Biografie

Larry Ellison

Der US-amerikanische Unternehmer zählt zu den erfolgreichsten Computerpionieren von Silicon Valley. Mit seinem weltweit zweitgrößten Softwareunternehmen "Oracle" forderte der kalifornische Milliardär nicht nur die deutsche "SAP" heraus. Durch das von ihm entwickelte Rechnermodell des Network Computer (NC) hat Lawrence J. Ellison seit 1997 einen Konkurrenzkrieg gegen die mächtige "Microsoft" eröffnet, in dem er seinen größten Konkurrenten Bill Gates zu überrunden droht...

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Lawrence J. Ellison wurde 1944 in New York City, als uneheliches Kind von Florence Spellman, geboren.

Da die Mutter selbst noch Teenagerin war, kam Lawrence zu Verwandten russischer Herkunft in Adoption. Er wuchs mit Lillian und Louis Ellison in Chicago auf. Nach der High School schrieb sich Ellison an der University of Illinois ein, wo er in Naturwissenschaften glänzte. Infolge des Todes seiner Adoptivmutter, über den er nur schwer hinwegkam, brach Ellison das Studium ab. Ellison ging nach Kalifornien, wo er seine in der High Scholl entwickelten Computerkenntnisse wiederentdeckte. In San Francisco begann er, für eine Bank das Computersystem zu entwickeln.

Es folgten weitere Jobs als Programmierer in Silicon Valley. Ellison stieg 1967 beim kalifornischen Unternehmen "Amdahl Inc." ein, wo er bis 1971 tätig war. Im Anschluss daran war er bis 1977 Präsident der "Omex Corporation, Systems Div.". Hier entwickelte er u. a. für die CIA ein komplexes Datenbanksystem, das unter dem Geheimcode "Oracle" firmierte. Nach ihm benannte Ellison sein eigenes Unternehmen, die "Oracle Corporation", die er 1977 in Kalifornien mit Bob Miner gründete. Ellison stand "Oracle" zunächst als Präsident, seit 1978 auch als Chief Executive Officer vor. Die "Oracle" entwickelte Datenbanksysteme für die CIA und die US Air Force.

Das Softwareunternehmen spezialisierte sich auf die Entwicklung und das Angebot von Infrastrukturen und Anwendungssystemen für Geschäftskunden. Ellison baute den Umsatz von "Oracle" in den folgenden Jahren so weit aus, dass es der zweitgrößte Softwarehersteller der Welt wurde. Im Bereich von Software für Datenbanken wurde das Unternehmen Marktführer. Aufgrund seines Zielpublikums im Geschäftskundenbereich geriet Ellison schon frühzeitig in Konkurrenz zur marktbeherrschenden "SAP". Während die deutsche Softwarefirma auf die Entwicklung länderspezifischer Anwendungssysteme für Geschäftskunden setzt, versucht jedoch das kalifornische Unternehmen entsprechende global einsetzbare Software anzubieten und sich eine Marktführerschaft bei Internet-Anwendungen zu erobern.

Die Konkurrenzsituation zum Microsoft-Unternehmen von Bill Gates bewog Ellison außerdem zu einer strategischen Erweiterung seiner Produktpalette. Seit Mitte der 1990er Jahre engagierte er sich in der Entwicklung eines neuen Rechnersystems: Der Network Computer (NC) zielte gegenüber dem PC auf eine Vereinfachung in der Handhabung von Anwendungssoftware. 1996 gründete Ellison "Knowledge Universe", das Lernsoftware für Kinder und Familien herstellt. Das erste NC-Seriengerät, das 1997 herauskam, brachte jedoch "Oracle" nicht den gewünschten Geschäftserfolg. Auch scheiterte noch im selben Jahr eine von Ellison erwogene Übernahme des angeschlagenen "Apple"-Konzerns, nachdem sein bester Freund Steven Jobs zur Sanierung von Apple berufen worden war.

Immerhin beteiligte sich "Oracle" 1997 gemeinsam mit Microsoft an der Sanierung von "Apple Computer Inc.", in dessen Aufsichtsrat Ellison eintrat. Unter seinem Einfluss bereitete Apple ab 1998 die Entwicklung eines NC-Modells vor. Neben der Computertechnologie war Larry Ellison im Segelsport aktiv, wo er bereits mehrere Rennen bestand. Er fliegt außerdem seinen eigenen Kampfjet aus italienischer Produktion. Der leidenschaftliche Segler und Pilot gründete im Mai 2000 das Oracle-Racing-Team. Am 08. Juli 2002 kündigte Oracle die Zusammenarbeit mit BMW an. Das Team startete nun als Oracle-BMW Racing Team. 2002 gehörte "Oracle" mit einem Umsatz von 9,7 Milliarden Dollar und 42.000 Mitarbeitern zu den größten Softwarehäusern der Welt.

Im Jahr 2003 trat Ellison mit einem Aufsehen erregenden Übernahme-Angebot gegen den Konkurrenten "PeopleSoft" an die Öffentlichkeit, den er für 5,1 Milliarden Dollar aufkaufen wollte. Der finanzstarke Kapitalunternehmer setzt auf den Konzentrationsprozess, den er für die Branche in den nächsten Jahren zugunsten der ganz großen Unternehmen – zu denen selbstverständlich auch "Oracle" zählt – heraufziehen sieht. In der Zwischenzeit macht Ellison aus seinem wirtschaftlichen Erfolg keinen Hehl: Für eine dreistellige Millionensumme ließ er sich in Kalifornien einen privaten Landsitz nach dem historischen Vorbild eines japanischen Dorfes aus dem 16. Jahrhundert errichten.

Ellison rangierte 2004 unter den reichsten Menschen der Welt mit einem Vermögen von 18,7 Milliarden US-Dollar auf Platz 12. 2008 gab die amerikanische Zeitschrift Forbes das Ranking der reichsten Menschen der Welt heraus: Demnach rangierte Ellison mit 25 Milliarden auf Platz 14.


Bedeutende Vertreter der Informations- und Kommunikationsrevolution
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NameLarry Ellison

Geboren am01.01.1944

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortNew York (USA).