Biografie

Erich Ludendorff

NameErich Ludendorff

Geboren am09.04.1865

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortPosen

Verstorben am20.12.1937

TodesortTutzingen

Erich Ludendorff

Der deutsche Offizier agierte im Ersten Weltkrieg als Generalquartiermeister in der 3. Oberste Heeresleitung unter Paul Hindenburg. Er vertrat konsequent den Siegfrieden. Erich Ludendorff erreichte im Jahr 1916 die Stabilisierung der Fronten und zwei Jahre später nach dem Angriff im Osten erzwungenermaßen den Diktatfrieden. Er schob die Verantwortung für die Niederlage der Deutschen im Ersten Weltkrieg den Parteien zu. Ludendorff zählte zu den Mitbegründern der Dolchstoßlegende. Als ausgesprochener Gegner der Weimarer Republik unterstützte er Adolf Hitler und Wolfgang Kapp in ihren jeweiligen Putschversuchen. Ludendorff vertrat eine sozialdarwinistisch-rassistische Ideologie und prägte den Begriff vom "totalen Krieg"...
Erich Friedrich Wilhelm Ludendorff wurde am 9. April 1865 als Sohn des Gutsbesitzers Wilhelm Ludendorff in Kruszewnia in der Provinz Posen geboren.

In der Zeit von 1877 bis 1882 machte Erich Ludendorff eine Ausbildung im Kadettenkorps Plön und an der Hauptkadettenschule in Groß-Lichterfelde bei Berlin. Im Anschluss daran begann seine Laufbahn als Generalstabsoffizier. 1908 vermählte er sich mit der Tochter eines Unternehmers namens Margarete Schmidt. Vier Jahre später wurde er nach Düsseldorf versetzt und übernahm den Posten eines Regimentskommandeurs. 1914 wurde er Brigadekommandeur in Straßburg. Kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs und drei Tage nach dem Einmarsch der Deutschen in Belgien besetzte Ludendorff am 6. August 1914 die Zitadelle in Lüttich.

Dafür wurde er mit dem Kriegsorden Pour le Mérite geehrt. Im gleichen Jahr wurde er zum Chef des Generalstabs der 8. Armee befördert. Er arbeitete unter General Paul von Hindenburg. Im gleichen Jahr im August 1914 schlug die deutsche Armee unter Oberbefehl von Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff die 2. Russische Armee in der Schlacht bei Tannenberg. Im September 1914 gelang den beiden Oberbefehlshabern der 8. Armee ein Sieg über die 1. Russische Armee an den Masurischen Seen. Seit dem 1. November 1914 befehligten Hindenburg und Ludendorff als Oberkommandeure alle deutschen Truppen an der Ostfront.

Am 29. August 1916 wurde Erich von Falkenhayn nach der Kriegserklärung Rumäniens von Kaiser Wilhelm II. als Chef des Generalstabs entlassen. Für ihn übernahmen ab sofort Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff als erste Generalquartiermeister die Oberste Heeresleitung (OHL). Ludendorff beabsichtige die "absolute Kriegsführung", indem er nicht nur den uneingeschränkten U-Boot-Krieg forderte, sondern auch eine umfassende wirtschaftliche Mobilisierung. Am 13. Juli 1917 wurde Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg entlassen, dies geschah vor allen Dingen auf Betreiben von Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff.

Bei den Friedensverhandlungen von Bukarest und Brest-Litowsk in den Jahren 1917 und 1918 trat Ludendorff vehement für eine Osterweiterung ein. Im Frühjahr 1918 scheiterte die militärische Offensive der Deutschen. Daraufhin setzte sich die Oberste Heeresleitung mit Erich Ludendorff für unmittelbare Verhandlungen zum Waffenstillstand ein sowie für eine parlamentarische Regierung. Dies kam dem Eingeständnis einer Niederlage auf militärischer Ebene gleich. Die Schuld daran wollte Ludendorff besonders den Parteien zuschieben, die die Mehrheit im Reichstag hatten.

Er machte sich durch dieses Verhalten zum Mitbegründer der Dolchstoßlegende, nach der durch Aussagen von Paul von Hindenburg vor dem Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung die Verantwortung für die militärische Niederlage von der Obersten Heeresleitung auf die politische Seite geschoben wurde. Er sprach von systematischer Zersetzung und davon, dass das deutsche Militär "von hinten erdolcht" worden sei. Gegenüber Kaiser Wilhelm II. gaben aber sowohl Hindenburg als auch Ludendorff am 14. August 1918 die militärische Übermacht des Gegners zu.

Im gleichen Jahr wurde Ludendorff aus dem Militärdienst entlassen. Er floh vor der Novemberrevolution nach Schweden. Dort arbeitete er an seiner Autobiographie mit dem Titel "Meine Kriegserinnerungen", worin er seine Anschuldigungen der Niederlagen gegenüber den politischen Parteien aufrechterhielt. 1919 kehrte er nach Deutschland zurück und hielt sich in Berlin auf. Er näherte sich der "Nationalen Vereinigung" an, zu der auch Wolfgang Kapp gehörte und den er im Kapp-Lüttwitz-Putsch im März 1920 unterstützte. Vor dem Untersuchungsausschuss der Nationalversammlung sprach sich Ludendorff öffentlich gegen die Weimarer Republik aus.

In den Jahren zwischen 1920 und 1924 gab es politische Verbindungen zu Adolf Hitler, den er in seinem Putschversuch ebenfalls unterstützte. 1921 erschien sein militärhistorisches Werk mit dem Titel "Kriegführung und Politik". Darin propagierte er seine sozialdarwinistisch-rassistische Idee vom Krieg als Naturgesetz. 1924 wurde Erich Ludendorff wegen der Beteiligung am Hitler-Putsch angeklagt und freigesprochen. In der Zeit von 1924 bis 1928 war er als Vertreter der Nationalsozialistischen Freiheitspartei Abgeordneter im Reichstag. 1925 bewarb er sich um den Posten des Reichspräsidenten.

Als er nur eine geringe Stimmenanzahl von 1,1 Prozent auf sich vereinigen konnte, trat er im zweiten Wahlgang nicht mehr an. Im gleichen Jahr gründete er den "Tannenbergbund", der sich als eine Art deutsch-germanische Religionsgemeinschaft entwickelte. 1928 trat er aus der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei (NSDAP) aus. Zwei Jahre später gründete er den religiösen Verein "Deutschvolk". 1933 wurden "Tannenbergbund" und "Deutschvolk" verboten, aber im Jahr 1937 unter der Bezeichnung "Bund für Deutsche Gotteserkenntnis" wieder zugelassen.

Erich Ludendorff starb am 20. Dezember 1937 in Tutzing.

NameErich Ludendorff

Geboren am09.04.1865

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortPosen

Verstorben am20.12.1937

TodesortTutzingen

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