Biografie

Ekkehard Schulz

Der promovierte Ingenieur ist seit Beginn der 1970er Jahre für Thyssen Stahl in führenden Positionen tätig. 1985 rückte er in den Vorstand der Thyssen Stahl AG auf, wo er die Fusion der bislang eigenständigen Stahl- und Edelstahlsparten einleitete und zwischen 1992 und 1996 die Zahl der Beschäftigten von 58.000 auf 35.000 reduzierte. Nach der Fusion mit der Krupp-Hoesch Stahl AG managt Ekkehard Schulz seit 1999 als Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG einen der größten Stahlproduzenten der Welt...

Der Deutsche Aktienindex DAX
Ekkehard Schulz wurde am 24. Juli 1941 als Bankiersohn im westpreußischen Bromberg geboren.

Von 1952 bis 1961 besuchte er das Gymnasium, das er mit dem Abitur beendete. Daraufhin nahm Schulz ein Studium des Bergbauingenieurwesens an der Bergakademie Clausthal auf, das er 1967 mit dem Diplom abschloss. Danach war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Clausthal tätig, wo er dann auch 1971 seine Doktorarbeit vorlegte. 1972 trat Schulz in die Thyssen-Niederrhein AG in Oberhausen ein, wo er als Vorstandsassistent wirkte. Ab 1975 leitete er dort mehrere Arbeitsgruppen, 1976 berief man ihn zum Stellvertreter des Technischen Werkdirektors, zwei Jahre später zum Betriebsdirektor.

Im Jahr 1979 wurde Schulz zum Technischen Werksdirektor in Oberhausen ernannt. 1981 wechselte er als Werksdirektor zu den Thyssen-Werken Ruhrort und den Hüttenbetrieben Meiderich. 1985 wurde Schulz als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand der Thyssen Stahl AG in Duisburg aufgenommen. Ein Jahr später war er als ordentliches Vorstandsmitglied für den Bereich Produktion zuständig. 1988 übertrug man ihm das Ressort Technik. Im Frühjahr 1991 wurde Schulz zum Vorstandsvorsitzenden der Thyssen Stahl AG in Duisburg erhoben, die zu den größten Stahlproduzenten der Welt zählte. In den folgenden Jahren reagierte der neue Unternehmensleiter auf die internationale Stahlkrise durch ein umfassendes Umstrukturierungs- und Rationalisierungsprogramm, das auch einen deutlichen Personalabbau einschloss.

Zum April 1997 fusionierten die Thyssen Stahl AG und die Krupp-Hoesch Stahl AG zur ThyssenKrupp Stahl AG, deren Vorstandsvorsitz Schulz zum 1. September 1997 übernahm. Neben seiner Tätigkeit für den neuen Stahlgiganten war Schulz außerdem seit 1991 im Vorstand des Mutterkonzerns Thyssen AG vertreten, dessen Vorsitz er 1998 führte. Seit 1999 firmiert Schulz als Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG und der ThyssenKrupp Steel AG. Weiterhin war der Stahl-Manager in den Aufsichtsräten mehrerer Unternehmen wie MAN AG, Deutsche Bahn AG, Commerzbank AG und Preussag AG vertreten. 1999 wurde ihm eine Honorarprofessur an der Technischen Universität Clausthal übertragen. Weiter wurde er Mitglied im "Bundesverband der Deutschen Industrie" (BDI).

Im Juli 2004 erhielt Schulz die Ehrendoktorwürde der TU Berlin. Er wurde auch Honorarprofessor der Technischen Universität Clausthal.

Ekkehard Schulz ist verheiratet und Vater dreier Kinder.


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NameEkkehard Schulz

Geboren am24.07.1941

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortBromberg (Westpreußen, heute: Polen)