Biografie

Fritz Walter

Der deutsche Fußballer avancierte als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft (1940-1958), nach dem Sieg der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 gegen Ungarn in Bern (3:2), zum ersten Fußball-Idol der jungen Bundesrepublik. Aufgebaut und entdeckt von Sepp Herberger wurde Fritz Walter als langjähriger Vereinsspieler des FC Kaiserslautern sein talentiertester Schüler. Für den DFB bestritt Walter 61 Länderspiele, in denen er 33 Tore erzielte, ehe er zum Ehrenspielführer der Nationalmannschaft bestellt wurde. Zu seinen weiteren Titeln gehören u.a. die zweifacher deutsche Meisterschaft (1951 und 1953). Seine herausragenden Spielerqualitäten waren der technische und taktische Fußball sowie die intelligente Spielführung. Fritz Walter hielt seinem Fußballverein 1. FC Kaiserslautern lebenslange Treue...
Fritz Walter wurde am 31. Oktober 1920 als ältester von fünf Söhnen eines Gastwirtes in Kaiserslautern geboren.

Der Vater von Fritz Walter führte die Gaststätte des Fußballvereins 1. FC Kaiserslautern, dem der Sohn lang die Treue hielt. Als Achtjähriger im Jahr 1929 wurde Fritz Walter Mitglied in der Schülermannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Bankkaufmann. Ab dem Jahr 1938 spielte er für den Verein in der Oberliga Südwest als Stürmer. Im Jahr darauf gehörte er zur deutschen Nationalmannschaft, unter Trainer Sepp Herberger. 1940 absolvierte Walter sein erstes Spiel im Trikot der National-Elf und machte dabei drei Tore.

In der Zeit von 1942 bis 1945 leistete er seinen Wehrdienst ab. Er geriet in russische Gefangenschaft. Am Ende des Jahres 1945 wurde er entlassen und kehrte nach Deutschland zurück. 1948 bestritt er mit den Kaiserslauterern das erste Endspiel der Nachkriegszeit. Walter und sein Team trafen in dieser Begegnung auf den 1. FC Nürnberg, der das Match mit 1:2 Treffern für sich entscheiden konnte. 1951 erzielte Fritz Walter und sein Klub den ersten großen nationalen Erfolg. Sie gewannen die Deutsche Meisterschaft. Im Endspiel gegen Preußen Münster konnten sie mit 2:1 dominieren.

Diesen Erfolg wiederholten sie zwei Jahre später, im Jahr 1953. Im Finale mussten sie gegen den VfB Stuttgart antreten und entschieden es mit 4 : 1 für sich. 1951 gab Walter sein Comeback in der National-Elf. In diesem Jahr schoss er nach dem Neuanfang sein erstes Tor gegen die Schweizer. 1953 wurde Fritz Walter mit einer Bilanz von 38 Treffern Torjägerkönig der Oberliga Südwest. 1954 nahm er als Kapitän der Nationalmannschaft an der Fußball-Weltmeisterschaft in Bern teil. In einem packenden Finalspiel schlug Walters Elf die als Favoriten geltenden am 4. Juli 1954 Ungarn mit 3:2 Toren. Deutschland gehörte im Fußball zur Weltspitze.

Die Euphorie der Deutschen wurde aber nicht nur als Freude über den sportlichen Sieg und Titel gedeutet, sondern auch als ein Heraufkommen eines neuen Nationalismus. 1958, bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Schweden, kickte Fritz Walter das letzte Mal im Trikot der Deutschen. Auf diesem internationalen Turnier scheiterte das Team im Halbfinale am Gastgeber Schweden mit 1:3. Mit 37 Jahren nahm Fritz Walter seinen Abschied von der National-Elf. Zu seiner sportlichen Bilanz gehören unter anderem 61 Länderspiele, davon 30 Begegnungen als Kapitän und insgesamt 33 Tore.

Längst gehörte Fritz Walter zu den bekanntesten Fußballspielern in Deutschland und auch im Ausland. Vielen Nachwuchsspielern und auch der Jugend galt er als großes sportliches Vorbild. Im Jahr darauf, 1959, beendete er auch seine aktive Karriere beim 1. FC. Kaiserslautern. Zur nationalen Fußballbilanz von Fritz Walter zählen unter anderem die Vizemeisterschaften in den Jahren 1948, 1954 und 1955. In 379 Spielen im Trikot des 1.FC Kaiserslautern schoss Walter insgesamt 306 Tore. Beruflich stieg er in die Werbung ein und arbeitete für ein bekanntes Sportwarenunternehmen. In den Jahren von 1976 bis 1997 repräsentierte er die Sepp-Herberger-Stiftung.

Im Jahr 1985 erhielt das "Betzenberg"-Stadion des 1. FC Kaiserslautern den Namen Fritz-Walter-Stadion, zu Ehren des Namensträgers für sein konsequentes Engagement und seine Verdienste um den Klub. Fritz Walter betätigte sich auch als Sportautor. So wurde von ihm im Jahr 1958 der Titel "3:2" veröffentlicht. Es folgten weitere Bücher, wie zum Beispiel "Spiele, die ich nie vergesse" von 1955, "So war es" von 1958, "11 rote Jäger" von 1959 oder "Der Chef. Sepp Herberger" von 1964.

Walter war ein vielfach geehrter Sportler. Zu seinen Preisen und Auszeichnungen zählen unter anderem die Goldene Verdienstmedaille, mit der ihn die FIFA ehrte. Im gleichen Jahr wurde er zum ersten Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft ernannt. Weiter wurde ihm das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Fritz Walter starb am 17. Juni 2002 in Enkenbach-Alsenborn.

Zum Gedenken an Fritz Walter trug die deutsche Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale 2002 gegen die USA Trauerflor.

NameFritz Walter

Geboren am31.10.1920

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortKaiserslautern (D).

Verstorben am17.06.2002

TodesortKaiserslautern (D).