Biografie

Eric Hobsbawm

NameEric Hobsbawm

Geboren am09.06.1917

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortAlexandria (Ägypten)

Eric Hobsbawm

Der britische Sozialhistoriker und Sozialwissenschaftler mit englisch-österreichisch-jüdischen Herkunft trug zur Entwicklung einer europäischen Geschichtsschreibung und durch sein Konzept der "invention of tradition" zur Verbreitung kulturwissenschaftlicher Methoden in den Geschichtswissenschaften bei. Eric John Ernst Hobsbawm war indes langjähriger Geschichtsprofessor an den Universitäten London und New York (1971-1982) und avancierte zum maßgeblichen Geschichtsschreiber für das "lange 19." und das "kurze 20. Jahrhundert". Als langjähriges Mitglied der britischen KP und Vordenker ihres eurokommunistischen Flügels, wurde der Marxist Hobsbawm Kritiker des Kapitalismus...

Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte
Eric J. Hobsbawm wurde am 9. Juni 1917 in Alexandria in Ägypten geboren.

Hobsbawm entstammt einem jüdischen Elternhaus. Er war Sohn des britischen Kolonialbeamten Percy Hobsbaum und der Wiener Kaufmannstochter Nelly Grün. Der Großvater war aus Warschau nach England gekommen, wo der ursprüngliche Name "Obstbaum" verändert wurde. Die Hochzeit der Eltern fand in Zürich statt, da das Paar gegnerischen Kriegsparteien angehörte. Nach Kriegsende zog die junge Familie nach Wien, wo Eric Hobsbawm seine Kindheit verbrachte.

Nach dem frühen Tod seines Vaters 1929 und seiner Mutter 1931 zog er mit seiner Schwester Nancy für zwei Jahre zu einem Onkel nach Berlin. Als Teenager besuchte Hobsbawm das Gymnasium. Hier trat er dem Sozialistischen Schülerbund der KPD bei. 1933 folgte er seinen Onkeln und ging mit seiner Schwester nach London. Nach dem Besuch der öffentlichen Schule kam er mit einem Stipendium ins King’s College in Cambridge, wo er von 1936 bis 1939 studierte.

Nach seinem Militärdienst in der britischen Armee (1940-1946) setzte er 1947 seine akademische Tätigkeit fort und nahm eine Lehrtätigkeit am Birkbeck College der Universität London auf. Von 1971 bis zur Emeritierung 1982 hatte er dort eine Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte inne. Seine englische Lehrtätigkeit wurde durch Gastprofessuren an amerikanischen, mexikanischen und französischen Universitäten ergänzt.

Im Jahr 1984 berief man ihn auf den Lehrstuhl für Politik und Geschichte an die New Yorker Universität. Der Historiker trat der britischen Kommunistischen Partei bei und setzte sich dort für die Entwicklung des Eurokommunismus ein. Hobsbawm vertrat jedoch immer eine unorthodoxe marxistische Position. Das Werk Hobsbawms ist vor allem der Epoche von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg gewidmet (1789-1914), die er als so genanntes "langes 19. Jahrhundert" in der Geschichtswissenschaft etablierte.

Der Historiker wurde in diesem Zusammenhang durch seine Trilogie "The Age of Revolution: 1789-1848", "The Age of Capital: 1848-1875" und "The Age of Empire: 1875-1914" bekannt. Hobsbawm entwickelte dabei ein besonderes Interesse für die Geschichte der Arbeiterbewegung, für die verschiedenen Ausprägungen der Sozialrevolte und für die Entwicklung des Nationalismus. Für das "kurze 20. Jahrhundert" legte Hobsbawm nach der historischen Zäsur von 1989/90 die brillante Analyse "The Age of Extrems: A History of the World 1914-1991" vor.

In methodischer Hinsicht trug Hobsbawm durch das, zusammen mit Terence Ranger entwickelte, Konzept der "invention of tradition" ("erfundene Tradition") maßgeblich zur Verbreitung kulturwissenschaftlicher Methoden in der internationalen Historikerzunft bei. 2003 wurde Hobsbawm mit dem Balzan Preis für europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts ausgezeichnet. 2008 wurde er mit der Ehrenbürgerschaft von Wien sowie mit der Ehrendoktorwürde der Universität Wien gewürdigt.


Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte

NameEric Hobsbawm

Geboren am09.06.1917

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortAlexandria (Ägypten)

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