Biografie

Herta-Maria Witzemann

Die deutsche Architektin und Autorin avancierte ab den 1950er Jahren zu einer der einflussreichsten Innenarchitektinnen mit internationaler Beachtung. Ausgezeichnet wurde die Präsidentin und später Ehrenpräsidentin des BDIA mit den renommiertesten Auszeichnungen des Landes. Zu den bekanntesten Ausbauten von Herta-Maria Witzemann zählen die "Notwohnungen Porsche", der Stuttgarter Fernsehturm sowie der Wiederaufbau des historischen Wilhelmspalais in Stuttgart...

Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.
Herta-Maria Witzemann wurde im Jahr 1909 in Dornbirn / Vorarlberg geboren.

Hier wuchs sie bei ihren Eltern auf und besuchte die Grundschule. Später wechselte sie bis zum Abitur an das Realgymnasium in Reutlingen. In den Jahren von 1938 bis 1940 studierte Witzemann an der Kunstgewerbeschule in Wien. Hier wurde sie Schülerin der Fachklasse für Architektur bei Prof. Oswald Haerdtl. 1940 zog sie nach München. Witzemann wurde hier Schülerin der Akademie für Angewandte Kunst unter der Fachklasse von Prof. Buchner und Prof. Hillerbrand. 1942 beendete sie in München ihre Ausbildung mit Erfolgsdiplom.

Ihren Einstand ins Berufsleben fand Witzemann noch im selben Jahr als Mitarbeiterin bei Prof. Oswald Haerdtl in Wien. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt sie eine Anstellung als Mitarbeiterin bei "Daldrop und Ensmann" sowie bei H.P. Schmohl in Stuttgart. Nach erfolgreicher Zusammenarbeit machte sich Herta-Maria Witzemann 1948 in Stuttgart als Innenarchitektin selbstständig. 1952 erhielt sie die Professur für Innenarchitektur und Möbelbau an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.

Mitte der 1950er Jahre erhielt Witzemann den Auftrag zum Innenausbau des Stuttgarter Fernsehturms, der offiziell am 5. Februar 1956 fertiggestellt wurde. 1957 folgte die Beteiligung an der "Triennale Mailand", wo sie mit der "Silbermedaille" ausgezeichnet wurde. 1958 folgte ihre Teilnahme an der Weltausstellung in Brüssel. Von 1958 bis 1979 arbeitete Witzemann in einer Bürogemeinschaft mit Prof. Wolfgang Stadelmaier und Partner. Ab 1961 begleitete sie den Wiederaufbau des historischen Wilhelmspalais in Stuttgart. 1967 wurde Witzemann Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Innenarchitekten (BDIA).

In weiterer Zusammenarbeit entstand ab 1972 die Bürogemeinschaft mit Hermann Hutzel und Karl Maier. Im selben Jahr wurde Witzemann Präsidentin des BDIA und später dessen Ehrenpräsidentin. 1978 wurde Witzemann mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. 1980 wurde sie mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland bedacht. 1981 veröffentlichte Witzemann gemeinsam mit den Autoren Dieter Zimmer und Karl Maier das Buch mit dem Titel "Junge Liebe zu alten Städten - Herta-Maria Witzemann".

Sie war weiter Autorin zahlreicher Sachbücher zum Thema Architektur. Darüber hinaus entwickelte sie Serienmöbel für etwa zehn zum Teil über Europa hinaus bekannte Firmen wie Knoll-International, Thonet, Erwin Behr und Heal's London.

Herta-Maria Witzemann verstarb im Jahr 1999 in Ludwigsburg.


Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.

NameHerta-Maria Witzemann

Geboren am00.00.1909

GeburtsortDornbirn/Vorarlberg

Verstorben am02.01.1999

TodesortLudwigsburg