Biografie

Heinz Schenk

Der deutsche Showmaster und gelernte Theaterschauspieler wurde vor allem mit der Unterhaltungssendung "Zum Blauen Bock", die er 1966 von Otto Höpfner übernahm und 21 Jahre lang und 134 Mal moderierte, populär. Höhepunkte der TV-Sendereihe waren seine alljährlichen Büttenreden zum Karneval. Von 1993 bis 1996 feierte Heinz Schenk mit der erstmals in der Karnevalszeit aus Hanau ausgestrahlten Sendung "Fröhlich Eingeschenkt" große Erfolge. Der Autor und Liedtexter erlangte mit seiner für ihn typischen hessischen Mundart und den zotigen Sketchen Kultstatus. Zu seiner populärsten Filmrolle wurde 1993 die des Show-Masters "Heinz Wäscher" an der Seite von Hape Kerkeling in "Kein Pardon!"...
Heinz Schenk wurde am 11. Dezember 1924 in Mainz geboren, wo er auch aufwuchs und die Schule besuchte.

Im Alter von fünfzehn Jahren nahm Schenk Schauspielunterricht. Sein komödiantisches Talent bewies er erstmals bei diversen Büttenreden bei Mainzer Fastnachtsveranstaltungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte Heinz Schenk unter anderem als Conférencier bei verschiedenen Varietes und beim Zirkus fuß zufassen, bis er schließlich Anfang der 1950er Jahre beim Radio des Hessischen Rundfunks landete. Er moderierte zu Beginn Schlagersendungen, denen er durch Sketche und Quiz-Spiele seine eigene Note verleite. Die Radiosendungen "Heinzelmännchens Lachparade", "Frankfurter Spätlese" und vor allem "Frankfurter Wecker" kamen sehr gut bei der Hörerschaft an und verschafften Heinz Schenk erste Popularität. 1966 folgte der Sprung zum Fernsehen.

Schenk moderierte fortan die ARD-Show "Zum Blauen Bock". Als "Oberkellner" begrüßte er jeden Samstagnachmittag Showgrößen wie Rudi Carrell, Joachim Fuchsberger, Caterina Valente und viele mehr in seiner Äppelwoi-Wirtschaft. Die Sendung war ein großer Erfolg. Regelmäßig schauten bis zu 20 Millionen Zuschauer den gelungenen Mix aus Show, Musik und Spaß, deren Konzepte und Texte alle von Heinz Schenk selbst geschrieben wurden. Er begleitete den "Blauen Bock" 21 Jahre und 134 Folgen lang, bis zum Jahr 1987. Der gelernte Schauspieler widmete sich wieder vermehrt dem Theater. Er spielte den Dr. Doolittle in "My Fair Lady" oder den Geizhals in der hessischen Adaption von Molières "Der Geizige", vorzugsweise am Frankfurter Volkstheater. Des Weiteren schrieb Schenk über 800 Lieder, die er teils selbst interpretierte und damit auch in die Hitparaden kam, auch schrieb er sie für andere Künstler, wie beispielsweise Heino.

Er veröffentlichte ebenfalls einige Bücher, so auch die Titel "Der Witz der Hessen" aus dem Jahr 1982 und "Daran hätten Oma und Opa nie gedacht!" von 1965. Einen weiteren großen Erfolg, vor allem bei einem jüngeren Publikum, feierte Heinz Schenk 1993 an der Seite von Hape Kerkeling in dessen Kinofilm "Kein Pardon!". Der Film und somit auch Heinz Schenk wurden zum generationenübergreifenden Kult. Sein Markenzeichen, der starke hessische Dialekt, hat er sich all die Jahre beibehalten, obwohl man ihm zu Beginn seiner Karriere dazu riet Hochdeutsch zu sprechen. Schenk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Hessischen Verdienstorden, den Bambi, die Hermann-Löns-Medaille und das Bundesverdienstkreuz I. Klasse. Seine Ehefrau Gerti Schenk (geb.Kraus), mit der er seit 1951 verheiratet war, starb im Alter von 85 Jahren am 4. Dezember 2013.

Heinz Schenk starb am 1. Mai 2014 im Alter von 89 Jahren an seinem Wohnort in Wiesbaden an den Folgen eines Schlaganfalls.

NameHeinz Schenk

Geboren am11.12.1924

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMainz (D).

Verstorben am01.05.2014

TodesortWiesbaden (D).