Biografie

J. Edgar Hoover

NameJ. Edgar Hoover

Geboren am01.01.1895

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortWashington D.C. (USA).

Verstorben am02.05.1972

TodesortWashington D.C. (USA).

J. Edgar Hoover

Der US-Amerikaner stellte ab 1924 für knapp 50 Jahre den Direktor des FBI (Federal Bureau of Investigation), der weltweit größten Polizeibehörde. Er führte die zentralisierte Fingerabdruckkartei ein und erzielte besondere Erfolge bei der Bekämpfung des Gangsterunwesens. John Edgar Hoover war ein großartiger Organisator, der die Einrichtung zu einer hocheffizienten Instanz zur Verbrechensbekämpfung reformierte und daraus einen Mythos machte. Der konservative Hoover benutzte seine Macht, um politischen Einfluss zu nehmen. So ging er nicht nur gegen die Emanzipationsbewegung der Schwarzen, gegen Atomkraftgegner oder gegen die Hippie-Bewegung vor, sondern auch gegen die liberal gesinnten Kennedys...
John Edgar Hoover wurde am 1. Januar 1895 in Washington geboren.

Hoover studierte Rechtswissenschaften. Im Jahr 1921 wurde er stellvertretender Leiter des BI, des Bureau of Investigation, der Vorgängerbehörde des Federal Bureau of Investigation, kurz FBI genannt. 1924 wurde er dessen Leiter. 1934 wurde aus dem BI das FBI mit weitreichenderen Kompetenzen dank J. Edgar Hoover. Hoover machte sich sofort daran, das FBI zu reformieren. Mit seinem großen Organisationstalent verschaffte er der US-amerikanischen Bundespolizei eine moderne Ausstattung. Die Mitarbeiter wurden nicht nur mit neuen Waffen versehen, sondern auch eingehend geschult. Erstmals durften die Agenten Waffen tragen. Die Labore des FBI und andere kriminaltechnische Einrichtungen erhielten die neueste Technologie zur Verbrechensbekämpfung.

Hoover macht aus der schlecht ausgerüsteten Bundesbehörde, die zuvor oft für private Zwecke der Politiker in den Dienst genommen wurde, eine schlagfertige und schlagkräftige Truppe. Das FBI avancierte zur größten Polizeibehörde der Welt. John Edgar Hoover schaffte den erfolgreichen Aufstieg des FBI durch einen diktatorischen Führungsstil. Die Bundespolizei wurde zum Mythos als wirksamstes Instrument zur Verbrechensbekämpfung. Hoover dehnte seinen Machtbereich in die Politik aus. Da war ihm der Auftrag von Präsident Franklin D. Roosevelt im Jahr 1936 willkommen, kommunistische und faschistische Aktivitäten zu beobachten und zu registrieren. Roosevelt ging es dabei um die Unterwanderung der USA durch regierungsfeindliche Ideologen.

Für den erzkonservativen republikanischen Hoover war dieser Auftrag zugleich Anlass ein weitreichendes Überwachungssystem aufzubauen. Der FBI-Chef wollte seine Organisation zu einem einzigen weltweiten Nachrichtendienst etablieren. Doch in Verbindung mit dem englischen Geheimdienst baute William Donovan die CIA als eine eigene Einrichtung zur globalen Auslandsabwehr auf. Als überempfindliche Reaktion darauf soll Hoover die Zusammenarbeit mit dem englischen Geheimdienst wenigstens verweigert haben. So soll er beispielsweise von den Vorbereitungen zum japanischen Überfall auf Pearl Harbour nicht gewusst haben oder bewusst verschwiegen haben. Mit dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg stiegen die Aktivitäten des FBI.

Die Beschäftigungszahl steigt rasch auf 13.000 Mitarbeiter. Die Entdeckung eines deutschen Spionage-U-Bootes schrieb sich Hoover auf die eigene Fahne, und er unterdrückte dabei die Wahrheit, dass der U-Boot-Verantwortliche freiwillig aufgab, da er auf Seite der Amerikaner stand. Hoover ordnete und billigte während des Zweiten Weltkriegs unzählige Lauschangriffe. Hoover schreckte nicht einmal vor dem Präsidenten Roosevelt beziehungsweise seiner Ehefrau zurück. Die linksliberale Präsidentengattin engagierte sich als Bürgerrechtlerin und wurde von Hoover bespitzelt. Der FBI-Chef ließ von jedem Präsidenten, er erlebte während seiner fast 50-jährigen Dienstzeit beim FBI insgesamt acht mit, und anderen politischen Prominenten Akten über deren private wie auch politische Aktivitäten anlegen.

Für Hoover waren diese Dossiers eine Art Garant, nicht nur im Amt zu bleiben, sondern auch frei schalten und walten zu können. Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen in den Vereinigten Staaten unter dem demokratischen Präsidenten Harry S. Truman die Aktivitäten gegen die Kommunisten. Zu dieser Zeit herrschte in den USA eine große Kommunistenfurcht. Hoover verfolgte und denunzierte viele prominente Sympathisanten des Kommunismus und erwarb sich den Ruf als Beschützer vor kommunistischer Subversion. Auch gegen die Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen ging Hoover vor. Obwohl er Rassist war, sollte gegen rassistische Übergriffe in den Südstaaten vorgegangen werden. Das Vorgehen des FBI-Chefs gegen Martin Luther King, der unter anderem ohne stichhaltige Gründe wegen kommunistischer Kontakte verdächtigt wurde, brachte ihn und seine Behörde in negative Schlagzeilen.

Ebenfalls auf Ablehnung stieß die Verfolgung in der Studentenbewegung während des Vietnamkriegs oder von Akademikern, die sich für den Frieden engagierten. Schwierig gestaltete sich auch das Verhältnis zwischen dem liberal-demokratischen Präsidenten John F. Kennedy und John Edgar Hoover, da deren politische Vorstellungen zu weit auseinander gingen. Kennedy sorgte für eine Trennung zwischen FBI und Justizministerium, das Hoover dominierte. Er saß weiterhin fest im Sattel, denn auch über Kennedy legte der FBI-Chef seine politisch-privaten Dossiers an. Bei den nachfolgenden Präsidenten Lyndon. B. Johnson und Richard Nixon besserte sich das Verhältnis zu Hoover wieder. Erzielte das FBI auch große Erfolge gegen dass Verbrechen in den Vereinigten Staaten, so blieben vielen Machenschaften des FBI-Bosses zweifelhaft und ungesetzlich.

So diente das Aufbauschen kommunistischer Subversion wohl nur dem Machterhalt des erzkonservativen Hoover und seinem Bild vom Beschützer der USA. Letztlich war er es, der die demokratischen Werte seines Landes unterwanderte. In diese subversiven Aktivitäten von Hoover fallen beispielsweise auch die aufsehenerregenden Bespitzelungen der Studentenbewegung an der University of California in Berkeley in des sechziger Jahren. Inwieweit das FBI unter John Edgar Hoover in politische Ereignisse verwickelt war, beschäftigt die Presse und Gerichte bis in die unmittelbare Gegenwart.

John Edgar Hoover starb am 2. Mai 1972 in Washington an einem Gehirnschlag.

NameJ. Edgar Hoover

Geboren am01.01.1895

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortWashington D.C. (USA).

Verstorben am02.05.1972

TodesortWashington D.C. (USA).

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