Biografie

Harold Pinter

Der britische Literat und Schriftsteller gilt als einer der bedeutendsten und meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker. Er hatte sich seit Mitte der 1950er Jahre als anerkannter Dramatiker einen Namen gemacht. Daneben tat er sich weltweit durch ein intensives Engagement gegen Zensur, Gewalt und Krieg hervor. Harold Pinter zeigte in seinen Stücken das Leben moderner Menschen in Unsicherheit, Bedrohung sowie der Sinnlosigkeit. Des Weiteren tat sich der Nobelpreisträger für Literatur (2005) als Autor für Theater, Hörfunk, Fernsehen und Kinofilme hervor. Viele seiner frühen Werke wurden zum Absurden Theater gezählt...
Harold Pinter wurde am 10. Oktober 1930 in London geboren.

Nach der Schule studierte Pinter Literatur an der Royal Academy of Dramatic Art. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er ab 1950. Pinter begann seine berufliche Laufbahn als Schauspieler und Sprecher für die englische BBC. Ab Mitte der 1950er Jahre schrieb Pinter zahlreiche Dramen wie "Der Liebhaber", "Der Hausmeister", "Die Teegesellschaft" oder "Die Geburtstagsfeier", die ihm internationale Anerkennung brachten. Später folgten auch Drehbücher, politischen Essays und Erzählungen, wobei eigene Stücke zu Drehbüchern umgearbeitet wurden. Auch als Theaterregisseur trat Pinter in Erscheinung. Hierbei inszenierte er unter anderem Stücke von James Joyce, Tennessee Williams oder Simon Gray.

Große Beachtung fand seine Theater-Adaption von Prousts modernem Klassiker "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", die 2000 im Londoner National Theatre aufgeführt wurde. Als typisch für Pinters Inszenierungen galten bald die dramaturgischen Pausen, die als "Pinter Pause" berühmt wurden. Seit den 1980er Jahren setzte sich der Schriftsteller künstlerisch und politisch gegen Krieg und Unterdrückung sowie gegen Folter und gegen die Todesstrafe ein. Weiter galt sein Einsatz der Organisation "Amnesty International" und der internationalen Autorenvereinigung PEN. Pinter engagierte sich außerdem für politisch verfolgte Autoren in Israel, dem Iran und der Türkei. Dazu beteiligte er sich auch an Demonstrationen vor den betreffenden Botschaften.

Weiter protestierte er gegenüber den jeweiligen Regierungschefs gegen Zensur. Für sein literarisches und gesellschaftspolitisches Engagement wurde Pinter mehrfach ausgezeichnet. Das Land Hessen und das PEN-Zentrum Deutschland ehrten ihn 2001 mit der "Hermann-Kesten-Medaille". Zu Pinters letzten Arbeiten zählt "Krieg" aus dem Jahr 2003: Diese Veröffentlichung umfasst acht Gedichte und eine Rede. Anlässlich des Irak-Krieges sprach sich Pinter 2003/04 gegen den Militärschlag aus, wobei er den amerikanischen Präsidenten George W. Bush als "Massenmörder" und den britischen Premier Tony Blair als "Idioten" bezeichnete. 2005 wurde Pinter mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Pinter lebt mit seiner Frau, der Schriftstellerin Lady Antonia Fraser, in der englischen Hauptstadt.

NameHarold Pinter

Geboren am10.10.1930

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortLondon (GB).