Biografie

Friedrich Wilhelm Schelling

NameFriedrich Wilhelm Schelling

Geboren am27.01.1775

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortLeonberg (D).

Verstorben am20.08.1854

TodesortBad Ragas (D).

Friedrich Wilhelm Schelling

Der Philosoph war einer der Hauptvertreter des deutschen Idealismus. Er bildete mit seiner Philosophie den Übergang zur Romantik. Dabei entwickelte Friedrich Wilhelm Schelling eine spekulative Naturphilosophie der Hierarchie der Naturkräfte. Dieser Ansatz mündete in eine Identitätsphilosophie. Seine metaphysischen Ansätze zur Religionsgeschichte brachten die Grundlagen zur späteren Religionswissenschaft hervor. In seiner Altersphase wandte sich Schelling einer tiefsinnigen Mystik zu, die von außen kaum zu durchschauen war. Durch seine vielseitigen philosophischen Ansätze wurde Schelling von unterschiedlichen Geistesströmungen vereinnahmt...
Friedrich Wilhelm Schelling wurde als ältester Sohn des Diakons Josephus Friedrich Schelling und seiner Frau Gottliebin Marie, geborene Cleß, am 27. Januar 1775 im württembergischen Leonberg geboren.

Schelling ging ab dem Jahr 1785 in Nürtingen zur Schule. Danach besuchte er das Höhere Seminar des Klosters zu Bebenhausen. Ab dem Jahr 1790 als erst Fünfzehnjähriger studierte er im Tübinger Stift für zwei Jahre Philosophie. Dort machte er die Bekanntschaft des späteren Schriftstellers Friedrich Hölderlin und des späteren Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Schelling legte im September 1792 seine Magisterarbeit in Philosophie mit dem Titel "Ein kritischer und philosophischer Auslegungsversuch des ältesten Philosophems von Genesis III. Über den ersten Ursprung der menschlichen Bosheit." vor. Danach wechselte er zur Theologie.

Währenddessen beschäftigte er sich zusätzlich mit orientalischer Literatur, der kritischen Philosophie Immanuel Kants und den freiheitlichen Ideen der Französischen Revolution. Während seines Theologiestudiums veröffentlichte Schelling im Jahr 1793 in der Zeitschrift "Memorabilia" die Abhandlung mit dem Titel "Über Mythen, historische Sagen und Philosopheme der ältesten Welt". Mit der Mythologie beschäftigte sich der Philosoph noch in seinem Alterswerk. 1794 machte er die Bekanntschaft mit dem Philosophen Johann Gottlieb Fichte in Tübingen. Im gleichen Jahr erschien Schellings Arbeit mit dem Titel "Über die Möglichkeit einer Form der Philosophie überhaupt". Darin orientierte er sich an Vorstellungen Fichtes von der Philosophie als eine Urwissenschaft, die das Wissen, Wollen und den Glauben begründet.

Im Jahr 1798 folgte Friedrich Schelling einer Berufung als Professor, durch Johann Wolfgang Goethe vermittelt, an die Universität Jena. 1803 verließ er Jena und siedelte nach Würzburg über. Dort übernahm er gleichfalls eine Lehrtätigkeit. Aber auch in Würzburg wurde er nicht sesshaft. Schelling zog im Jahr 1806 nach München und lehrte an der dortigen Universität als Professor. Danach ließ er sich im Jahr 1820 in Erlangen nieder, wo er bis zum Jahr 1826 eine Professur inne hatte. Ab dem Jahr 1841 lebte er als Professor in Berlin. In seiner Naturphilosophie wechselte Schelling oftmals seine Ansätze, weswegen er auch als Proteus der Philosophie bezeichnet wurde. Seine spekulative Naturphilosophie knüpfte an die Gedanken von Immanuel Kant und Johann Gottlieb Fichte an.

Darin entwickelte er eine Hierarchie der Naturkräfte. Schellings Naturphilosophie mündete in eine Identitätsphilosophie. Sein zentraler Gedanken dabei war die Identität von Natur und Geist. Diese Identität sah er als eine Aufhebung aller Gegensätze an wie zum Beispiel von Subjekt und Objekt oder von Realem und Idealem im Absoluten. Seine Annäherung an dieses Problem bewältigte er in Begriffen, die von der Natur ausgingen und bis zum Geist hochstiegen. Aber auch den umgekehrten Weg schlug Schelling ein. Das Absolute als Urgrund der empirischen Gegenstände kann für Schelling in der Kunst und durch die intellektuelle Anschauung erfasst werden. Die empirischen Gegenständen sind gekennzeichnet durch ein jeweiliges Verhältnis von Natur und Geist, die aus dem Urgrund hervorgehen und zur Entfaltung kommen.

Schellings Entwicklungslehre orientiert sich in ihrem Idealismus an Hegels Vorstellungen. Aus dem Ansatz der Identität heraus kam Schelling zu einer Religionsphilosophie des Theismus. Sie bedeutete ihm eine bejahende Philosophie der Offenbarung im Gegensatz zu Hegels Vernunftphilosophie, die er als "negativ" bewertete. Seine metaphysischen Ansätze zur Religionsgeschichte brachten die Grundlagen zur späteren Religionswissenschaft hervor. Ab dem Jahr 1807 widmete sich Schelling den Fragen nach der Freiheit des Menschen und seinem Verhältnis zu Gott, das er im menschlichen Willen begründet sah. In seiner Altersphase wandte sich Schelling einer tiefsinnigen Mystik zu, die von außen kaum zu durchschauen war.

Durch seine vielseitigen philosophischen Ansätze wurde Schelling von unterschiedlichen Geistesströmungen vereinnahmt. So holten sich Existenzialisten oder Lebensphilosophen Anregungen von Schellings philosophischer Lehre. Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem Titel wie "Ideen zu einer Philosophie der Natur" (1797), "Von der Weltseele" (1798), "System des transzendentalen Idealismus" (1800), "Über das Wesen der menschlichen Freiheit" (1809), "Philosophie der Mythologie" (1842) und "Philosophie der Offenbarung" (1854).

Friedrich Wilhelm Schelling starb am 20. August 1854 in dem Schweizer Kurort Bad Ragaz.

NameFriedrich Wilhelm Schelling

Geboren am27.01.1775

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortLeonberg (D).

Verstorben am20.08.1854

TodesortBad Ragas (D).

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