Biografie

John Stuart Mill

NameJohn Stuart Mill

Geboren am20.05.1806

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortLondon (GB).

Verstorben am08.05.1873

TodesortAvignon (F).

John Stuart Mill

Der englische Philosoph, Nationalökonom, Psychologe und Soziologe war einer der bedeutendsten Positivisten des 19. Jahrhunderts. Ihm kommt der Verdienst zu, den klassischen Empirismus zum Positivismus erweitert zu haben. John Stuart Mill entwickelte ein System der induktiven und deduktiven Logik. Mill lässt ausschließlich die Erfahrung als einzige Erkenntnisquelle zu. Die Induktion ist für ihn die einzig legale Methode, um zur Erkenntnis zu gelangen. Der von Mill als Gegenentwurf zu Thomas Morus Utopia geprägte Begriff Dystopia fand vor allem im englischsprachigen Raum Verwendung als Bezeichnung für ein philosophisches Konzept und eine literarische Gattung (dystopische Literatur)...
John Stuart Mill wurde am 20. Mai 1806 wurde als Sohn des schottischen Philosophen und Historikers James Mill in London geboren.

Mill erlernte bereits in Kinderjahren die griechische und lateinische Sprache. Er war ein Hochbegabter, der sich im Alter von 12 Jahren den Fachgebieten Ethik, Logik, Nationalökonomie und Metaphysik widmete. Schon früh kam er mit dem radikalen Liberalismus in Kontakt, der unter anderem Redefreiheit forderte. 1820 hielt er sich in Frankreich auf. Ab dem Jahr 1824 war Mill fast 35 Jahre lang für die "East Indian Company" tätig. Ab dem Jahr 1824 arbeitete er außerdem als Journalist und lieferte Beiträge für Zeitschriften ab. Ab dem Jahr 1835 war er der Herausgeber der "London Review" tätig. Schon ein Jahr später wurde das Blatt umbenannt in "London and Westminster Review".

Noch ein Jahr darauf, 1837, war er der Inhaber des Zeitungsbetriebs. Ab dem Jahr 1841 trat er in Briefwechsel mit dem französischen Philosophen Auguste Comte. 1843 erschien Mills Arbeit mit dem Titel "Principles of Logic, rationative an inductive", in dem er sein Verständnis von Logik erläutert. Für Mill ist sie die Wissenschaft von der Methode, um die Wahrheit zu finden. Sie bedeutet ihm eine Methodenlehre für die Wissenschaft. Dabei orientierte sich John Stuart Mill an der Exaktheit der Newtonschen Physik. Mills Kritik an der zeitgenössischen deduktiven Logik mündete in die sogenannten Millschen Methoden: Methode der Analogie, des Unterschiedes, vereinigte Methode von Unterschied und Ähnlichkeit, Methode der begleitenden Veränderung und der Reste. Damit formulierte Mill ein System exakter naturwissenschaftlicher Methoden.

Mills induktive Logik bestimmte er als Gesetze, zur Bestimmung der Erscheinung – im Gegensatz zu ihrer Ursachenbestimmung. 1848 wurde sein zweibändiges Hauptwerk der Nationalökonomie mit dem Titel "Principles of Political Economy" veröffentlicht. Es beschäftigt sich unter anderem mit der Herstellung von Waren, mit dem Wirtschaftsmarkt sowie mit dem Import und Export. Darüber hinaus machte sich Mill Gedanken zur sozialen Situation seiner Zeit und übte auch Sozialkritik. 1851 heiratete er seine langjährige Freundin Harriet Tayler. Sie starb bereits sieben Jahre später. 1859 begann er die Arbeiten zur Herausgabe seiner kürzeren Schriften. Daraus entstanden vier Bände, von denen der letzte im Jahr 1875 nach seinem Tod erschien.

Ebenso im Jahr 1859 wurde seine berühmt gewordenen Arbeit mit dem Titel "On Liberty" ediert. Darin propagiert John Stuart Mill politischen und individuellen Liberalismus. Dabei sind ihm freie Entfaltung des Individuums als Selbstverwirklichung ebenso wie als Befreiung von gesellschaftlichen Konventionen wichtig. Mill forderte individuelle Freiheit, soweit sie den anderen selbst nicht einengt. Zu den Funktionen der Ethik zählt Mill die sittliche Neuerung der Gesellschaft, wobei zwischen Gesellschaft und Individuum ein Ausgleich geschaffen werden muss. In der Religion äußerte John Stuart Mill die Vorstellung eines höchsten Gottes. Der Glaube an die göttliche Allmacht wird nach Mill gestört von den kosmischen Tatsachen. Die im Jahr 1863 herausgegebene Abhandlung "Utilitarianisme" stellt sein Hauptwerk in der Moralphilosophie dar.

Darin formulierte Mill seinen Nützlichkeitsgedanken zur Erreichung eines sittlichen Verhaltens und der moralischen Pflicht als höchste Glückseligkeit des Menschen. 1863 wurde Mill Abgeordneter des Unterhauses, den er im Jahr 1868 wieder verlor. Im Jahr zuvor, 1867, übernahm er die Stelle des Direktors an der University St. Andrews. 1869 wurde seine Abhandlung "Subjection of Women" herausgegeben. Die Schrift wurde bereits im Jahr 1861 niedergeschrieben. Erarbeitet hatte sie Mill zusammen mit seiner Frau, die sich darin für die Emanzipation der Frauen einsetzt. Darüber hinaus äußerte sich Mill zu Problemen der Iren und zur Kolonialpolitik. Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem Titel wie "Considerations on representative Government" (1863), "Auguste Compte and Positivism" (1865) oder "Examination of Sir William Hamilton`s Philosophy" (1865).

John Stuart Mill starb am 8. Mai 1873 in Avignon.

Nach seinem Tod erschien unter anderem seine "Authobiography" (1873) und die Abhandlung "Three Essays in Religion" (1874).

NameJohn Stuart Mill

Geboren am20.05.1806

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortLondon (GB).

Verstorben am08.05.1873

TodesortAvignon (F).

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