Biografie

James Grover Thurber

Der US-amerikanische Zeichner und Schriftsteller war einer der bekanntesten Humoristen des 20. Jahrhunderts. James Grover Thurber verfasste vor allen Dingen ironische, liebenswürdige Erzählungen und Karikaturen, die sich beispielsweise zur Problematik der Geschlechter äußerten. Seine bekannteste Figur hieß Walter Mitty aus der Erzählung "The Secrete Life of Walter Mitty" aus dem Band "My World – and Welcome to It" aus dem Jahre 1942. Die Inhalte sind als kritische Bemerkungen zur zeitgenössischen amerikanischen Gesellschaft zu verstehen. Seine Texte illustrierte er selbst. Dabei handelte es sich um Themen wie Sex, Psychologie, Angst und Krieg, die er oft am großstädtischen Leben sinnfällig machte...
James Grover Thurber wurde am 8. Dezember 1894 in Columbus im US-amerikanischen Bundesstaat Ohio geboren.

Nach der Schulausbildung studierte Thurber an der Ohio State University. Danach war er im Außenministerium als Chiffrierbeamter beschäftigt. Er arbeitete als Journalist in Columbus, Paris und New York. In Frankreich arbeitete er für die französische Ausgabe der "Chicago Tribune". Ab dem Jahr 1926 war er als Reporter für die "Evening Post" tätig. 1927 avancierte er zum Chefredakteur und Verlagsleiter der bekannten Kulturzeitschrift "The New Yorker". 1933 wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst, doch er war weiterhin für das Magazin als freier Mitarbeiter tätig und lieferte Beiträge ab. James Thurber schrieb Satiren, Skizzen, Fabeln und Geschichten, die oftmals ins Absurde abglitten. Seine Texte illustrierte er selbst.

Die Inhalte sind als kritische Bemerkungen zur zeitgenössischen amerikanischen Gesellschaft zu verstehen. Dabei handelte es sich um Themen wie Sex, Psychologie, Angst und Krieg, die er oft am großstädtischen Leben sinnfällig machte. So entstand im Jahr 1929 zusammen mit E. B. White die Parodie "Is Sex necessary?" (zu Deutsch: "Warum denn Liebe?"), in der die pseudowissenschaftlichen Untersuchungen zum Magazinthema "Sex" humorvoll nachgezeichnet wurden. Thurber stellte oftmals phantastische Menschen und Tiere in absurden Situationen dar, denen das Schicksal übel mitspielte. 1931 entstand "The Owl in the Attic and Other Perplexities". 1933 kam dann der Titel "My Life and Hard Times" (zu Deutsch: "Man hat`s nicht leicht") heraus. 1935 folgte "The Middle-Aged Man on the Flying Trapeze". Zwei Jahre später wurde "Let Your Mind alone" ediert.

Alle diese Stücke äußern Moralkritik am zeitgenössischen Geschehen. In seiner Kurzgeschichte "The Thurber Carnival" aus dem Jahr 1945 (zu Deutsch: "Rette sich wer kann" aus dem Jahr 1948) nimmt der Autor ebenfalls humorvoll und kritisch amerikanische Gesellschaftszustände unter die Lupe. 1940 wurde die Fabelsammlung "Fables for Our Time" (zu Deutsch: "Fabeln für Zeitgenossen") publiziert. Dieses Werk wurde auch in Deutschland sehr gefragt. Im gleichen Jahr kam der Titel des Dramas "The male Animal" (zu Deutsch: "Das Tier im Manne") auf den Markt, daran wirkte Elliott Nugent mit. Der Großstadtneurotiker Walter Mitty wurde Thurbers bekanntester Protagonist. Er war die Hauptfigur in der Erzählung "The Secrete Life of walter Mitty" aus dem Band "My World – and Welcome to It" (1942). James Thurber betätigte sich auch erfolgreich als Kinderbuchautor.

So schrieb er im Jahr 1950 den Titel "The Thirteen Clocks" (zu Deutsch: "Die 13 Uhren"). 1959 entstand das Werk "The Yaers with Ross", in dem Thurber über seine Erfahrungen bei dem Kulturmagazin "The New Yorker" berichtet. Seine populärsten Titel mit Karikaturen sind unter anderem "Men, Women and Dogs, a Book of Drawings" (zu Deutsch: "Männer, Frauen und Hunde") (1943). Mit seinen Erzählungen und Karikaturen in ironischem, liebenswürdigem Ton wurde James Grover Thurber zu einem der populärsten US-amerikanischen Satiriker und Zeichner des 20. Jahrhunderts. Eine Augenkrankheit im letzten Jahrzehnt seines Lebens, die nahezu zur Erblindung führte, war der Grund, dass er seine Arbeit als Karikaturist aufgeben musste.

Zu seinen weiteren Titel zählen unter anderem "The Thurber Country" (1953), "Thurber`s Dogs" (1953, zu Deutsch: "So spricht der Hund", 1958), "A Thurber Garland" (1955), "Lanterns and Lances" (1961), "Creos and Kurios" (1962), "Thurber and Company" (1966) und nach seinem Tod "Selected Letters" (1981).

James Grover Thurber starb am 2. November 1961 in New York.
1929
Is Sex necessary (Warum denn Liebe?)

1931
The Owl in the Attic and Other Perplexities

1933
My Life and Hard Times (Man hat`s nicht leicht)

1935
The Middle-Aged Man on the Flying Trapeze

1937
Let Your Mind alone

1945
The Thurber Carnival (Rette sich wer kann)

1940
Fables for Our Time (Fabeln für Zeitgenossen)

1940
The male Animal (Das Tier im Manne“)

1942
The Secrete Life of walter Mitty

1942
My World – and Welcome to It

1943
Men, Women and Dogs, a Book of Drawings (Männer, Frauen und Hunde)

1950
The Thirteen Clocks (Die 13 Uhren)

1957
The Wonderfull O (Das geheimnisvolle O)

1959
The Yaers with Ross

1932
The seal in the Bedroom

1939
The Last Flower

1940
Fables for Our Time (Achtung Selbstschüsse

1950
Many Moons (Die Prinzessin und der Mond)

1952
The Thurber Album

1953
The Thurber Country

1953
Thurber`s Dogs (So spricht der Hund)

1955
A Thurber Garland

1961
Lanterns and Lances

1962
Creos and Kurios

1966
Thurber and Company

1981
Selected Letters

NameJames Grover Thurber

Geboren am08.12.1894

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortColumbus, Ohio (USA)

Verstorben am02.11.1961

TodesortNew York (USA)