Biografie

Jürgen Ponto

NameJürgen Ponto

Geboren am17.12.1923

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortBad Nauheim (D).

Verstorben am30.07.1977

TodesortOberursel (D).

Jürgen Ponto

Der Bankier galt in den 1970er Jahren, als Chef der Dresdner Bank, als anerkannter wirtschaftspolitischer Experte der Bundesrepublik. Bereits mit 43 Jahren wurde er zum Vorstandsvorsitzenden und somit zum -sprecher der Bank berufen, wo er vornehmlich an einem Ausbau der internationalen Geschäftsbeziehungen des Hauses interessiert war. Zusätzlich fungierte Ponto als Berater von Bundeskanzler Helmut Schmidt. Seine herausragende Stellung in der deutschen Bankenlandschaft nebst zahlreicher führender Posten in der Wirtschaft rückte ihn bald in das Visier der Roten Armee Fraktion (RAF). 1977 fiel Jürgen Ponto dem zum sogenannten Deutschen Herbst eskalierenden Konflikt zwischen Staat und RAF-Terrorismus zum Opfer...
Jürgen Ponto wurde am 17. Dezember 1923 in Bad Nauheim geboren.

Er gehörte einer aus Hamburg gebbürtigen Kaufmannsfamilie an. Durch die Handelsgeschäfte der Familie verbrachte Jürgen einige Kindheitsjahre in Lateinamerika. Nachdem er in den letzten Kriegsjahren zur Wehrmacht eingezogen worden war, erlitt er im Russlandfeldzug schwerste Verwundungen, die 1944 seine Entlassung nach sich zogen. Nach Kriegsende begann Ponto ein Jura-Studium, das er mit beiden Staatsexamen abschloss. Im Anschluss daran war er kurze Zeit als Anwalt tätig. 1950 begann er eine Tätigkeit für die Dresdner Bank, die durch ein Auslandsstudium an der Universität Seattle (USA) vorübergehend unterbrochen wurde.

Im Jahr 1959 stieg er zum Chefsyndikus des Bankhauses auf. In den folgenden Jahren leitete Ponto in der Dresdner Bank das Ressort Geld und Kredit. 1969 löste Ponto den bisherigen Chef der Dresdner Bank, Erich Vierhub, als Vorstandssprecher ab. Der bisher eher unbekannte Bankier machte sich in der Folge durch die Umwandlung der Dresdner Bank in eine internationale Geschäftsbank einen Namen. Aufgrund seiner wachsenden öffentlichen Anerkennung als Bank- und Finanzexperte war Pontos Rat zunehmend auch in der Politik gefragt. In der Öffentlichkeit machte er auch durch allgemeine wirtschaftspolitische Statements auf sich aufmerksam.

Über seine Aufsichtsratsmandate bewährte sich Ponto in den 1970er Jahren auch als Krisenmanager für bedeutende Unternehmen der deutschen Großindustrie, unter denen er etwa Daimler Benz, Krupp, Thyssen und die AEG durch Umstrukturierungen und Finanzsanierungen aus den Schwierigkeiten führte. Der künstlerisch interessierte Ponto gründete 1972 zusammen mit Herbert von Karajan eine Stiftung der Dresdner Bank zur Unterstützung junger Musiktalente. Außerdem rief er eine Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des deutschen Musiklebens ins Leben.

Seine herausragende Stellung in der deutschen Bankenlandschaft nebst zahlreicher führender Posten in der Wirtschaft rückte ihn bald in das Visier der Roten Armee Fraktion (RAF). Im sogenannten Deutschen Herbst von 1977 war der Bankier nach der Ermordung von Siegfried Buback das zweite Opfer der linksrevolutionären Roten Armee Fraktion (RAF). Am 30. Juli 1977 wurde Jürgen Ponto in seinem Haus in Oberursel durch die RAF-Aktivistien Christian Klar, Brigitte Mohnhaupt und Susanne Albrecht erschossen.

Der Bankier hinterließ seine Frau, Ignes von Hülsen, und zwei Kinder.

NameJürgen Ponto

Geboren am17.12.1923

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortBad Nauheim (D).

Verstorben am30.07.1977

TodesortOberursel (D).

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