Biografie

Frida Kahlo

Die mexikanische Malerin zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen einer volkstümlichen Entfaltung des Surrealismus, wobei ihr Werk bisweilen Elemente der Neuen Sachlichkeit zeigte. Diese Kombination mit autobiografischem Bezug stellt ihr Werk weit über die Naive Kunst. Frida Kahlo avancierte im Gegensatz zum damals geltenden gesellschaftlichen Frauenbild zur starken Persönlichkeit ihres Geschlechtes. Sie machte sich nicht nur einen Namen als Malerin sondern auch als emanzipierte Frau, die sich trotz ihres lebenslangen gesundheitlichen Leidens für Frieden und Freiheit politisch stark machte. Indes wurden ihre körperlichen Schmerzen sowie ihre Kinderseligkeit zum Hauptthema ihrer zahlreichen Arbeiten...
Frida Kahlo wurde am 7. Juli 1907 als Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón in einem Vorort von Coyoacán (heute Mexiko City) geboren.

Ihr Vater, Carl Wilhelm Kahlo, entstammte einer bürgerlichen Familie jüdischen Glaubens aus Pforzheim. 1890 wanderte der Vater nach Veracruz aus, ehe er sich als Fotograf in Coyoacán niederließ. Hier heiratete er in zweiter Ehe die Mexikanerin Matilde Calderón y Gonzalez; Fridas Mutter. Im Alter von sechs Jahren erkrankte Frida Kahlo an Kinderlähmung. Sie behielt nach langem Krankenlager ein dünneres und etwas kürzeres rechtes Bein zurück. Am 17. September 1925 erlitt sie schwerste Verletzungen bei einem Unfall zwischen einem Autobus und einer Straßenbahn. Dabei drang ein Eisenteil in ihr Becken bis in die Rückengegend. Ihre Verletzungen zwangen ihr ein monatelanges Krankenbett auf. Während dieser Zeit kam sie aus Langweile auf das Malen, dass sie Zeit ihres Lebens ausübte. Im September 1926, mit neunzehn Jahren, malte sie ihr erstes Selbstporträt, das "Selbstbildnis mit Samtkleid".

Im Jahr 1928 gab der mexikanische Maler Diego Rivera ein begeistertes Urteil über ihre Werke ab. Die Beiden wurden ein Paar und heirateten ein Jahr später am 21. August. Damit fanden unterschiedliche Menschen zueinander, denn Diego Rivera war nicht nur doppelt so alt, sondern auch von raumgreifendem Körperumfang. Er setzte mit seinem unberechenbaren Verhalten und seinen Geschichten auf Schockwirkung. Die Ehetreue nahm er auf die leichte Schulter, von seinen Eskapaden berichtete die Presse. Frida Kahlo dagegen war eine junge, zierliche Frau, die sich dennoch nicht entmutigen ließ. Trotz aller Drohungen nahm sie sich die gleichen Rechte heraus. So näherte sie sich dem russischen Revolutionär Trotzki an, der in der Zeit von 1937 bis 1939 bei dem Paar zwei Jahre Exildasein verbrachte.

Im Jahr 1938 stellte Frida Kahlo erstmals ihre Bilder in einer New Yorker Galerie aus. Im Jahr darauf wurden ihre Werke in Paris gezeigt. 1939 wurde ihre kinderlose Ehe mit Rivero geschieden. An der Internationalen Ausstellung der Surrealisten in Mexiko 1940 waren ihre Gemälde abermals zu sehen. Das Selbstportrait, das im Jahr 1940 entstand, spiegelte in der unruhigen Farbgebung ihre emotionale Lage zu ihrer privaten Situation wider. Im selben Jahr ging sie ein zweites Mal die Ehe mit Rivera ein. Drei Jahre darauf lehrte sie an einer Kunstschule. Ab dem Jahr 1944 musste sie sich insgesamt acht Wirbelsäulen-Operationen unterziehen. Unter anderem erhielt sie ein Stahlkorsett, und ihr wurde ein Stück Beckenknochen zur Verschraubung eines gebrochenen Lendenwirbels eingesetzt.

Im Jahr 1946 wurde Frida Kahlo mit dem mexikanischen Nationalpreis für Malerei ausgezeichnet; prämiert wurde ihr Werk mit dem Titel "Moses". Zwei Jahre darauf wurde sie erneut Mitglied in der Kommunistischen Partei Mexikos. Insgesamt sieben Operationen an der Wirbelsäule im Jahr 1950 zwangen sie zu neun Monaten Klinikaufenthalt. Während dieser Zeit malte sie nicht nur weiter, sondern unterrichtete auch ihre Schüler und blieb auch politisch aktiv. In ihrem Engagement sah sie ihren Beitrag für Freiheit und Frieden. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus konnte sich die Malerin nur noch im Rollstuhl fortbewegen. Sie nahm ständig Schmerzmittel ein. Ihre Arbeit setzte sie weiterhin fort. 1952 wurde Frida Kahlo für die mexikanische Friedensbewegung aktiv. Ein Jahr später hatte sie in Mexiko-Stadt ihre erste Einzelausstellung.

Im selben Jahr, 1953, musste sie sich der Amputation ihres rechten Unterschenkels unterziehen. In dieser Zeit unternahm sie einen ersten Selbstmordversuch. 1954 litt sie an einer Lungenentzündung. Ihre politische Aktivität war weiterhin ungebrochen. Am 2. Juli 1954 war sie auf einer Demonstration gegen den Sturz des Präsidenten von Guatemala, der von der CIA organisiert war, präsent.

Frida Kahlo starb am 13. Juli 1954 in ihrem Haus in Mexiko.

NameFrida Kahlo

Geboren am07.06.1907

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortMexico City

Verstorben am13.07.1954

TodesortMexico City