Biografie

Joseph S. Blatter

Der Schweizer zählt zu den versiertesten Protagonisten auf dem Parkett der internationalen Sportdiplomatie. Seit 1998 stellt Joseph S. Blatter als Nachfolger des Brasilianers Dr. João Havelange den achten Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA. Unter seiner Ägide wurden bisher fünf Weltmeisterschaften durchgeführt. Gleichzeitig war er zusammen mit seinem Vorgänger federführend an den Verhandlungen für die Fernseh- und Marketingverträge zur kommerziellen Verwertung der Fußball-Weltmeisterschaften bis ins Jahr 2006 beteiligt. Seit 1999 ist Blatter zudem Mitglied des Internationalen Olympischen Komitee...
Joseph Sepp Blatter wurde am 10. März 1936 im schweizerischen Visp, nahe des Matterhorns, geboren.

Blatter absolvierte die Collèges de Sion und St. Maurice, wo er seine Matura (Abitur) ablegte. An der Rechtsfakultät der Universität Lausanne schloss er seine Ausbildung mit dem Lizentiat der Handels- und Volkswirtschaftswissenschaften ab. Indes war er von 1948 bis 1971 aktiver Fußballer in der obersten Schweizer Amateurliga. 1956 wurde Blatter Mitglied des Verbandes "Schweizer Sportjournalisten". Zu Beginn seiner Laufbahn war Joseph Blatter als PR-Chef des Walliser Verkehrsverbandes tätig und wurde danach 1964 Generalsekretär des "Schweizer Eishockeyverbandes".

Später setzte er seine Karriere als Journalist und PR-Fachmann im sportlichen und im privatwirtschaftlichen Sektor fort. Als Direktor für PR und Sport der Longines S.A. war er im Bereich der Zeitmessung an der Organisation der Olympischen Spiele 1972 und 1976 beteiligt. Von 1970 bis 1975 war er Mitglied des Vorstands von Neuenburg Xamax und Mitglied des Panathlon-Klubs (Verein von Sportfunktionären). Im Sommer 1975 begann Joseph S. Blatter als Direktor der FIFA-Entwicklungsprogramme Präsident João Havelanges Projekte auf diesem Gebiet umzusetzen. Zu jenem Zeitpunkt entstanden die Ideen für die Wettbewerbs- und Ausbildungsprogramme.

Ebenso wurden die Grundsteine gelegt für die Weltmeisterschaften in den Alterskategorien U-20 und U-17 sowie im Frauen- und Hallenfussball (Futsal). 1981 berief das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes den polyglotten Schweizer zum neuen Generalsekretär, der ab 1990 mit den Befugnissen des Exekutivdirektors (CEO) ausgestattet wurde. Unter seiner Ägide wurden fünf Weltmeisterschaften durchgeführt (Spanien 1982, Mexiko 1986, Italien 1990, USA 1994 und Frankreich 1998). Gleichzeitig war er zusammen mit seinem Vorgänger im Präsidentenamt, João Havelange, federführend an den Verhandlungen für die Fernseh- und Marketingverträge zur kommerziellen Verwertung der Fußball-Weltmeisterschaften bis ins Jahr 2006 beteiligt.

Am 8. Juni 1998 wurde Joseph S. Blatter als Nachfolger des Brasilianers Dr. João Havelange zum achten Präsidenten der FIFA gewählt. Mit diesem Wahlsieg am 51. Ordentlichen Kongress des Weltverbandes in Paris, erklomm der Schweizer, der zuvor der FIFA bereits während 23 Jahren in verschiedenen Positionen gedient hatte, die höchste Position im internationalen Fußball. 1999 wurde er weiter Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOK). Seit vielen Jahren engagiert sich Joseph S. Blatter für eine breite Palette humanitärer Projekte. Blatter war die treibende Kraft hinter einer Partnerschaft mit den SOS Kinderdörfern, die im Jahr 1994 begann.

SOS-Kinderdorf, eine soziale Entwicklungsorganisation für Kinder, die in 132 Ländern aktiv ist und bis 2006 insgesamt 449 SOS-Kinderdörfer unterhält, profitiert von der finanziellen und materiellen Unterstützung der FIFA. Als FIFA Präsidenten hat Joseph S. Blatter mit der UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, eine Allianz geschmiedet und die Kampagne "Pure Hope, Pure Football" gestartet, bevor er am 20. November 2001 im Vorfeld des FIFA Weltpokals 2002 TM in Zusammenarbeit mit der UNICEF die neueste Kampagne "Sag Ja zu Kindern" ins Leben gerufen hat. Unter diesem Slogan war zum ersten Mal ein FIFA Weltpokal TM einem humanitären Anliegen gewidmet.

Darüber hinaus hat er mit der Weltgesundheitsorganisation WHO ein gemeinsames Projekt für Afrika unterstützt, das den Namen "Kick die Kinderlähmung aus Afrika heraus" trägt. Blatter leistet auch Hilfe für Flüchtlingslager, indem er ihnen Fußball-Ausrüstungen zur Verfügung stellt. Im Kampf gegen Kinderarbeit hatte Blatter als Vorsitzender der FIFA mit der ILO, der internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen, einen Verhaltenskodex unterzeichnet.

Joseph Blatter ist Vater einer Tochter. Er lebt in Zürich und spricht neben seiner Muttersprache Deutsch die Fremdsprachen Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch.

NameJoseph S. Blatter

Geboren am10.03.1936

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortVisp (CH).