Biografie

John McCain

Der US-amerikanische Politiker und hochdekorierte Vietnam-Veteran stellt seit 1987 den Senator des US-Bundesstaats Arizona. Er kämpfte als Jagdbomberpilot der Navy im Vietnamkrieg und geriet in mehrjährige Kriegsgefangenschaft. Als Vertreter der Republikanischen Partei und deren Präsidentschaftskandidat (2008) zeigte sich John McCain als Befürworter des Irakkrieges, der Atomkraft und der Todesstrafe; zugleich ist er ein erklärter Abtreibungsgegner und fordert offen eine Abkehr vom Recht auf Schwangerschaftsabbruch. McCain gilt dennoch dem rechten Flügel der Republikaner als nicht konservativ genug. Bereits 2000 bewarb er sich um das Amt des US-Präsidenten, scheiterte in der Vorwahl jedoch an George W. Bush...
John Sidney McCain III. wurde am 29. August 1936 als Sohn von John S. McCain Jr. und Roberta Wright McCain in der damals US-amerikanisch kontrollierten Panamakanalzone geboren.

Aufgewachsen ist er mit seinen zwei Geschwistern, Sandy McCain Morgan und den Bühnenschauspieler Joe McCain. Sowohl sein Vater als auch sein Großvater, John S. McCain Sr. waren Admirale der United States Navy. Bis zum Alter von zehn Jahren besuchte er verschiedene Schulen auf Militärbasen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1945) zogen die McCains zunächst nach Nord-Virginia und ab 1949 folgte die Familie erneut dem Vater zwei Jahre lang durch verschiedene Marinestützpunkte. Indes durchlief John McCain rund zwanzig verschiedene Schulen. Ab 1951 besuchte er die private Episcopal High School, die er 1954 erfolgreich abschloss.

Im Anschluss trat er in die US Naval Academy ein. McCain nahm dann als Marineflieger am Vietnamkrieg teil. Am 29. Juli 1967 wurde er an Bord der USS Forrestal Zeuge eines Unglücks, bei dem 134 Soldaten getötet wurden. Am 26. Oktober 1967 wurde er während eines Angriffs bei Hanoi abgeschossen und geriet in nordvietnamesische Gefangenschaft. Bei seinem Abschuss wurde McCain schwer verwundet, er brach sich beide Arme und erlitt weitere Verletzungen. Im Lager Hanoi Hilton wurde McCain nun Opfer von Folter. Seine Brüche wurden nur minimal behandelt, worauf er seine Arme nur noch eingeschränkt bewegen konnte. Am 14. März 1973 wurde er entlassen. Er kehrte in die USA zurück, wo er 1981 im Rang eines Captains aus der Navy ausschied.

Ausgezeichnet wurde er in seiner Militärkarriere mit dem Silver Star, dem Bronze Star, dem Legion of Merit, dem Purple Heart und dem Distinguished Flying Cross. 1982 wurde in das US-Repräsentantenhaus für Arizona gewählt. 1984 wurde er im Amt bestätigt. 1987 folgte die Wahl in den US-Senat für Arizona. Hier saß er unter anderem im Ausschuss für den Streitkräfte-, Handels-, Wissenschafts- und Verkehrsausschuss. 2000 bewarb McCain sich erstmals um die US-Präsidentschaft. Innerhalb der Republikanischen Partei wurde er so Kontrahent von George W. Bush, dem er jedoch unterlag. 2007 erklärte er erneut seinen Antritt für das Amt des US-Präsidenten.

Nachdem er bei den ersten Vorwahlen in Iowa lediglich Vierter werden konnte, schaffte er es, die Vorwahlen in New Hampshire, South Carolina und Florida zu gewinnen. Nach den Vorwahlen in Ohio, Vermont und Texas am 4. März 2008 überschritt er die nötige Delegiertenzahl von 1.191 Delegierten für die Nominierung. McCain ging somit als Kandidat für die Republikaner um die Nachfolge von George W. Bush ins Rennen. Als Vizepräsidentin wurde die Governeurin aus Alaska, Sarah Palin, nominiert. Politisch wurde McCain ein Befürworter des Irakkriegs. Er kritisierte jedoch das Pentagon, zu wenig Soldaten im Irak stationiert zu haben. Er zeigte sich als Befürworter der Todesstrafe und engagierte sich gegen Schwangerschaftsabbrüche.

Im Juni 2008 sprach sich McCain dafür aus, bis zum Jahre 2030 in den USA 45 neue Atomkraftwerke zu bauen. John McCain hat vier leibliche Kinder, ein Adoptivkind und zwei Stiefsöhne aus zwei Ehen. Aus seiner ersten Ehe mit dem Model Carol Shepp, die von 1965 bis 1980 dauerte, stammen die Tochter Sidney McCain (1966) und die beiden Stiefsöhne Doug (1959) und Andy McCain (1962). Seine zweite Ehe schloss er 1980 mit Cindy Hensley McCain (1954), aus der die Kinder Meghan McCain (1984), John Sidney McCain IV. (1986), James McCain (1988) und die aus Bangladesch stammende Adoptivtochter Bridget McCain (1991) stammen.

NameJohn McCain

Geboren am29.08.1936

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortCoco Solo Naval Air Station, Panama Canal Zone (Panama)