Biografie

Hannelore Elsner

Die Schauspielerin zählt zu den populärsten Figuren im deutschen Fernsehen, im Kino und auf der Bühne. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes ist einer der größten Publikumslieblinge. Für die Darstellung der "Lea Sommer" in der Serie "Die Kommissarin" wurde sie 1995 mit dem "Telestar" ausgezeichnet. Ihre größten Erfolge feierte Hannelore Elsner mit der Rückkehr auf die Kinoleinwand nach einer fünfzehnjährigen Pause. Die Rolle der Schriftstellerin "Hanna Flanders" in Oskar Roehlers Film "Die Unberührbare" brachte ihr 2000 den "Deutschen Filmpreis", den "Deutschen Kritikerpreis" und den "Bayerischen Filmpreis". Ein zweites Mal gewann sie den "Deutschen Filmpreis" 2003 mit "Mein letzter Film" von Oliver Hirschbiegel...
Hannelore Elsner wurde am 26. Juli 1942 im bayerischen Burghausen geboren.

Mit 17 Jahren hatte Hannelore Elsner ihr Filmdebüt als Partnerin von Freddy Quinn in "Freddy unter Sternen". Sie wurde eine vielbeschäftigte Nachwuchsschauspielerin und glänzte in erfolgreichen Filmen, wie in "Das Mädchen mit den schmalen Hüften", "Ein Alibi zerbricht", "Die Herren mit der weißen Weste" und "Der Stoff, aus dem die Träume sind". Mit 20 Jahren kam sie ans Theater und überzeugte auch dort das Publikum als vielfältige und facettenreiche Darstellerin. Sie spielte am Kurfürstendamm-Theater und am Hebbel Theater in Berlin sowie an den Münchner Kammerspielen. Dort zeigte sie ihr Können unter anderem in dem erfolgreichen Stück "Tango".

Auch weiterhin stand Hannelore Elsner vor der Kamera und spielte in preisgekrönten Filmen, so auch in "Die endlose Nacht", "Die Reise nach Wien", "Der grüne Vogel", "Marie Ward - Zwischen Galgen und Glorie" und "Kaminsky". Elsner war in der Zeit von 1964 bis 1966 mit ihrem Kollegen Gerd Vespermann verheiratet. Seit dem Jahr 1973 lebte sie an der Seite von Regisseur Alf Brustellin, der 1981 tödlich verunglückte. Als sie im Jahr 1972 in "Iwanow" mitspielte, erhielt sie für ihre schauspielerischen Leistungen die "Goldene Kamera". In den 1960er und Anfang der 1970er Jahre trat sie auch in belanglosen Unterhaltungsfilmen neben Peter Alexander auf.

In den 1980er und 1990er Jahren wirkte sie in zahlreichen Fernsehserien mit. Eine weitere große Auszeichnung bekam sie im Jahr 1991 bei den Filmfestspielen in Monte Carlo, als sie die "Silberne Nymphe" für "Elsa" in Empfang nehmen konnte. Elsner gab sich aber nicht mit Film- und Theaterauftritten zufrieden. Auch im Fernsehen machte sie eine gute Figur. Sie spielte in Serienerfolgen wie "Der Kommissar", "Das Kriminalmuseum" und in einigen "Tatort"-Episoden. Das Fernsehen wurde schließlich zum Hauptarbeitsgebiet für Elsner. 1993 heiratete den Theaterdramaturgen Uwe Carstensen. Ihr Sohn Dominik, der im Jahr 1981 zur Welt kam, stammt aus ihrer unehelichen Beziehung zu Dieter Wedel.

Im Jahr 1994 bekam sie die Hauptrolle der "Lea Sommer" in der Krimi-Serie "Die Kommissarin". Diese Rolle gilt als ihr bisher größter Erfolg im TV - sie bekam für ihre Darstellung den "Telestar" als "Beste Hauptdarstellerin" überreicht. Als Anerkennung für ihre vielseitigen Tätigkeiten und ihre Popularität wurde Hannelore Elsner im Jahr 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Für ihre Rolle in "Die Unberührbare" wurde Elsner im Jahr 2000 mit dem "Deutschen Filmpreis" geehrt; auf dem Chicago Filmfestival wurde sie außerdem als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet. Auch als Sprecherin und Lektorin war sie tätig, so für die CD-Version von "Fräulein Smillas Gespür für Schnee".

Eines ihrer weiteren Projekte ist das Drama "Mein letzter Film" von Oliver Hirschbiegel. Die Charakterstudie kam im Jahr 2002 in die deutschen Kinos. Ausgezeichnet wurde das Werk 2003 mit dem "Deutschen Filmpreis". 2004 kam mit "Zucker" erneut eine Leinwandproduktion in die deutschen Kinos. Die Komödie handelt von zwei jüdischen Familien, die für ein wunderbares Durcheinander sorgen. Neben "Hanni & Nanni" und " "Der letzte Patriarch" stand sie 2010 für fünf Produktionen vor der Kamera. 2011 erhielt sie den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises 2010.
1959: Immer die Mädchen
1959: Freddy unter fremden Sternen
1959: Alt Heidelberg
1960: Das Mädchen mit den schmalen Hüften
1961: Immer wenn es Nacht wird
1962: Funkstreife Isar 12 – Am hellichten Tag
1962: Stahlnetz – Spur 211
1962: Tante Jutta aus Kalkutta
1963: Die Nacht des Schreckens
1963: Allotria in Zell am See
1963: Ein Alibi zerbricht
1965: Die fünfte Kolonne – Blumen für Zimmer 19
1966: Die spanische Fliege
1967: Das Kriminalmuseum – Die Kiste
1967: Das Kriminalmuseum – Die Briefmarke
1967: Herrliche Zeiten im Spessart
1968: Das Kriminalmuseum – Das Goldstück
1968: Die Lümmel ... Zur Hölle mit den Paukern
1968: Die Lümmel ... Zum Teufel mit der Penne
1969: Das Rätsel von Piskov
1969: Die Lümmel ... Pepe, der Paukerschreck
1969: Die Herren mit der weißen Weste
1969: Der Bettenstudent oder: Was mach' ich mit den Mädchen?
1969: Der Kommissar – Das Ungeheuer
1969: Dem Täter auf der Spur – Das Fenster zum Garten
1971: Hurra, wir sind mal wieder Junggesellen!
1971: Willi wird das Kind schon schaukeln
1971: Dreht euch nicht um – der Golem geht rum
1971: Der Kommissar – Der Tote von Zimmer 17
1972: Der Stoff, aus dem die Träume sind
1972: Tatort – Strandgut
1973: Tod auf der Themse
1973: Die Reise nach Wien (2008 neu bearbeitet)
1973: Aus dem Leben eines Taugenichts (mit Dean Reed)
1974: Die schöne Marianne
1974: Die Teufelsschlucht der wilden Wölfe
1975: Berlinger
1977: Flucht
1980: Der grüne Vogel
1980: Weekend
1983: Tatort – Peggy hat Angst
1984: Mann ohne Gedächtnis
1985: Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie
1985: Morgengrauen
1986: Irgendwie und Sowieso
1987: Tatort – Tod im Elefantenhaus
1988: Pizza Express
1989: Tam Tam oder Wohin die Reise geht
1991: Der Tod kam als Freund
1993: Klippen des Todes
1994: Elfenbein
1994–2006: Die Kommissarin
1995: Das Mädchen Rosemarie
1998: Kai Rabe gegen die Vatikankiller
1998: Ich schenk dir meinen Mann
1998: Andrea und Marie
2000: Die Unberührbare
2001: Ende der Saison
2001: Suck my Dick
2001: Fahr zur Hölle, Schwester
2002: Mein letzter Film
2002: Rot und Blau
2003: Frau fährt, Mann schläft
2003: Claras Schatz
2005: Alles auf Zucker!
2005: Du hast gesagt, dass du mich liebst
2005: Rauchzeichen
2005: Die Spielerin
2006: Nicht alle waren Mörder
2006: Vivere
2007: Das Sichtbare und das Unsichtbare
2007: Mein Herz in Afrika
2007: Krieg und Frieden
2008: Kirschblüten – Hanami
2008: Mein Herz in Chile
2008: 1½ Ritter
2009: Tortuga – Die unglaubliche Reise der Meeresschildkröte
2009: Dornröschen
2009: Die Bremer Stadtmusikanten
2010: Zeiten ändern Dich
2010: Lüg weiter, Liebling
2010: Alles Liebe
2010: Hanni & Nanni
2010: Der letzte Patriarch

NameHannelore Elsner

Geboren am26.07.1942

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortBurghausen (D).