Biografie

Henri Farman

Der französische Künstler wandte sich frühzeitig dem Rennsport zu, in dem er zunächst auf dem Fahrrad, dann im Auto aktiv wurde. Aus einem Voisin-Motorflugzeug konstruierte Henri Farman 1907 sein erstes eigenes Flugzeug. Ab 1912 fertigten die Gebrüder Farman Militärflugzeuge wie die MF-7 oder MF-11, die am Ersten Weltkrieg teilnahmen. Nach Kriegsende machten sie sich mit den ersten Langstrecken-Passagiermaschinen - dem "Goliath" (1917) und dem "Super Goliath" - auch in der zivilen Luftfahrt einen Namen, die Farman als Unternehmer noch bis 1936 mitgestaltete...

Pioniere der Luft- und Raumfahrt
Henri Farman wurde am 26. Mai 1874 in Paris geboren.

Seine Eltern stammten aus England, der Vater war als Korrespondent einer englischen Zeitung in der französischen Hauptstadt tätig. Nach der Schule absolvierte Farman eine künstlerische Ausbildung. Nebenher begann er sich für den Sport zu interessieren, in dem er bald selbst zunächst als Radrennfahrer aktiv wurde. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wandte sich Farman dem Automobilrennsport zu. Er bestritt selbst einige Autorennen für Panhard und Renault, erlitt dann aber einen Unfall, was ihn zum Ausstieg aus diesem Sport veranlasste.

Farman wandte sich 1907 der Fliegerei zu. Er erwarb ein Motorflugzeug des Konstrukteurs Gabriel Voisin als einer dessen ersten Kunden. Das Voisin-Motorflugzeug bate er durch technische Veränderungen zur "Voisin-Farman I" um. Am 13. Januar 1908 flog Henri Farman den ersten Motorflug der Welt über mehr als 1 km und gewann den Grand Prix d´Aviation. Im selben Jahr 1908 eröffnete Farman eine Flugschule in Buc bei Versailles. 1912 rief er mit seinen Brüdern Maurice und Richard ein Produktionsunternehmen für Flugzeuge in Boulogne-sur-Seine ins Leben. Die Gebrüder Farman fertigten dort Doppeldecker, die zum Kennzeichen für den Namen Farman wurden und im Militär- und Ausbildungsbereich zum Einsatz kamen.

Die Farman-Maschinen MF-7 und MF-11 kamen beispielsweise als Aufklärungs- und Kampfmaschinen im Ersten Weltkrieg zum Einsatz. Nach Kriegsende entstanden Passagierflugzeuge wie das erste Langstreckenflugzeug "Goliath" (1917) und die viermotorige F-40 "Super Goliath" (1921). 1921 wurde Farman für seine Verdienste um die französische Luftfahrt zum Ritter der Ehrenlegion erhoben. Sein Unternehmen produzierte in der Folge weiterhin Flugzeuge vornehmlich im Bereich der zivilen Luftfahrt. Nachdem die französische Luftfahrt 1936 verstaatlicht worden war, zog sich Farman 1937 aus dem Geschäft zurück. Während des Zweiten Weltkriegs kamen die Farman-Jagdflieger bei Angriffen auf Deutschland zum Einsatz.

Henri Farman starb am 18. Juli 1958 in Paris.


Pioniere der Luft- und Raumfahrt

NameHenri Farman

Geboren am26.05.1874

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortParis (F).

Verstorben am18.07.1958

TodesortParis (F).