Biografie

Eva Mattes

Die deutsche Schauspielerin widmete sich seit ihrer Kindheit dem Schauspiel und Film. Sie erwarb mit ihrer Interpretation der "Mane" in Herzogs "Woyzeck"-Verfilmung internationale Anerkennung und eine Auszeichnung in Cannes. In der Folge wurde ihre schauspielerische Leistung in zahlreichen weiteren Filmen mehrfach mit dem deutschen Filmpreis gewürdigt. Seit Eva Mattes 2002 die Rolle der Konstanzer Tatort-Kommissarin "Klara Blum" übernahm, ist sie auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Mattes wurde auch als Sprecherin in vielen Hörspielen und Hörbüchern tätig. Seit 2006 trat sie auch als Chanson-Sängerin auf...
Eva Mattes wurde am 14. Dezember 1954 am oberbayerischen Tegernsee als Tochter des Dirigenten Willy Mattes und der Schauspielerin Margit Symo geboren.

Das erste Mal schlüpfte Mattes im Alter von zehn Jahren in die Rolle eines anderen Menschen; ihr Debüt trug den Titel "Dr. med. Hiob Prätonus". Neben ihrer Schulausbildung wirkte sie als Synchronsprecherin an bekannten Kinderserien wie beispielsweise "Lassie" und "Pippi Langstrumpf" mit. Noch bevor sie 1972 ans Schauspielhaus in Hamburg kam, spielte Mattes in Verhoevens Antikriegsfilm "o.k." und in dem Heimat-Melodram "Mathias Kneißl". Es folgten weitere Erfolge mit den Fassbinder-Filmen "Die bitteren Tränen der Petra Kant" und "Wildwechsel".

Für alle vier Filme wurde sie mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Mattes sah man in der Folge in den Thrillern "Supermarkt" von Roland Klick aus dem Jahr 1973 und dem Film "Die Hinrichtung" von Denis Héroux. In Werner Herzogs "Stroszek" (1976) übernahm sie die Rolle der Lebensgefährtin des Außenseiters "Bruno S". Wiederum unter der Regie von Herzog glänzte die Schauspielerin neben Klaus Kinski als "Mane" in der Büchner-Verfilmung "Woyzeck" aus dem Jahre 1979. Für diese Rolle, ein Meilenstein ihrer Karriere, wurde Mattes in Cannes ausgezeichnet.

Noch im gleichen Jahr übernahm sie die Hauptrolle in dem Drama "Deutschland, bleiche Mutter". Mattes Rolle beschrieb das Schicksal einer jungen Frau, welche während der Nazi-Herrschaft heiratete und sich dann im Krieg alleine durchschlagen musste. Der nächste Höhepunkt in ihrer Karriere stellte die Rolle der aufopferungsvollen Haushälterin des sterbenden Schriftstellers "Marcel Proust" in dem Psychogramm "Céleste" von 1981 dar. Zwei Jahre später setzte Eva Mattes mit ihrer Hauptrolle in der Künstlerstudie "Ein Mann wie Eva" dem kurz zuvor verstorbenen Rainer Werner Fassbinder ein Denkmal.

In dem Frauenfilm "Auf immer und ewig" konnte man Mattes in der Person einer todkranken Mutter sehen, welche die Beziehung zu ihrem Mann, von dem sie seit neun Jahren getrennt ist, noch einmal aufleben lässt. 1988 überzeugte Mattes in "Herbstmilch", ein Jahr später spielte sie in "Elektro-Lähmung - Ein Film gegen die Ohnmacht" eine Aktivistin die gegen die Strom-Mafia kämpft. "Schlafes Bruder" zeigte sie 1995 in der Rolle der "Nulfin", die Mutter der Hauptfigur "Elias". Kurz darauf entstand der TV-Film "Der Schrei nach Liebe" mit Jürgen Prochnow unter der Regie von Matti Geschonnek.

Im Jahr 1998 war Mattes in der deutschen Beziehungskomödie "Widows" mit Heino Ferch, Katja Flint und Uwe Ochsenknecht als Filmpartner weniger erfolgreich. Dagegen brachte ihre Mitwirkung an Didi Danquarts Heimatdrama "Viehjud Levi" wieder einen Erfolg. Im Jahr darauf folgte mit "Mein Liebster Feind" eine Hommage an Klaus Kinski. Zudem war Mattes Synchronsprecherin bei dem Film "Tarzan". In den Jahren 2000 und 2001 wirkte Mattes in "Duell - Enemy at the Gates", dem TV-Film "Himmlische Helden", der Doku "Otomo", dem Road-Movie "Salamander" und der Kinokomödie "Das Sams" sowie in "Suck my Dick" mit.

Im Jahr 2004 folgten die Produktionen "Die Dreigroschenoper" und "Warum läuft Herr V. Amok?". Mattes wurde auch als Sprecherin in vielen Hörspielen und Hörbüchern tätig. Seit 2006 trat sie auch als Chanson-Sängerin auf. 2010 stand sie für "Der Polizistinnenmörder" und "Bluthochzeit" vor der Kamera.
Filmographie(Auswahl):

1964 - Dr. med. Hiob Prätorius

1970 - o.k.

1971 - Mathias Kneißl

1972 - Die bitteren Tränen von Petra Kant

1972 - TV: Wildwechsel

1973 - Supermarkt

1976 - Die Hinrichtung

1977 - Stroszek

1978 - Woyzeck

1979 - Deutschland bleiche Mutter

1981 - Celeste

1983 - Ein Mann wie Eva

1986 - Auf immer und ewig

1988 - Herbstmilch

1989 - Elektro-Lähmung

1992 - Das Sommeralbum

1994 - Das Versprechen

1995 - Schlafes Bruder

1996 - Der Schrei nach Liebe

1998 - Widows

1998 - Viehjud Levi

1999 - Mein liebster Feind

1999 - Tarzan (Stimme)

2000 - Duell - Enemy at the Gates

2000 - Himmlische Helden

2000 - Otomo (Dokumentation)

2000 - Salamander

2001 - Das Sams

2001 - Suck my Dick

2001 - Goebbels und Geduldig

2001 - Suck My Dick

2002 - Tatort: 1.000 Tode

2003 - Die Farbe der Seele

2003 - Sams in Gefahr

2004 - Die Dreigroschenoper

2004 - "Warum läuft Herr V. Amok?

NameEva Mattes

Geboren am14.12.1954

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortTegernsee (D).