Biografie

Ernst Wilhelm Nay

NameErnst Wilhelm Nay

Geboren am11.07.1902

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am08.04.1968

TodesortKöln (D).

Ernst Wilhelm Nay

Der deutsche Maler gilt als Vermittler zwischen der abstrakten Malkunst der Vorkriegszeit und den Malern der Nachkriegszeit in Deutschland. Bekannt wurde Ernst Wilhelm Nay mit seinen "Scheibenbildern" der 1950er und 1960er Jahre mit denen er zu einem der bedeutendsten Vertreter der lyrischen Abstraktion wurde. Künstlerisch debütierte er im Stil des deutschen Expressionismus und Kubismus. Nay entwickelte dann seine Malerei zu einer flächigen Abstraktion mit einer rhythmischen Farbgestaltung, bei der die Farbe gestaltende Kraft besitzt...
Ernst Wilhelm Nay wurde am 11. Juli 1902 in Berlin geboren.

Nay absolvierte zunächst eine Lehre als Buchbinder. In der Bildenden Kunst war er ein Autodidakt. Schon früh malte er Landschaften und Portraits wie zum Beispiel der Titel "Franz Reuter" (1925). Sein Talent wurde von dem Maler Karl Hofer entdeckt. Nay wurde in den Jahren von 1925 bis 1928 an der Berliner Akademie sein Schüler. In dieser Zeit malte er im Stil der realistischen Naturwiedergabe. Ab dem Jahr 1928 hielt er sich mehrere Male in Paris auf. Zu seinem anfänglich figurativen Stil fand er Vorbilder  bei den deutschen Expressionisten wie zum Beispiel bei den beiden Malern und Grafikern Ernst Ludwig Kirchner und Emil Nolde.

In der Raumkonzeption seiner Bilder ließ er sich vom Werk des spanischen Malers José Victoriano González Pérez, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Juan Gris, anregen. Es entstanden Figurenbilder, mit dem zentralen Thema des Menschen in der kosmischen Natur, in eigenständiger Form. Schon im Jahr 1931 erhielt er den Staatspreis der Preußischen Akademie, der mit einen einjährigen Aufenthalt in der Villa Massima in Rom verbunden war. Anfang der dreißiger Jahre löste er sich von seinem bisherigen Stil und fertigte Tierbilder, die er als Kleinformat im magisch-surrealen Malduktus gestaltete.

Vom Surrealismus ausgehend entwickelte sich der Künstler immer mehr zur abstrakten Stilaussage. 1937 stuften ihn die Nationalsozialisten als "entarteten Künstler" ein. Mehrere seiner Bilder wurden beschlagnahmt, und er wurde mit einem Ausstellungsverbot belegt. In dieser Zeit hielt er sich oft in Norwegen auf. In den Jahren 1937 und 1938 lud ihn der norwegische Maler und Grafiker Edvard Munch auf die Lofoten ein. Dort schuf er Landschaftsbilder in einem formal vereinfachten Stil, die aber durch die rhythmische Farbgebung über das Abbildhafte hinausweisen. Während des Zweiten Weltkrieges war er als Kartenleser tätig.

In ähnlicher Weise entstanden Landschafts- und Figurenbilder von der Ostsee. Eines seiner zentralen Werke aus dieser Zeit trägt den Titel "Ausfahrt der Fischer", das im Jahr 1936 entstand. Heute hängt es in der Niedersächsischen Staatsgalerie in Hannover. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges befasste sich Ernst Wilhelm Nay mit dichterischen, legendenhaften, biblischen und mythologischen Motiven. Seine Einzelfiguren und Liebespaare realisierte er in dieser Zeit mit einer intensiven Farbgebung. Als gestalterisches Element gewann die Farbe in den Bilder dieser Zeit einen immer höheren Stellenwert.

In den Fünfzigern begann Nay in der gegenstandslosen Malerei mit der gleichen ausgeprägten Auswahl an Kolorierung. Es entstanden flächig-abstraktive Bilder wie "Mit blauer Dominante" (1951) oder "Akkord in Rot und Blau" (1958), wobei bereits die Titel auf die Farbbilder verweisen. 1951 siedelte er als freier Maler nach Köln über. Sein praktisches Kunstwerk wird begleitet von der kunsttheoretischen Schrift "Vom Gestaltwert der Farbe: Fläche, Zahl, Rhythmus", die im Jahr 1955 publiziert wurde. 1956 wurde er mit dem Großen Kunstpreis für Malerei des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt. 1960 erhielt Ernst Wilhelm Nay den Guggenheim-Preis der deutschen Sektion.

Im Jahr 1964 zeichnete ihn Berlin mit dem Kunstpreis der Stadt aus. Ab dem Jahr 1965 wurden Nays Bilder in der Farbe greller. Sie erinnerten in ihrer ornamental-flächigen Komposition an die Werke von Henri Matisse.

Ernst Wilhelm Nay starb am 8. April 1968 in Köln.

NameErnst Wilhelm Nay

Geboren am11.07.1902

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am08.04.1968

TodesortKöln (D).

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