Biografie

Gloria von Thurn und Taxis

Die geborene Gräfin heiratete 1980 in eines der ehemals bedeutendsten Reichsfürstengeschlechter des früheren Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation ein. Seither stand Gloria Fürstin von Thurn und Taxis im Rampenlicht der Öffentlichkeit, die ihr besonders in den Jahren 1990 bis 2001 als Managerin des Fürstenkonzerns große Aufmerksamkeit widmete. Besonders ihre Schwäche für extravagante Mode ließ sie immer wieder in die Schlagzeilen der Boulevardpresse geraten. 2006 gründete die gläubige Katholikin die Frauen-Congregation "Mariae Verkündigung"...
Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis, geborene Mariae Gloria Ferdinanda Gerda Charlotte Teutonia Franziska Magarethe Frederike Simone Johanna Joachima Josefine Wilhelmine Huberta Gräfin von Schönburg-Glauchau wurde am 23. Februar 1960 in Stuttgart geboren.

Ihr Vater, Joachim Graf von Schönburg-Glauchau, gehörte einem sächsischen, ihre Mutter, Beatrice Gräfin Széchenya von Sárvár und Felsövidek, einem ungarischen Adelsgeschlecht an. Am 31. Mai 1980 heiratete Gloria den Prinzen Johannes von Thurn und Taxis in Regensburg. Aus der Ehe mit Gloria gingen drei Kinder hervor: Maria Theresia (1980), Elisabeth (1982) und Albert (1983). Die neue Prinzessin von Thurn und Taxis nutzte die nun einsetzende Aufmerksamkeit der Medien für spektakuläre Auftritte in der Öffentlichkeit, die nicht immer als standesgemäß empfunden wurden. Besonders die Schwäche Glorias für extravagante Mode jenseits des Mainstreams ließ sie immer wieder in die Schlagzeilen der Boulevardpresse geraten.

Auch ihre Vorliebe für schwere Motorräder war mit der Etikette der Fürstengesellschaft nur schwer vereinbar. Nach dem Tod ihres Ehemannes im Dezember 1990 übernahm Gloria die Führung des Hauses. Bis zur Volljährigkeit des Erbprinzen Albert II. (geb. 24. Juni 1983) stand die Fürstin somit einem Milliardenkonzern mit mehr als 50 Unternehmen, mehreren Tausend Beschäftigten und beachtlichem Landbesitz im In- und Ausland vor. In dieser Funktion trug Gloria in den 1990er Jahren wesentlich zur Konsolidierung und Entschuldung des Hauses Thurn und Taxis bei. Aufsehen erregte die kompromisslose Art, mit der sich die Fürstin von einigen Managern des Konzerns trennte. Vehemente innere Auseinandersetzungen bei Thurn und Taxis riefen ihre Pläne hervor, sich von einem Teil der Besitzungen und Schätze der Familie durch Veräußerung zu trennen. Unter weltweiter Aufmerksamkeit erzielte Gloria 1992/93 bei der Versteigerung des Familienbesitzes mehrmals zweistellige Millionengewinne.

Gegen Ende 1996 verkaufte die Fürstin außerdem die traditionsreiche Regensburger Brauerei Thurn und Taxis an die Münchener Paulaner. Ergebnis der Besitzveräußerungen war eine Schenkung im Wert von 45 Millionen DM an den Bayerischen Staat, mit der die Fürstin aufgelaufene Steuerschulden durch ihre Erbschaft tilgen konnte. Nachdem Sohn Albert im Juni 2001 die Volljährigkeit erreicht hatte, führt der Erbprinz die Geschäfte des Hauses Thurn und Taxis mit. Im Mai 2004 präsentierte sie in ihrer Residenz Schloss St. Emmeram in Regensburg ihre Autobiografie mit dem Titel "Gloria - Die Fürstin". Das 400-Seiten-Werk berichtet über ihre Kindheit, ihr Leben mit dem Fürsten sowie über ihre wirtschaftlichen Aktivitäten des nach dem Tod des Fürsten in Schieflage geratenen Thurn-und-Taxis-Imperiums.

Die gläubige Katholikin gründete im August 2006 die Frauen-Congregation "Mariae Verkündigung" und ließ somit einen fast in Vergessenheit geratenen katholischen Orden wieder auferstehen.

NameGloria von Thurn und Taxis

Geboren am23.02.1960

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortStuttgart-Degerloch (D).