Biografie

Caligula

NameGaius Caesar Augustus Germanicus

AliasCaligula

Geboren am31.08.0012

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortAntinum

Verstorben am24.01.0041

TodesortRom

Caligula

Der römische Kaiser gilt als historischer Prototyp des vom Wahnsinn befallenen Herrschers. Nach geschichtlichen Aufzeichnungen soll er ein inzestuöses Verhältnis mit seinen Schwestern gehabt haben. Als seine Verrücktheit bzw. geistige Umnachtung wurde ihm angelastet, die römische Hauptstadt nach Alexandria, der Machtzentrale Ägyptens, verlegt haben zu wollen. Der römische Souverän galt als grausam, der das Volk nach dem Motto „Brot und Spiele“ regierte, aber Senat und Aristokratie auch unmissverständlich seinen alleinigen Herrschaftsanspruch vorlebte. Der autokratische Herrscher Caligula starb 29-Jähriger nach nur vier Jahren Machtherrschaft durch ein Attentat der Prätorianer, der kaiserlichen Elite-Garde...
Caligula wurde am 31. August 12 in Antinum als Gaius Caesar Augustus Germanicus und Sohn des Oberbefehlshabers Germanicus geboren.

Als Urenkel von Kaiser Augustus gehörte Caligula zur Herrscherdynastie und somit zum Anwärter auf den römischen Kaiserthron. Er wuchs unter Soldaten in einem Legionslager am Rhein auf, wo sein Vater römische Truppen gegen die Germanier anführte. Den Namen "Caligula", der erst nach seinen Lebzeiten geläufig wurde, geht darauf zurück, dass Soldaten dem Zweijährigen eine komplette Ausrüstung anfertigten, inclusive der genagelten Soldatenstiefel "caligae", die in der Verkleinerungsform "caligula" (Stiefelchen) heißen. Als der 19-Jährige seinen Vater verlor, wurde seine Mutter Vipsania Agrippina (die Ältere) von Kaiser Tiberius verbannt, da er von ihr Umsturzversuche befürchtete. Caligula durfte wegen seiner eingeschätzten Harmlosigkeit in Rom verweilen. Er kam mit dem Tod Tiberus` im Jahr 37 nach Christus 25-jährig an die Macht.

Caligula führte das von Augustus eingeführte Herrschaftssystem zu Anfang weiter, doch Verschwörungen ließen ihn umschwenken. Er kehrte zu den alten Herrschaftsstrukturen zurück, die den Kaiser zum autokratischen Herrscher machten. Er wandte sich damit gegen die Herrschaftsform des Prinzipats ("erster Bürger"), der zuvor neu geschaffenen Staatsform von Kaiser Augustus. Dieser stellte mit der Kombination aus monarchischen und republikanischen Elementen lediglich dem Namen nach die Herrschaftsform der Republik mit den Machtbefugnisse von Senat und Volk wieder her. Tatsächlich machte sich Augustus aufgrund von auctoritas (persönlicher Einfluss) und mores maiorum (Ehrfurcht vor den überlieferten Traditionen) sowie durch zahlreiche Amtsgewalten zum alleinigen Herrscher.

Diese Herrschaftsform, das Kaisertum, baute Caligula offen aus, indem er unter anderem den Senat in seinen Machtbefugnissen stark einschränkte. Für seinen aufwändigen Lebensstil bat er Adelige und reiche Familien durch eigens neu erlassene Gesetze zur Kasse. Zu seinen Ausgaben zählten gleichfalls zahlreiche Bauprojekte wie zum Beispiel der Hafenausbau von Rhegium, der Wiederaufbau des Palastes des Polykrates in Samos oder Bau und Renovierungen von Äquadukten und Bädern. Einen Namen als Diktator und Gewaltherrscher machte sich Caligula unter anderem durch Hinrichtungen von Senatoren und Adeligen. Seine oft unverständlichen Handlungen wurden ihm als Wahnsinn und geistige Umnachtung bescheinigt. So hat er seinem Lieblingspferd einen eigenen Palast mit wertvoller Einrichtung gebaut, das er zugleich zum Konsul machen wollte.

Eine neue Sicht auf Caligulas Biografie (u.a. von Aloys Winterling) sieht keinen Wahnsinn in dieser Art von Humor, sondern eine bewusst konfrontative Verspottung adeliger Lebensführung. In einem anderen Licht werden ebenso andere historische Mythen betrachtet, wie zum Beispiel Caligulas Wahrnehmung der eigenen Person als Gott. Demnach war die antike Stellung des Kaisers als Gott in östlichen Herrschaftsgebieten die Regel gewesen und für Caligula war sie dem Senat gegenüber eine Herausstellung seiner Person als autokratischer Herrscher. Wie Winterling in seinem Werk "Caligula" belegt wurden die Mythen erst von späteren Biographen, selbst Angehörige des Senatorenstandes, niedergeschrieben, nicht aber von zeitgenössischen Dokumentaristen wie Philo von Alexandria, die den Alleinherrscher auch nicht zugetan waren, - und eben keinerlei Anzeichen von Wahnsinn erkannten.

Caligula führte die Belagerung Germaniens fort – aber ohne Erfolg. Im Jahr 37 nach Christus verhalf er Herodes Agrippa I. zur Herrschaft von Judäa und damit zur Erweiterung seines eigenen Einflussgebiets. Drei Jahre später besetzte er Mauretanien, dessen Herrscher Ptolemaios er zuvor ermorden ließ.

Caligula starb am 24. Januar 41 n. Chr. als 29-Jähriger nach nur vier Jahren Machtherrschaft durch ein Attentat der Prätorianer, der kaiserlichen Elite-Garde.

NameGaius Caesar Augustus Germanicus

AliasCaligula

Geboren am31.08.0012

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortAntinum

Verstorben am24.01.0041

TodesortRom

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