Biografie

Filippo Bruno

NameFilippo Bruno

Geboren am01.01.1548

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortNola, nahe Neapel (I).

Verstorben am17.02.1600

TodesortRom (I).

Filippo Bruno

Der süditalienische Philosoph ließ sich durch die Lehre von Nikolaus Kopernikus zu seiner lebendigen Naturreligion inspirieren, die ihn frühzeitig in Konflikt zu den kirchlichen Autoritäten brachte. Als tragisches Opfer der Inquisition illustriert sein Fall auf beeindruckende Weise die Folgen eines von katholischer Kirche und Papsttum in der frühen Neuzeit exzessiv vertretenen Dogmatismus. Auch anlässlich des Heiligen Jahres von 2000 hat Giordano Bruno im Stadtbild Roms seine ungebrochene Bedeutung als sperrige Figur der Kirchengeschichte bewiesen, auf die seine Statue auf dem römischen Campo de’ Fiori einen dunklen Schatten wirft...
Filippo Bruno wurde zu Beginn des Jahres 1548 in Nola, im Hinterland von Neapel (Italien), als Sohn des Soldaten Giovanni Bruno und von Flaulisa Savolino geboren.

Im Jahr 1562 begab er sich zur Aufnahme intensiver philosophischer Studien nach Neapel. Dort trat er 1565 in das Dominikanerkloster von San Domenico Maggiore ein. Ab nun nahm er den Namen Giordano an. Seine philosophischen Überlegungen brachten ihn schon frühzeitig auf Distanz zu fundamentalen Dogmen der katholischen Kirche. Seine Äußerungen gegen den Heiligen- und Marienkult lösten Untersuchungen der Kirchenbehörden wegen Ketzereiverdachts gegen ihn aus, denen er sich 1576 durch Flucht zunächst nach Rom entzog. Dort trat er aus dem Mönchsorden aus und reiste nach Noli und Savona (Ligurien), dann nach Turin, Venedig und Padua weiter.

Im Jahr 1579 führte ihn seine Odyssee nach Genf, wo er kurzzeitig zum Kalvinismus übertrat. Schließlich hielt er sich in Lyon, Toulouse und Paris auf. Nachdem er 1582 in Paris zwei Komödien veröffentlicht hatte, publizierte er 1584/85 in England italienische Dialogschriften. Über Paris siedelte er 1586 ins deutsche Wittenberg über, wo er eine zweite, erfolglose Annäherung an den Protestantismus vollzog. Es folgten Aufenthalte in Prag, Helmstedt und 1590/91 in Frankfurt. In Anlehnung an das kopernikanische Weltbild entwickelte Giordano Bruno eine kosmologische Unendlichkeitslehre, die als wahre Naturreligion gelten kann.

Seine Polemik gegen Christentum und Religion motivierte sich aus deren Distanz zur Natur, deren lebendigen Erscheinungsweisen ihm als originärer Ausdruck und Ort Gottes galten. Im Jahr 1592 begab sich Bruno auf Einladung eines venezianischen Adeligen als Lehrer in die Stadtrepublik an der Adria. Kurz darauf fiel er dort den Intrigen seines Gastgebers zum Opfer, der ihn beim Heiligen Uffizium, also dem Inquisitionsgericht in Rom, als Religionsfeind denunzierte. Giordano Bruno wurde von Venedig nach Rom ausgeliefert und dort im Januar 1593 in der Engelsburg inhaftiert. Da er sich weigerte, seine Schriften als Ketzerei zu widerrufen, saß er dort bis zu seiner Hinrichtung ein.

Am 17. Februar 1600 starb Giordano Bruno auf einem Scheiterhaufen mitten in Rom, den man zum Auftakt des Heiligen Jahres entzündet hatte.

Wegen seiner beeindruckten Standfestigkeit gegenüber der Kirchenautorität war Giordano Bruno in der Folge eine märtyrerhafte Verklärung beschieden. Im Zuge der nationalen Einigung Italiens ließ die liberale Staatsführung nach der Einnahme Roms auf dem Schauplatz der Hinrichtung 1887 eine Statue Brunos errichten. Bis heute blickt Giordano Bruno vom römischen Campo de’ Fiori anklagend in Richtung des Vatikan, um an die Exzesse des katholischen Dogmatismus zu erinnern.

NameFilippo Bruno

Geboren am01.01.1548

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortNola, nahe Neapel (I).

Verstorben am17.02.1600

TodesortRom (I).

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