Biografie

Frank Koch

Der deutsche Humanmediziner gehört auf dem Gebiet der Augenheilkunde zu den führenden Kapazitäten der Bundesrepublik. Neben einer ausgedehnten Lehrtätigkeit widmete sich Professor Dr. Koch 1996 dem Aufbau einer Abteilung mit dem Schwerpunkt Netzhaut- und Glaskörperchirurgie an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt am Main, deren Leiter in der Funktion eines C3 Professors auf Lebenszeit er seither stellt. Zu seinen Operationsschwerpunkten zählen u.a. verschiedene Möglichkeiten der Netzhautkoagulationstherapie, die beidhändig praktizierte mikroskopische Glaskörperchirurgie, die endoskopische Augenchirurgie, die kombinierte Katarakt- und Glaskörperchirurgie und die komplexe Pharmakochirurgie der Netzhaut (Medikamententräger, Medikamenteninjektion, Kombinationstherapien)...

Das WsW-Honboard der Medizin
Frank Koch wurde am 27. Oktober 1959 geboren.

Nach dem Abschluss der Schule mit Abitur begann er im Jahr 1978 das Studium der Humanmedizin am Universitäts-Klinikum Essen. Die Dissertation erarbeitete Prof. Koch 1985 über das Thema "Auswirkungen einer Dauerlichtbestrahlung auf die Gefäße der Netzhaut und den subretinalen Raum: tierexperimentelle, morphologische Befunde" an der Universitäts-Augenklinik Bonn und schloss diese mit "Summa cum laude" ab. Er wurde zudem für seine herausragende Dissertation ausgezeichnet.

Bereits während seiner Studienzeit von 1979 bis 1984 nahm er lehrtätige Aufgaben am Institut für Anatomie des Universitätsklinikums Essen war, zunächst als Wissenschaftliche Hilfskraft in den Kursen der makro-/mikroskopischen Anatomie. Im Anschluss nahm er von 1984 bis 1989 die Lehrtätigkeit an der Universitäts-Augenklinik Bonn wahr, wo Prof. Koch Studentenpraktika leitete, u.a. mit dem Ziel der Erarbeitung verschiedener Augenuntersuchungsmethoden. Seit 2002 ist er federführend in den Aufbau einer Simulationsaufbildungseinheit involviert, die dazu beitragen soll, das Operieren in menschlichen Augen sicherer und zuverlässiger zu erlernen.

Die Facharztanerkennung für Augenheilkunde wurde ihm 1988 zuteil. Im selben Jahr übernahm Prof. Koch die Leitung der Netzhautabteilung der Universitäts-Augenklinik Bonn in der Position eines Oberarztes und, bei Abwesenheit, die Funktion des Klinikdirektors. Zudem nahm er weiter seine Lehrtätigkeit wahr und gab von 1989 bis 1996 Hauptvorlesungen zur Augenheilkunde und den Gebieten Anatomie des Auges, Lasertherapie, Erkrankungen der Makula, Lichteinwirkung auf das Auge und diabetische Retinopathie.

Im Jahr 1996 wechselte Prof. Koch an die Universitäts-Augenklinik Frankfurt am Main und widmete sich dort dem Aufbau einer Abteilung mit dem Schwerpunkt Netzhaut- und Glaskörperchirurgie (konservative und chirurgische Netzhaut- und Glaskörperchirurgie sowie Kataraktchirurgie). Seither gilt auch sein Forschungsschwerpunkt dem Aufbau einer Drittmittel- und Forschungsförderungsfinanzierten Arbeitsgruppe zur grundlagenorientierten Erforschung von Regulationsmechanismen neovaskulärer Erkrankungen des hinteren Augenabschnitts und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Auch seine Lehrtätigkeit verlagerte Prof. Koch 1996 an die Universitäts-Augenklinik Frankfurt a.M., wo er Hauptvorlesungen über Augenheilkunde und die Fachthemen "Spezifische und unspezifische intraokulare Entzündungen des Auges", "Implantation von Medikamententrägern zur Behandlung der Uveitis", "Diabetische Retinopathie", "Laserkoagulation" sowie "Diagnostik und Behandlung der altersabhängigen Makulopathie" hält.

Prof. Koch hat insgesamt 92 Originalpublikationen veröffentlicht, darunter die Titel "The Retinal Irradiance and Spectral Properties of the Multiport Illumination System for Vitreous Surgery" (1993), "Light and electron microscopic study of the healing of pars plana incisions in the rhesus monkey" (1994) und "Pigment epithelium endoscopic laser surgery for treatment of choroidal neovascularization" (2004). Zudem wurde Prof. Koch für seine Leistungen mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, wie dem Leonhard Klein Preis (1991), dem Vitreous Society Honor Award for Outstanding service to the Society's scientific and educational programs (1996) und dem Vitreous Society Senior Honor Award (2003).

Prof. Dr. med. Frank Koch ist Leiter der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt am Main in der Funktion eines C3-Professors auf Lebenszeit. Seine Operationsschwerpunkte liegen im Bereich der Katarakte (Phakoemulsifikation, nahtlose Techniken, faltbare Linsen), Glaskörper-Eingriffe, Endoskop-Chirurgie des Glaskörperraums und des Subretinalraums sowie in der Ablatio retinae.

Prof. Koch hat sich maßgeblich für den Brüderschlag zwischen deutscher und europäischer Augenheilkunde sowie der Ophthalmologie in den USA eingesetzt, indem er 2001 zum Mitbegründer der European VitreoRetinal Society avancierte, der er bis zum Jahr 2004 als Präsident vorstand. In jährlichen Abständen werden die wissenschaftlichen und klinischen Fortschritte außerdem in einem 1998 ins Leben gerufenen internationalen Symposium in den Universitäts-Augenkliniken in Frankfurt und Marburg diskutiert (VitreoRetinal Symposium, VRS - Frankfurt - Marburg).

Privat ist Prof. Koch verheiratet und lebt in Frankfurt a.M.


Das WsW-Honboard der Medizin
Augenklinik der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Theodor-Stern-Kai 7
Haus 7
60590 Frankfurt a.M

Tel: +49.(0)69.6301 5649
Fax: +49.(0)69.6301 5621
eMail: FKoch7@compuserve.com

Link zum: Vitreoretinal Symposium


Link zur: European VitreoRetinal Society


Link zur: Homepage Prof. Dr. Frank Koch

NameFrank Koch

Geboren am27.10.1959

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11