Biografie

Ernst Reuter

NameErnst Reuter

Geboren am29.07.1889

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortApenrade

Verstorben am29.09.1953

TodesortBerlin

Ernst Reuter

Der SPD Politiker war Volkskommissar (Minister) in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen (1918), Oberbürgermeister von Magdeburg (1932/33) und emigrierte nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 mit seiner Familie nach Ankara. Nach dem Zweiten Weltkrieg und nach über 10 Jahren im Exil wurde Ernst Reuter von 1951 bis 1953 erster Regierender Bürgermeister von West-Berlin. Zur legendären Person der deutschen Geschichte wurde er durch seine unbeugsame Haltung während der "Berliner Blockade" durch die Sowjetunion ("Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt")...
Ernst Lars Reuter wurde am 29. Juli 1889 in Apenrade, Schleswig, geboren.

Der Sozialdemokrat Ernst Reuter war seit 1912 Mitglied der SPD. Er schloss sich 1918 als Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg in Russland den "Bolschewiki" an und arbeitete als Volkskommissar in der Wolgadeutschen Republik. Reuter wechselte 1922 zur später von den Nationalsozialisten in Hitler-Deutschland verbotenen KPD. Hier baute er die Berliner KPD-Organisation auf und wurde von 1921 bis 1922 deren Generalsekretär. Ab 1922 war Reuter wieder Mitglied der SPD und zog in den Berliner Magistrat ein. Von 1926 bis 1931 wurde er im Stadtrat Berlin zum Verkehrsdezernent der Stadt berufen. Im Februar 1928 wurde aus der Ehe mit Hanna Reuter, geborene Kleinert, der gemeinsame Sohn Edzard geboren. 1933 erfolgte die Wahl Reuters zum Oberbürgermeister von Magdeburg.

Dabei war er von 1932 bis 1933 auch Mitglied des Berliner Reichstags. 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler eines national-konservativen Kabinetts. Am 24. März 1933 erfolgte das Ermächtigungsgesetz von allen Parteien, außer der SPD und der bereits verbotenen KPD. Nun galt Ernst Reuter unter der NSDAP-Herrschaft als politischer Gegner. Im selben Jahr reiste er über Großbritannien ins Exil nach Ankara, Türkei. Von 1935 bis 1939 war Reuter an der Universität von Ankara Professor für Kommunalwissenschaften sowie Berater der türkischen Regierung. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er wieder nach Deutschland zurück und wurde im Jahr 1946 erneut zum Stadtrat im nun besetzten Berlin gewählt. 1947 erfolgte Ernst Reuters Wahl zum ersten Oberbürgermeister von West-Berlin.

Sein Amtsantritt wurde jedoch durch die sowjetische Militäradministration verhindert. Am 9. September 1948 sprach Ernst Reuter vor 300.000 Berlinern auf dem Platz der Republik vor dem Reichstags-Gebäude: "Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft ...". (Berlin Rede - Völker der Welt). Seine Worte waren der Protest gegen die "Blockade Berlins". Zu dieser Zeit war Willy Brandt bereits ein enger Mitarbeiter und Berater Reuters. Von 1948 bis 1951 stellte Reuter den Oberbürgermeister der drei westlichen Sektoren, Berlin. Nach der faktischen Teilung der Stadt und erneuten Wahlen, wurde Ernst Reuter 1951 zum ersten Regierenden Bürgermeister West-Berlins gewählt.

Ernst Lars Reuter begleitete dieses Amt bis zu seinem Tod am 29. September 1953 in Berlin.

NameErnst Reuter

Geboren am29.07.1889

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortApenrade

Verstorben am29.09.1953

TodesortBerlin

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