Biografie

Garri Kasparow

Der in Baku geborene Sportler gilt als der beste Schachspieler aller Zeiten. Schon mit 16 Jahren wurde das Ausnahmetalent zum Großmeister erhoben, mit 22 ging er nach einem Aufsehen erregenden Titelkampf im Jahr 1985 als jüngster Schachweltmeister in die Geschichte ein, um diesen Titel bis 2000 zu verteidigen. Seit seinem Rückzug aus dem professionellen Schachwettkampf widmet sich Garri Kasparow seit Frühjahr 2005 der Politik. Er bezieht Opposition gegen die Politik des Kremls und zählt heute zu den lautstärksten Kritikern des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er gründete unter anderem das oppositionelle Bündnis "Das andere Russland"...
Garri Kasparow wurde am 13. April 1963 im aserbaidschanischen Baku als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren.

Sein eigentlicher Name ist Garik Kimovich Weinstein. Der Vater, Kim Moissejewitsch Weinstein, war Russe und gehörte der jüdischen Glaubensrichtung an. Seine Mutter, Klara Schagenowna Kasparjan, stammt aus Bergkarabach, einer armenisch besiedelten Enklave in Aserbaidschan, und war Musiklehrerin. Noch vor seiner Einschulung erlernte Kasparow zunächst von seinem Vater das Schachspiel. Bereits in seinem fünften Lebensjahr beteiligte er sich erfolgreich an ersten Turnieren. Ab dem siebten Lebensjahr erhielt Garik Weinstein im Palast der Jungpioniere in Baku regelmäßig Schachunterricht.

Nach dem frühen Tod des Vaters nahm er auf Wunsch der Mutter den Namen Kasparow, die russifizierte Variante von Kasparjan, an. Mit zehn Jahren kam er zum dreimaligen Schach-Weltmeister Michail Botwinnik in dessen Schachschule. In den Jahren 1977 und 1978 wurde Kasparow sowjetischer Juniorenmeister und 1979 internationaler Schach-Großmeister. Mit 15 Jahren übernahm Garri in der Schachschule sogar eine Art Assistentenfunktion. 1980 wurde dem damals 17-jährigen Kasparow der Titel eines Großmeisters (GM) verliehen. Weiter gewann er 1980 die Junioren-Weltmeisterschaft in Dortmund.

Im Jahr 1984 forderte Kasparow den Schachweltmeister Anatoli Karpow heraus und unterlag. In einer zweiten Begegnung gelang Kasparow jedoch 1985 der Sieg über Karpow, wodurch er mit nur 22 Jahren der jüngste Weltmeister in der Geschichte des Schachs wurde. In den folgenden Jahren entspann sich ein Zweikampf zwischen Kasparow und Karpow. Zuletzt gelang es Kasparow 1990 seinen Weltmeistertitel erfolgreich gegen Karpow zu verteidigen. 1993 gründete Garri Kasparow, nach einer Auseinandersetzung mit dem Schach-Verband "FIDE", als höchste Liga des Sports die "Professional Chess Association" (PCA), zu deren Weltmeister er 1995 aufstieg.

Internationales Aufsehen erregte er, als er 1996 gegen den als unbesiegbar geltenden Schach-Computer "Deep Blue" von IBM gewann. In einer zweiten Partie unterlag er 1997 gegen "Deep Blue". Kasparow wurde der Weltmeistertitel erstmals 2000 durch den Herausforderer Vladimir Kramnik streitig gemacht. Ein weiterer "Mensch-Maschine"-Wettkampf gegen das IBM-Programm "Deep Junior" im Jahr 2003 endete 3:3 unentschieden. Im November 2004 gewann er nochmals die russische Landesmeisterschaft. Darauf kündigte der Schach-Champion Mitte März 2005 seinen Rückzug aus dem professionellen Wettkampf an.

Zugleich gab Kasparow bekannt, sich in der nahen Zukunft in der russischen Innenpolitik engagieren zu wollen. Er rief zum Kampf gegen Wladimir Putin auf. Garri Kasparow kritisiert deutlich den russischen Staatspräsidenten. Er warnt vor einer drohenden politischen Katastrophe, die dem System bevorsteht. Er gründete als Hoffnungsträger und Champion der demokratischen Bewegung Russlands unter anderem das oppositionelle Bündnis "Das andere Russland", welches zu den russischen Parlaments- und Präsidentenwahlen 2007/08 antreten sollte.

Im Oktober 2007 wurde seinem Bündnis der Antritt zu den Duma-Wahlen verweigert, da es sich um keine Partei handele.

NameGarik Kimovich Weinstein

AliasGarri Kasparow

Geboren am13.04.1963

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBaku (Aserbaidschan)