Biografie

Friedrich Weinbrenner

NameFriedrich Weinbrenner

Geboren am24.11.1766

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortKarlsruhe (D).

Verstorben am01.03.1826

TodesortKarlsruhe (D).

Friedrich Weinbrenner

Der Architekt gehörte zu Deutschlands großen Planern, der sich vor allem als Baumeister seiner Heimatstadt Karlsruhe einen Namen machte. Als Baudirektor und damit als oberster Planer Badens hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Architektur und Planung der Stadt und der Herrschaftsgebiete. Auch heute noch dominieren Friedrich Weinbrenners Bauwerke den Marktplatz der drittgrößten Kommune Baden-Württembergs. Erfolgreich war seine Stadtplanung in einer Epoche, in der die Planungsansprüche durch Gebietszunahme wuchsen. Seine Bauten, darunter zahlreiche Monumentalgebäude, sprechen die Sprache des klassizistischen Baustils, dessen großer Vertreter er unter anderem neben Karl Friedrich Schinkel in Deutschland war...
Friedrich Weinbrenner wurde am 24. November 1766 als Sohn eines Zimmermanns in Karlsruhe geboren.

Im Handwerksbetrieb seines Vaters wurde er zum Zimmermann ausgebildet. Doch schon früh spürte der junge Weinbrenner, dass seine Fähigkeiten in der Planung und Architektur lagen. Darüber hinaus drängte es ihn, das Stadtbild seiner Heimatstadt und der Region zu prägen. Er absolvierte das Gymnasium. Danach verdingte er sich als künftiger Baumeister für einige Zeit in der Schweiz. Dann begannen für ihn wechselvolle Lehr- und Wanderjahre. Sie führten ihn unter anderem nach Wien, Dresden und Berlin. Im Jahr 1792 kam er dann nach Rom. Dort widmete er sich intensiv der klassischen Baukunst, indem er Bauten und Entwürfe vor Ort studierte. Im Jahr 1797 hatten sich seine Bemühungen und Studien gelohnt. Friedrich Weinbrenner bekam den Posten des Bauinspektors im fürstlichen Bauamt.

Drei Jahre später wurde er der Nachfolger von Wilhelm Jeremias Müller und Baudirektor. In dieser Funktion war er Badens wichtigster Baubeamter und zugleich Stadtplaner, Architekt und Lehrer an einer Bauschule in einem. Im Jahr seiner Amtseinführung 1801 fand zugleich der Frieden von Lunéville statt, der zwischen Österreich und Frankreich geschlossen wurde und den Zweiten Koalitionskrieg beendete. Dieser hatte auch Einfluss auf das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, denn damit waren Gebietsaufteilungen und –reformen verbunden. Rechtsrheinische Gebiete wurden Baden zugeschlagen, das sich damit vergrößerte und zum Kurfürstentum wurde. Im Jahr 1806, dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, wurde es Großherzogtum, das der Großherzog von Baden, Karl Friedrich von Baden (1728 bis 1811) regierte.

Das auf das fast Zehnfache angewachsene Gebiet stellte an den obersten Bauplaner Friedrich Weinbrenner in Stadtplanung und Bauwesen gestiegene Ansprüche. Dieser Aufgabe stellte er sich mit Erfolg. So entstand beispielsweise im Jahr 1804 das "Museum Paläotechnikum". Ein dreigliedriger Bau am Baden-Badener Marktplatz im Stile des Klassizimus, in dem im Mittelteil ein Museum untergebracht ist. Der Entwurf sah einen Trinkraum für Thermalwasser im linken Seitenraum vor und im rechten Seitenteil die neu gefasste Ursprungsquelle des Thermalwassers. Zu Weinbrenners weiteren Planungen in Baden-Baden, die heute noch erhalten sind, zählen unter anderem der Badische Hof (1807-1809), das Palais Hamilton (1808), die Boutiquen in den Kolonnaden (1818), der Internationale Club (1818-1820) oder das Kurhaus (1821-1824).

Weinbrenners Verdienst vor allem in der Stadtbildprägung Karlsruhes basiert auf dem Ausbau der Barockanlagen der Stadt, der wiederum in dem Generalbauplan 1797 festgelegt wurde. So geht mit der Nord-Süd-Mittelachse "Via Triumphalis" einer der bemerkenswertesten Anlagenbauten Europas im klassizistischen Stil auf ihn zurück. Viele Pläne Weinbrenners blieben in der Schublade und kamen nicht zur Umsetzung, so unter anderem die Erweiterung der Gartenstadt für den badischen Herrschersitz. Er übte seine Ämter bis ins hohe Alter aus.

Friedrich Weinbrenner starb am 1. März 1826 in Karlsruhe.

NameFriedrich Weinbrenner

Geboren am24.11.1766

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortKarlsruhe (D).

Verstorben am01.03.1826

TodesortKarlsruhe (D).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html