lebenswerk. Am 18. Juni 2003 wurde Wolfgang Mayrhuber in Köln zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthasa AG berufen. Jürgen Weber wechselte in den Aufsichtsratsvorsitz des Konzerns. Für seine erfolgreiche Unternehmenspromotion in der schwersten Kriste der Luftfahrtindustrie wurde der Aufsichtsratsvorsitzende von Lufthansa im November 2003 mit dem Bambi in der Kategorie "Kommunikation" ausgezeichnet.

Jürgen Weber ist mit Sabine Weber verheiratet und Vater zweier Kinder.


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NameJürgen Weber

Geboren am17.10.1941

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortLahr (D).