Biografie

Heinz Nixdorf

Der Studienabbrecher und Elektronikbastler betätigte sich während der 1950er Jahre in einer Essener Kellerwerkstatt als Pionier der deutschen Computer-Industrie. Ab 1968 avancierte Heinz Nixdorf mit seinem gleichnamigen Computer-Unternehmen zu einem der bedeutendsten internationalen Anbieter der Branche. Der eigenwillige und ideenreiche Tüftler verstand früh die Anwendungsoptionen des PC's in mittelständigen Unternehmen. Als Wegbereiter der zentralen Datenverarbeitung setzte Nixdorf den Computer am Arbeitsplatz in Großbetrieben durch. Postum wurde 1990 das Unternehmen Nixdorf von der Siemens AG übernommen...
Heinz Nixdorf wurde am 9. April 1925 in Paderborn als Sohn eines Bahnarbeiters geboren.

Nach Schule und Abitur nahm Nixdorf in der unmittelbaren Nachkriegszeit ein Studium der Physik und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt auf. Während der Studien absolvierte er 1951 ein Praktikum bei einer amerikanischen Elektronikfirma. Die dort gesammelten Erfahrungen veranlassten Nixdorf zum Abbruch seines Studiums. Statt weiterer theoretischer Ausbildung gründete Nixdorf 1952 mit dem "Labor für Impulstechnik" sein eigenes Unternehmen. Sitz der Firma war eine Kellerwerkstatt bei RWE in Essen, wo der findige Bastler seine ersten Abrechnungscomputer konstruierte. Nach bahnbrechenden Entwicklungen im Transistor-Bereich kaufte Nixdorf 1968 die "Wanderer-Werke" auf.

Dies bedeutete den Durchbruch für das inzwischen nach Paderborn umgesiedelten Unternehmen, das nun über ein verzweigtes Vertriebs- und Service-Netz verfügen konnte. Gegen die Konkurrenz der Großkonzerne IBM und Siemens konnte Nixdorf seine Position im Bereich der kleinen Computer rasch ausbauen. Die Expansion betraf dabei auch das Ausland, wo Nixdorf bereits 1985 in 40 Ländern vertreten war. Trotz des schnellen Wachstums des Unternehmens scheiterten in den 1970er Jahren mögliche Partnerschaften mit AEG und VW. Stattdessen wurde Nixdorf 1979 mit der Deutschen Bank handelseinig, die den weiteren Werdegang der Firma durch Aktienkapital teilfinanzierte.

Nixdorf wurde bereits durch mehrere Auszeichnungen geehrt, worunter auch die Ernennung zum Ehrensenator der TU Karlsruhe fiel. Neben dem Deutschen Marketing-Preis (1978) erhielt er 1984 die "Ludwig-Erhard-Medaille für Verdienste um die soziale Marktwirtschaft". 1985 erhob ihn das "Industriemagazin" zum "Manager des Jahres". 1986 erreichte Nixdorf mit rund 25.000 Mitarbeiter in 44 Ländern und einen Jahresumsatz von 4,5 Mrd. DM das dato erfolgreichte Jahr.

Heinz Nixdorf verstarb am 17. März 1986 auf der CEBIT-Messe in Hannover. Er hinterließ seine Frau Renate Ring und drei Kinder.

Zum Nachfolger als Vorstandsvorsitzender der "Nixdorf Computer AG" rückte Klaus Luft auf. Die Mehrheit des Nixdorf-Aktienkapitals ging an zwei gemeinnützige Stiftungen über, so dass die Familie nur noch eine 25%ige Sperrminorität behielt. 1990 wurde die Firma von Siemens übernommen und in die Siemens Nixdorf Informationsysteme AG umgewandelt, die wiederum 1999 in die Wincor Nixdorf International GmbH überging.


Bedeutende Vertreter der Informations- und Kommunikationsrevolution
Menschen und Marken

NameHeinz Nixdorf

Geboren am09.04.1925

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortPaderborn (D).

Verstorben am17.03.1986

TodesortHannover (D).