Biografie

Hans Wall

Der deutsche Maschinenbautechniker zählt zu den profiliertesten Unternehmern der Werbewirtschaft. Als Vorsitzender des Vorstandes der Wall Aktiengesellschaft in Berlin hatte Hans Wall mit der Gestaltung beleuchteter Werbeflächen innerhalb von Stadtmöbeln maßgeblichen Einfluss auf das Städtebild zahlreicher Metropolen der Welt. Das selbstgegründete Unternehmen führte er dabei vom mittelbadischen Kleinbetrieb zum Global-Player der Werbeindustrie...
Hans Wall wurde am 17. März 1942 in Künzelsau, Baden-Württemberg geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Mittlerer Reife studierte Wall Maschinenbautechnik. Mit der Vision, den Städten kostenlos anspruchsvolle Stadtmöbel zu stellen, einschließlich Wartung und Reinigung, machte sich Hans Wall 1973 selbstständig. Die Finanzierung erfolgte durch die Vermarktung hinterleuchteter Plakatflächen. 1976 gründete Hans Wall in Ettlingen die Wall Verkehrswerbung GmbH, später die Wall Verkehrsanlagen GmbH. Darauf wurden im badischen Rastatt die ersten Wall-Haltestellen aufgestellt.

Die Idee setzte sich schnell durch und etabliere den Unternehmer im süddeutschen Werbemarkt. 1984 gewann er mit einem individuell auf Berlin zugeschnittenen Entwurf für Wartehallen eine Ausschreibung des Berliner Senats und verlegte sein Unternehmen nach Berlin. 1985 wurde Wall Gewinner der Ausschreibung für Stadtmöblierung mit hinterleuchteter Plakatwerbung in Düsseldorf. Ab 1988 erfolgte die internationale Ausrichtung des Unternehmens. Mit der Gründung der Wall Nederland mit Niederlassungen in Amsterdam, Arnhem und Zwolle, wuchs das Konzept europaweit.

Im Jahr 1992 folgte die Akquisition nach Moskau und St. Petersburg, und 1996 gewann Wall die Ausschreibung für Istanbul. 1993 gründete Hans Wall für den nordamerikanischen Markt die "Wall USA, Inc". Für die wachsende Produktion von Stadtmöbeln eröffnete Wall 1994 das modernste Produktionswerk für Stadtmöblierungsprodukte in Velten bei Berlin. 1998 gewann die US-Niederlassung die Stadtmöbel-Ausschreibung in St. Louis/USA. Im selben Jahr erhielt Hans Wall den "Kienbaum-Dienstleistungspreis" für zukunftsorientierte Dienstleistungen.

Im Jahr 1998 richtete Wall eine Repräsentanz in Ungarn ein. Daraus entstand bis 2001 die Tochtergesellschaft "Wall Magyarorszag". Im Januar des selben Jahres wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen "Wall Aktiengesellschaft" umgewandelt, an der Hans Wall als Vorsitzender des Vorstands die Aktienmehrheit hält. 1999 erhielt Hans Wall das Bundesverdienstkreuz, insbesondere für sein ehrenamtliches Engagement für Berlin. Im September erhielt die Wall AG den Zuschlag bei der Ausschreibung der nordamerikanischen Stadt Boston. Der Hauptsitz des Unternehmens zog 2002 in die Friedrichstraße nach Berlin-Mitte.

Der Unternehmer wurde 2004 von der Jüdischen Gemeinde von Berlin für sein Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz mit dem "Heinrich-Stahl-Preis" ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt Wall vom Wirtschaftspolitischen Club Deutschland den Förderpreis für "Soziale Marktwirtschaft". Die Wall Gruppe vermarktete 2005 rund 25.000 Plakatflächen bei über 100 Mio. Euro Umsatz und beschäftigt 543 Mitarbeiter.

Hans Wall ist in zweiter Ehe verheiratet. Einer der Söhne, Daniel Wall, trat in die Fußstapfen des Vaters und ist heute Vorstand für Marketing.

NameHans Wall

Geboren am17.03.1942

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortKünzelsau (D).