Biografie

Johann Rupert

Der südafrikanische Unternehmer verantwortet die Geschicke einiger der populärsten Marken der Luxusgüter-Industrie. 1987 bis 2004 stellte er als Chairman den CEO des zweitgrößten Luxusgüterkonzerns der Welt. Aufgebaut wurde das Unternehmen "Compagnie Financière Richemont S.A." durch seinen Vater Anton Rupert, der mit dem Kauf zahlreicher Tabak-Marken den Grundstein des Imperiums legte. Johann Rupert vollzog zunächst eine Karriere innerhalb der US-amerikanischen Finanzmärkte, ehe der medienscheue Unternehmer Richemont um die Marken "Dunhill" und "Cartier" bereicherte. Zu den Luxus-Marken der Gruppe zählen weiter "Baume & Mercier", "Jaeger-LeCoultre", "IWC", "A. Lange & Söhne", "Montblanc", "Piaget", "Panerai", "Chloé" und "Vacheron Constantin"...
Johann Rupert wurde am 1. Juni 1950 als Sohn des Kaufmanns Anton Rupert und dessen Frau Hubertine in Stellenbosch nahe Kapstadt, Südafrika geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Abitur absolvierte Rupert eine Ausbildung im Finanzwesen bei einer renommierten US-amerikanischen Investmentbank. In den 1970er Jahren wurde er nach einer Weiterbildung Manager der New Yorker Investmenthäuser "Chase Manhattan" und "Lazard Freres". Hier entwickelte sich Rupert zur Führungspersönlichkeit mit weitreichendem marktwirtschaftlichem Verständnis. 1979 gelang Johann Rupert die Rettung der "Rand Merchant Bank" in Johannesburg vor dem Bankrott. Im Jahr 1985 erfolgte Ruperts Einstand im elterlichen Unternehmen der "Rembrand Gruppe". Sein Vater hatte bereits mit dem Kauf von Luxus-Marken wie Montblanc eine beispiellose Karriere vollzogen.

Ebenso wurde die Familie Eigner einiger der bekanntesten Zigaretten-Marken wie "Rothmans International", "Peter Stuyvesant" und zahlreicher weiterer. Rupert stellte ab 1987 als CEO den Vorstand des Unternehmens. 1988 realisierte er weitreichende Veränderungen der Unternehmensstruktur. Rupert bündelte die internationalen Auslandsaktivitäten der Unternehmen "Rembrand" und "Rothmans" und führte diese im schweizerischen Hauptsitz in Zug zusammen. Hier wurde die Gruppe mit Kerngeschäft in Luxusgütern, Spirituosen und Tabak als "Compagnie Financière Richemont SA" an der Börse platziert. Mit beachtlichem Kapital investierte Rupert weiter in den Erweb von international bekannten Luxus-Marken. Rupert gelang es Ende der 1980er Jahre, nach einem 18-monatigen Verhandlungsmarathon, die Marken "Dunhill" und "Cartier" zu kaufen.

Ab 1996 zog sich der Vater aus der südafrikanischen Rembrand-Gruppe zurück, um sich dem Umweltschutz zu widmen. Ab 1999 erfolgte stückweise der Verkauf der Tabaksparten. Ab 2000 wurde er Rupert mit Richemont und Mercedes-Benz Stifter des Laureus World Sports Awards. Die Laureus-Statuen, die als Preis überreicht werden, wurden von Cartier entworfen. Die Marke "Rothmans" fusionierte Rupert mit dem Tabak-Konzern "British American Tabacco" (BAT). Im Jahr 2002 erfolgte eine Aufspaltung von "Rembrand" in die Geschäftsfelder Tabak, Spirituosen und Bergbau. Im neugegründeten Unternehmen "Venfin", an dem sich auch das britische Mobilfunkunternehmen "Vodafone Credo" beteiligte, wurden die Bereiche Telecom, Medien und Technologie vereint.

Im Jahr 2004 verließ Johann Rupert im Alter von 54 Jahren als Mehrheitseigentümer und Chairman den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Im Jahr 2005 übernahm "Vodafone" den Unternehmensbereich von "Venfin" vollständig. Der Grossteil der mechanischen Werke der Richemont Marken werden indes extern bei der "Swatch Group" produziert. 2008 erhielt er den Ehrendoktortitel in Wirtschaft der Nelson Mandela Universität. Nach Angaben des US-amerikanischen Forbes Magazine gehört Rupert 2012 zu den reichsten Schweizern.

Johann Rupert ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er lebt in Zug in der Schweiz sowie in Südafrika. Rupert gilt als extrem medienscheu.

NameJohann Rupert

Geboren am01.06.1950

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortStellenbosch, Kapstadt