Biografie

Erich Kästner

NameErich Kästner

Geboren am23.02.1899

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortDresden (D).

Verstorben am29.07.1974

TodesortMünchen (D).

Erich Kästner

Der deutsche Schriftsteller, Drehbuchautor und Kabarettist wurde den breiten Kreisen der Bevölkerung vor allem wegen seiner humorvollen, scharfsinnigen Kinderbücher und seiner humoristischen bis zeitkritischen Gedichte bekannt. Darüber hinaus wurde Erich Kästner mit einigen Werken seiner satirischen Gebrauchslyrik, die von alltäglichen Problemen erzählten und die pazifistische Haltung des Dichter offenbarten, ein Bergriff. In seinem Romanwerk nahm er sich unter anderem dem Verfall der zeitgenössischen Gesellschaft an. In seinen Beiträge nach dem Krieg mahnte er gegen das Vergessen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Emil und die Detektive" (1929), "Pünktchen und Anton" (1931), "Das fliegende Klassenzimmer" (1933) und "Das doppelte Lottchen" (1949)...
Erich Kästner wurde als Sohn des Sattlermeisters Emil Richard Kästner und seiner Frau Ida am 23. Februar 1899 in Dresden geboren.

Ab dem Jahr 1906 besuchte Erich Kästner die Volksschule in Dresden. Danach, ab 1913, war er Schüler im Freiherr von Fletscher'schen Lehrer-Seminar in Dresden. Ab 1917 war er Soldat im Ersten Weltkrieg und zog sich dort ein Herzleiden zu. Im Jahr darauf nahm er am Abschlusskurs des Lehrerseminars teil und hospitierte 1919 am König-Georg-Gymnasium. In der dortigen Schülerzeitung publizierte er erste lyrische Werke. 1919 absolvierte er das Abitur. Im gleichen Jahr begann er an den Universitäten Leipzig, Rostock und Berlin die Fächer Germanistik, Philosophie, Geschichte und Theatergeschichte zu studieren. Bereits während seiner Studienzeit arbeitete er als Journalist bei der Zeitung "Neue Leipziger Zeitung".

Im Jahr 1925 promovierte er mit dem Thema "Die Erwiderung auf Friedrich des Großen Schrift ‚De la littérature allemande`" zum Dr. phil. 1927 wurde ihm ein erotisches Gedicht zum Stolperstein, er musste die journalistische Tätigkeit bei der "Neuen Leipziger Zeitung" aufgeben. Er siedelte nach Berlin über und war für verschiedene Zeitungen und als Theaterkritiker tätig. Unter anderem schrieb er Beiträge für die von Karl von Ossietzky herausgegebene Zeitschrift "Die Weltbühne", für die auch noch Ernst Toller und Lion Feuchtwanger arbeiteten. Erste Gedichtbände wie "Herz auf Taille" oder "Lärm im Spiegel" veröffentlichte Erich Kästner in den Jahren 1928 und 1929. Für das Kabarett schrieb er politische Gedichte im satirischen Ton und andere zeitkritische Texte. Große Popularität erlangte der Schriftsteller mit seinen Kinderbüchern.

Im Jahr 1929 kam sein bekanntestes Werk "Emil und die Detektive" heraus, 1931 "Pünktchen und Anton" und 1933 "Das fliegende Klassenzimmer". Die Werke wurden in insgesamt 24 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. Im Jahr der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden einige Werke von Kästner verboten und öffentlich verbrannt. Darunter die Gedichtbände "Herz auf Taille" (1928), die Titel "Ein Mann gibt Auskunft" (1930), "Gesang zwischen den Stühlen" (1932) und sein satirisches Romanwerk "Fabian" (1931). Darin nahm der Schriftsteller die bürgerliche Moralvorstellungen, Faschismus und Militarismus mit dem ihm eigenen Witz kritisch unter die Lupe. Kästner wurde von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) verhaftet, es folgten in den Jahren zwischen 1937 und 1940 weitere Festnahmen und Freilassungen.

Im Jahr 1942 lieferte er das Drehbuch zum Ufa-Film "Die Abenteuer des Barons von Münchhausen" ab. Im gleichen Jahr wurde ihm ein Schreib- und Publikationsverbot auferlegt. Doch auch dies konnte den Schriftsteller nicht zur Emigration bewegen. Die Romane "Drei Männer im Schnee" (1934) und "Georg und die Zwischenfälle" (1938) wurden außerhalb von Deutschland publiziert. 1945 gründete Kästner das Kabarett "Die Schaubude" in München mit, und er wurde Redakteur für das Feuilleton der Münchener "Neuen Zeitung". 1946 gab er die Zeitschrift "Pinguin. Für junge Leute" heraus, und seine Gedichtauswahl "Bei Durchsicht meiner Bücher" erschien. Im Jahr darauf nahm er am internationalen PEN-Kongress in Zürich teil. Sein Stück "Zu treuen Händen" wurde 1949 uraufgeführt.

Die bekannten Kinderbücher "Das doppelte Lottchen" und "Die Konferenz der Tiere" wurden 1949 veröffentlicht. Erich Kästner war im Jahr 1951 Mitbegründer des Münchener Kabaretts "Die kleine Freiheit". In dieser Zeit starb seine Mutter in Dresden. Mit ihr verband ihn ein sehr enges Verhältnis, wovon ein 30-jähriger Briefwechsel zeugt. In der Zeit von 1951 bis 1962 übernahm er den Vorsitz des westdeutschen PEN-Zentrums. 1956 ehrte ihn die Stadt München mit dem städtischen Literaturpreis. Im Jahr darauf wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, und sein Drama "Die Schule der Diktatoren" erfuhr seine Uraufführung. In dieser Zeit wurde sein Sohn Thomas geboren und Kästners Vater starb. In einer Rede 1958 auf dem Hamburger PEN-Kongress erinnerte der Schriftsteller an die Bücherverbrennung im Dritten Reich 25 Jahre zuvor.

Die Bundesrepublik ehrte ihn 1959 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz. Kästners Aufzeichnungen in seinem Tagebuch in der Zeit von März bis August 1945 erschienen im Jahr 1961 als Buchform aufbereitet unter dem Titel "Notabene 45". Zwei Jahre später erschien der Kinderroman "Der kleine Mann". 1964 veranstaltete das Goethe-Institut in der Internationalen Jugendbibliothek in München eine Kästner-Ausstellung, die auch in Stockholm und Kopenhagen stattfand. 1970 verlieh die Stadt München dem Schriftsteller den Ehrenpreis für Kultur.

Erich Kästner starb am 29. Juli 1974 in München.
1931 - Dann schon lieber Lebertran
1931 - Emil und die Detektive
1935 - Emil and the Detectives
1936 - Drei Männer im Schnee
1940 - Frau nach Maß
1943 - Münchhausen
1943 - Der kleine Grenzverkehr
1950 - Das doppelte Lottchen
1953 - Pünktchen und Anton
1954 - Emil und die Detektive
1954 - Das fliegende Klassenzimmer
1955 - Drei Männer im Schnee
1963 - Liebe will gelernt sein
1969 - Konferenz der Tiere
1973 - Das fliegende Klassenzimmer
1974 - Drei Männer im Schnee
1928 - Herz auf Taille
1928 - Emil und die Detektive
1929 - Lärm im Spiegel
1929 - Leben in dieser Zeit
1930 - Ein Mann gibt Auskunft
1930 - Das letzte Kapitel
1930 - Ballade vom Nachahmungstrieb
1931 - Arthur mit dem langen Arm
1931 - Pünktchen und Anton
1932 - Der 35. Mai
1932 - Das verhexte Telefon
1931 - Fabian. Die Geschichte eines Moralisten
1932 - Gesang zwischen den Stühlen
1933 - Das fliegende Klassenzimmer
1934 - Drei Männer im Schnee
1934 - Emil und die drei Zwillinge
1935 - Die verschwundene Miniatur
1936 - Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke
1936 - Der Zauberlehrling
1938 - Georg und die Zwischenfälle
1949 - Das doppelte Lottchen
1949 - Die Konferenz der Tiere
1955 - Die dreizehn Monate
1957 - Die Schule der Diktatoren
1957 - Als ich ein kleiner Junge war
1961 - Notabene 45
1962 - Das Schwein beim Friseur
1963 - Der kleine Mann
1967 - Der kleine Mann und die kleine Miss

NameErich Kästner

Geboren am23.02.1899

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortDresden (D).

Verstorben am29.07.1974

TodesortMünchen (D).

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