Biografie

Günther Beckstein

Der promovierte Jurist und CSU Politiker stellte von 2007 bis 2008 den Bayerischen Ministerpräsidenten und von 1993 bis 2007 den bayerischen Staatsminister des Innern unter Edmund Stoiber. Günther Beckstein engagiert sich seit 1973 in der CSU, für deren Bezirksverband Nürnberg-Fürth-Schwabach er von 1978 bis 1990 den stellvertretenden Vorsitzenden und seit 1991 den Vorsitzenden stellt. Als Leiter des Sicherheitsausschusses im Bayerischen Landtag (1978-1988) und als Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern (1988-1993), profilierte sich Günther Beckstein als versierter Sicherheitspolitiker...
Günther Beckstein wurde am 23. November 1943 in Hersbruck geboren.

Er besuchte Schulen in Nürnberg, wo er 1962 das Abitur ablegte. Im Anschluss absolvierte Beckstein ein Jura-Studium an den Universitäten Erlangen und München. Nach Studienabschluss eröffnete er 1971 eine Rechtsanwaltskanzlei, die er bis 1988 betrieb. Zwischendurch machte er 1975 seine juristische Promotion an der Universität Erlangen. Ab 1973 begann sich Beckstein in der CSU zu engagieren, für deren Junge Union er bis 1978 den Vorsitzenden des Bezirks Nürnberg-Fürth stellte. Zugleich wurde er 1974 erstmals in den Münchener Landtag gewählt, in dem er seither vertreten war.

Im Jahr 1978 rückte Beckstein zum stellvertretenden Vorsitzenden des CSU-Bezirksverbandes Nürnberg-Fürth-Schwabach auf. Im Bayerischen Landtag nahm er von 1978 bis 1988 die Leitung des Sicherheitsausschusses wahr. Außerdem war er 1988 mehrere Monate stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion. Zugleich wurde er 1980 zum Landesvorsitzenden des CSU-Arbeitskreises Polizei erhoben. Diese Funktion nahm er bis 1992 hauptamtlich, danach ehrenamtlich wahr. Solchermaßen für das Ressort Innere Sicherheit qualifiziert wurde Beckstein im Herbst 1988 als Staatssekretär in das bayerische Innenministerium berufen.

Im Jahr 1991 übernahm er den Vorsitz über den CSU-Bezirk Nürnberg-Fürth-Schwabach. Nachdem Edmund Stoiber im Juni 1993 zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten gewählt worden war, trat Beckstein als Innenminister in dessen Kabinett ein. In dieser Funktion profilierte sich Beckstein als Landespolitiker mit bundesweiter Ausstrahlung. Vor allem nach dem Antritt der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder im Jahr 1998 tat sich der Sicherheitspolitiker durch eine vehemente Oppositionspolitik in den Bereichen der Ausländerpolitik und der Inneren Sicherheit hervor.

Seine Vorstöße verschärften sich nach den Terroranschlägen gegen die USA vom 11. September 2001, unter deren Eindruck Becksteins Maßnahmen der Terrorbekämpfung zu immer deutlicheren Grundrechtsverletzungen eskalieren, die durch DNA-Analysen und die Erhebung biometrischer Persönlichkeitsdaten auf die Schaffung des gläsernen Menschen abzielen. Dabei stellte sich in der sicherheitspolitischen Tendenz zunehmend eine Annäherung zwischen dem bayerischen Innenminister und dem sozialdemokratischen Bundesinnenminister ein, da Otto Schily seine Sicherheits- und Ausländerpolitik ebenfalls deutlich verschärfte.

Zu Jahresbeginn 2001 wurde der bayerische Innenminister zusätzlich auch zum Stellvertreter des Ministerpräsidenten erhoben. Neben seiner politischen Tätigkeit engagierte sich Beckstein seit langen Jahren in der evangelischen Kirche. Bereits 1996 wurde er Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche in Bayern. Am 9. Oktober 2007 wurde Günther Beckstein mit 122 von 178 abgegebenen Stimmen vom Bayerischen Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Infolge des schwachen Abschneidens der CSU bei der bayerischen Landtagswahl 2008 erklärte er am 1. Oktober 2008, für die spätestens am 27. Oktober 2008 fällige Neuwahl des Ministerpräsidenten durch den Landtag nicht mehr zu kandidieren

Günther Beckstein ist seit 1973 verheiratet und Vater von drei Kindern. Mit seiner Frau Marga lebt er in Nürnberg-Langwasser.

NameGünther Beckstein

Geboren am23.11.1943

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortHersbruck (D).