Biografie

Joseph von Fraunhofer

Der Wissenschaftler und Unternehmer Joseph von Fraunhofer zählt zu den bedeutendsten deutschen Naturwissenschaftlern. Große Neuerungen erzielte er bei der Herstellung von Optischem Glas für Präzisionsinstrumente. Selbstentwickelte optische Instrumente wie das "Spektrometer" und das "Beugungsgitter", ermöglichten es Fraunhofer, grundlegende Forschungsarbeiten im Bereich von Licht und Optik durchzuführen. Heute findet der Erfinder Ehrung und Anerkennung im Namen der: "Fraunhofer-Gesellschaft"...
Joseph von Fraunhofer wurde am 6. März 1787 in Straubingen geboren.

Mit zwölf Jahren verliert er beide Eltern. Für den vorgesehenen Beruf des Drechslers ist Fraunhofer körperlich zu schwach. Daher tritt er in die Fußstapfen seines Vaters und beginnt eine Lehre als Glaser. Schon während seiner Lehre war Joseph von Fraunhofer sehr wissbegierig. Sein Lehrmeister Phillip Anton Weichselgartner verbot ihm jedoch den Besuch der Feiertagsschule und das Lesen von Büchern. Als 1801 das Haus Weichselgartners einstürzt, wird Fraunhofer aus den Trümmern lebend geborgen.

Dabei werden der Kurfürst Max IV. Joseph und der Unternehmer Joseph von Utzschneider auf ihn aufmerksam. Dies bedeutet eine Wendung in Fraunhofers Leben. Er erhielt Unterricht in der Kunst des Linsenschleifens und durfte die Schule besuchen. Joseph von Fraunhofer wurde Optiker und ging 1806 an das Utzschneider- Institut in Benediktbeuren zu dem renommierten Erfinder und Konstrukteur Georg von Reichenbach. Sehr bald wurde Fraunhofers Begabung erkannt; er wurde im Alter von 22 Jahren zum verantwortlichen Leiter der Glashütte ernannt.

Fraunhofer entwickelt neue Glassorten und konnte somit die Glasherstellung vorantreiben. Ebenso konnten Fortschritte beim Bau von optischen Instrumenten erzielt werden. Der Betrieb stellte nun Fernrohre, Ferngläser, Mikroskope, Lupen und astronomische Fernrohre her. Die Instrumente wurden in ganz Europa vertrieben. 1817 wurde er, ohne eine akademische Ausbildung absolviert zu haben, Mitglied der Bayrischen Akademie der Wissenschaften und 1819 Professor des physikalischen Kabinetts der Akademie.

Der bayerische König ernannte Fraunhofer schließlich zum Ritter des Zivildienstordens und erhob ihn somit in den Adelsstand. Ein Meilenstein in Fraunhofers wissenschaftlicher Arbeit sind seine Untersuchungen zur Lichtbeugung. Mit Hilfe eines Diamanten stellt er ein Beugungsgitter her. Somit kann Fraunhofer die Wellenlänge des Lichts verschiedener Farben mit einer erstaunlichen Präzision messen. 1814 entdeckt er die Absorptionsspektren im Sonnenspektrum, die nach ihm benannten "Fraunhofer-Linien".

Joseph von Fraunhofer starb am 7. Juni 1826, im Alter von 39 Jahren, an einer Lungentuberkulose in München.

NameJoseph von Fraunhofer

Geboren am06.03.1787

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortStraubingen (D).

Verstorben am07.06.1826

TodesortMünchen (D).