Biografie

Heinrich Campendonk

Der deutsche Maler und Holzschneider Heinrich Campendonk interpretierte vor allen Dingen die Tiermotive des Malers und Grafikers Franz Marc. Campendonks Darstellungen waren märchenhaft und dekorativ. Im Stil des Kubismus fand er eine anregende Quelle für die eigene Ausdruckssprache. Heinrich Campendonk war Vertreter der Gruppe "Rheinische Expressionisten". Ab 1911 wurde er Mitglied des "Blauen Reiters". Von 1926 bis 1933 war er Professor an der Düsseldorfer Akademie. 1935 wurde Campendonk Professor in Amsterdam...
Heinrich Campendonk wurde am 3. November 1889 in Krefeld geboren.

Campendonk begann seine Ausbildung an der Textilingenieursschule in Krefeld. Ab dem Jahr 1905 besuchte er die Krefelder Kunstgewerbeschule. Er war dort ein Schüler des niederländischen Malers Jan Thorn-Prikker, einem Vertreter des Symbolismus. Auf Vermittlung seines Lehrers beschäftigte sich Campendonk mit den Werken von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und der Symbolisten.

Im Jahr 1911 schloss er im gleichen Jahr gegründeten Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" an, der gleichfalls bedeutende Künstler wie Franz Marc, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, Paul Klee, August Macke oder Gabriele Münter angehörten. 1912 beteiligte sich Heinrich Campendonk an der Ausstellung der "Blauen Reiter". Einen großen Einfluss auf seine Malerei hatten die Repräsentanten des deutschen Expressionismus. Aber auch gegenüber dem Schaffen von Wassily Kandinsky zeigte sich Campendonk offen.

Die Tierdarstellungen von Franz Marc machten einen tiefen Eindruck auf den Künstler. Er interpretierte sie in märchenhaften und dekorativen Stil. Campendonk malte in dieser Periode in einem strengen, fast geometrischen Stil. Heinrich Campendonk war Vertreter der Künstlergruppe "Rheinische Expressionisten", die im Jahr 1913 in Düsseldorf ihre Werke ausstellte. 1926 folgte er einem Ruf als Professor an die Düsseldorfer Akademie. 1933 der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten musste er diese Position wieder aufgeben.

Heinrich Campendonk emigrierte nach Belgien. Dort wurde er an die Rijksakademie in Amsterdam berufen. Er wandte sich dem Futurismus und dem Kubismus zu. Auf der Suche nach einer eigenen Formsprache folgte er aber dem Expressionismus. Campendonk betätigte sich auch als Glasmaler. So schuf er beispielsweise drei Fenster im ornamentalen Stil für die Aula der Düsseldorfer Akademie., Kreuzigungsfenster für den Kreuzgang des Klosters Marienthal bei Wesel und fünf Fenster im Chor der Rundkirche Maria im Grün in Hamburg-Blankensee.

Seine Glasmalereien realisierte er auch in den Niederlanden, zum Teil als großformatige Arbeiten. Aber auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er in Deutschland als Glasmaler gefragt.

Heinrich Campendonk starb am 3. Mai 1957 in Amsterdam.

NameHeinrich Campendonk

Geboren am03.11.1889

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortKrefeld

Verstorben am03.05.1957

TodesortAmsterdam