Heinrich Zille

Name:Heinrich Zille

Geboren am:10.01.1858

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

Geburtsort:Dresden (D).

Verstorben am:09.08.1929

Todesort:Berlin (D).

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Der Grafiker, Zeichner und Fotograf Rudolf Heinrich Zille wurde bekannt durch seine satirischen Zeichnungen des Berliner Großstadtmilieus. Er illustrierte die sozialen Probleme des zeitgenössischen Großstadtlebens, die er in humorvollen Bildern in Kreide oder Kohle festhielt. Die Zeichnungen kommentierte Heinrich Zille mit knappen Unterschriften. Seine Darstellungen wurden als Sozialkritik interpretiert, die aber nicht in der genuinen Absicht des Künstlers lag...
Rudolf Heinrich Zille wurde als Sohn des Uhrmachers Johann Traugott Zille und seiner Frau Ernstine Louise, geborene Heinitz, am 10. Januar 1858 in Radeburg nahe Dresden geboren.

Zille siedelte im Jahr 1867 mit seiner Familie nach Berlin über. Dort besuchte er bis zum Jahr 1872 die Schule. Nach Beendigung seiner Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Lithograph. Parallel dazu belegte er Abendkurse bei Theodor Hosemann an der Königlichen Kunstschule. 1874 beendete er sein Kunststudium. Heinrich Zille arbeitete ab dem Jahr 1877 bei der Photographischen Gesellschaft in Berlin. Drei Jahre später leistete er bis 1872 seinen Militärdienst in Frankfurt an der Oder und in Sonneburg ab. 1883 verheiratete er sich mit der Tochter eines Lehrers, Hulda Frieske. Aus dieser Verbindung gingen insgesamt drei Kinder hervor. Zille fertige Fotografien und Zeichnungen an. Ab dem Jahr begann er mit der Fotografie. Dazu durchstreifte er die Straßen Berlins, besuchte Volkfeste oder betätigte sich als Atelierfotograf. Die Aufnahme verwendete er hauptsächlich als Vorlage für seine Kreide- und Kohlezeichnungen.

Im Jahr 1901 nahm Heinrich Zille an der Ausstellung der Berliner Künstlervereinigung "Secession" teil. Seine Zeichnungen erschienen in verschiedenen Zeitschriften wie zum Beispiel "Simplicissimus", "Die lustigen Blätter" oder "Die Jugend". 1903 schloss er sich der "Berliner Secession" an und wurde ihr Mitglied. 1907 erfolgte die Entlassung Zilles aus der Photographischen Gesellschaft. Zille beschloss, als freiberuflicher Künstler zu leben. 1908 kam sein Bildband mit dem Titel "Kinder der Straße" und andere Arbeiten heraus. Darin skizziert er hauptsächlich das Leben der kleinbürgerlichen Gesellschaft in der Großstadt. Zille stammte selbst aus einem armen Elternhaus. Die Zeichnungen setzen sich zusammen aus Szene von der Straße, den Hinterhöfen und Wohnverhältnissen im zeitgenössischen Berlin, der deutschen Hauptstadt. Zille äußert in seinen Werke eine satirische Perspektive, die er mit viel Humor ausgestaltete.

Seine Werke wurden oftmals als gesellschaftlich-politische Sozialkritik verstanden, die ursprünglich nicht in der Absicht des scharfen Beobachters und Großstadt-Illustrators lag. Die Zeichnungen kommentierte Zille mit kurz-knappen Bildunterschriften im Berliner Slang. Mit seinen Zeichenwerken wurden der Künstler weithin bekannt. Der Wert seiner fotografischen Arbeiten wurde erst nach seinem Tod erkannt. Nach der Abspaltung von der Berliner Secession einiger Künstler und der Gründung der Freien Secession wurde Zille im Jahr 1913 Mitglied im Vorstand der neuen Gruppierung. Im gleichen Jahr wurden sein Bildband "Mein Milljöh" und die Arbeiten "Hurengespräche" und "Berliner Luft" publiziert. 1919 starb seine Frau. 1924 wurde Zille auf Intervention von Max Liebermann Mitglied der Preußischen Akademie der Künste.

Im gleichen Jahr bekam Zille den Titel eines Professors verliehen. 1925 erschien sein Zyklus mit dem Titel "Komm, Karlineken, komm". 1928 anlässlich seines 70. Geburtstags fand im Märkischen Museum die Retrospektive mit dem Titel "Zilles Werdegang" statt.

Heinrich Zille starb am 9. August 1929 in Berlin-Charlottenburg.

Name:Heinrich Zille

Geboren am:10.01.1858

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

Geburtsort:Dresden (D).

Verstorben am:09.08.1929

Todesort:Berlin (D).

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