Biografie

Hans M. Bongers

Der Diplomkaufmann gilt als Pionier der kommerziellen deutschen Luftfahrt. Während der Weimarer Republik und unter dem Nationalsozialismus begleitete Hans Bongers in leitenden Positionen den Aufstieg der Deutschen Lufthansa AG. Im westlichen Nachkriegsdeutschland zeichnete er von 1954 bis 1965 für den Wiederaufbau des deutschen Flugunternehmens verantwortlich. Als Bongers 1965 aus dem Vorstand ausschied, war er für mehrere Jahre noch im Aufsichtsrat des Unternehmens vertreten...

Menschen und Marken
Pioniere der Luft- und Raumfahrt
Hans M. Bongers wurde am 5. Dezember 1898 in Itzehoe geboren.

Nach der Schule machte Bongers eine kaufmännische Ausbildung in Dessau. 1918 trat er als Angestellter in die Luftfahrtfirma Junkers in Dessau ein. Ein Jahr später begann er ein Studium zunächst an der Handelshochschule in München, das er dann an der dortigen Technischen Hochschule und Universität fortsetzte, um 1921 als Diplomkaufmann abzuschließen. Bongers wurde dann 1923 in die Unternehmensführung der neu gegründeten Junkers Luftverkehr AG berufen, die er bis 1925 leitete. 1926 fusionierte Junkers mit dem Deutschen Aero Lloyd zur Deutschen Lufthansa AG, für die Bongers nun tätig wurde.

Bei Ausbruch der Weltwirtschaftskrise wurde Bongers 1929 in das Direktorium der Lufthansa berufen. Außerdem übernahm er die Funktion des Verkehrsleiters. Im nationalsozialistischen Deutschland war Bongers weiterhin in führenden Positionen für die deutsche Luftfahrtgesellschaft tätig. Nach Kriegsende betätigte er sich zunächst als Wirtschaftsberater. Bongers setzte sich jedoch in der neu gegründeten Bundesrepublik bald für den Wiederaufbau der deutschen Luftfahrt ein. 1949 berief man ihn als Berater in das Bundesverkehrsministeriums.

Als 1953 die "AG für Luftverkehrsbedarf" gegründet wurde, erhob man Bongers zu deren Vorstandsmitglied. 1954 wurde er zum Direktor und Ersten Vorstandsmitglied der wiedergegründeten Deutschen Lufthansa AG berufen. So begleitete Bongers im Zeichen von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder den Aufstieg der westdeutschen Lufthansa zu einer der bedeutendsten Fluggesellschaften der Welt. Als Bongers 1965 aus dem Vorstand ausschied, war er für mehrere Jahre noch im Aufsichtsrat des Unternehmens vertreten. 1971 trat Bongers mit der Publikation "Es lag in der Luft" an die Öffentlichkeit.

Hans M. Bongers starb am 23. Juni 1981 in Bollendorf bei Bitburg.


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Pioniere der Luft- und Raumfahrt

NameHans M. Bongers

Geboren am05.12.1898

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortItzehoe (D).

Verstorben am23.06.1981

TodesortBollendorf bei Bitburg (D).