Biografie

Emil Schumacher

NameEmil Schumacher

Geboren am29.08.1912

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortHagen (D).

Verstorben am04.10.1999

TodesortIbiza (ES).

Emil Schumacher

Der deutsche Maler zählt zu den bekanntesten Vertretern der informellen Malerei. Er war einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten, die der Kunst der Nachkriegszeit entscheidende Impulse vermittelten. Viele seiner abstrakt-expressionistischen Bilder zeichnen sich durch die Farbgebung in braunschwarzen oder leuchtend roten Tönen aus, die er mit einer graffitihaften Zeichensprache ausstattete. Diese ungegenständlichen Werke wirken in ihrer starken Farbgestaltung wie altes Mauerwerk mit Rissen. Von 1966 bis 1977 war Emil Schumacher Professor an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe...
Emil Schumacher wurde am 29. August 1912 im westfälischen Hagen geboren.

Im Jahr 1926 besuchte er die Oberrealschule in Hagen. Von 1932 bis 1935 studierte er an der Kunstgewerbeschule Dortmund. Es folgten in dieser Zeit zahlreiche Reisen. In der Zeit von 1935 bis 1959 betätigte er sich als freiberuflicher Maler. Eine Studienreise führte ihn nach Holland und Belgien. 1937 machte er die Bekanntschaft des Malers und Grafikers Christian Rohlfs. In den Kriegsjahren von 1939 bis 1945 wurde Emil Schumacher als technischer Zeichner in einem Rüstungsbetrieb in Hagen zum Dienst verpflichtet. 1941 heiratete er Ursula Klapproth, und im gleichen Jahr kam sein Sohn Ulrich zur Welt. Gleich nach Kriegsende wurde Schumacher wieder als Berufsmaler tätig.

Der Künstler begann in den dreißiger Jahren das Malen im figurativen Stil und knüpfte dabei an die Neue Sachlichkeit an. Nach dem Krieg begründete er mit seinem abstrakten Stil die Strömung der informellen Malerei in Deutschland. Das Merkmal dieser Stilrichtung ist eine gestische Malerei, die sich nicht an die Form bindet. 1947 gründete er die einflussreiche deutsche Künstlergruppe "junger Westen", zu der unter anderem auch Thomas Grochowiak, Gustav Deppe, Heinrich Siepmann, Hans Werdelhausen und der Bildhauer Ernst Hermanns angehörten. 1948 schloss er sich dem "Westdeutschen Künstlerbund" an und wurde Mitglied, auch beteiligte er sich an den Gruppenausstellungen. 1951 fertigte Emil Schumacher erste Bilder im Stil der ungegenständlichen Malerei an. Im Jahr darauf nahm er erstmals an der Jahresausstellung des "Deutschen Künstlerbundes" teil.

Im Jahr 1953 fertigte der Künstler ein Sgraffito für eine Giebelfassade der August-Herrmann-Francke-Schule in Hagen. Es folgten weitere öffentliche Auftragsarbeiten. 1954 wurde er Mitglied des "Deutschen Künstlerbundes". 1956 schuf er die ersten "Tastobjekte". 1958 wurde er als Professor an die Hochschule für Bildende Künste Hamburg berufen. Dort unterrichtete er bis zum Jahr 1960. In den Jahren von 1958 bis 1966 unternahm Emil Schumacher eine rege Reisetätigkeit, die ihn unter anderen nach Spanien, Tunesien, Libyen, Jugoslawien Brasilien, Argentinien und in andere lateinamerikanische Länder führte. 1966 entstanden die ersten Hammerbilder. Im gleichen Jahr erhielt er eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, die er bis zum Jahr 1977 ausübte.

Von 1967 bis 1968 unterrichtete er als Gastprofessor an der Minneapolis School of Art in Minneapolis im US-amerikanischen Staat Minnesota. Schumacher war von 1968 bis 1992 Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Ab 1969 fertigte er nach einen Aufenthalt im Winter des gleichen Jahres auf der Insel Djerba die ersten "Djerba-Gouachen". 1974 hielt er sich am Laggio Maggiore in Italien auf. Dabei entstanden erste Keramikarbeiten. 1982 wurde er Mitglied des Ordens "Pour le mérite" für Wissenschaft und Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Nach einer Reise nach Marokko im Jahr 1983 fertigte er die Arbeit "Maroc-Suite" an. 1983 wurde ihm eine öffentliche Auftragsarbeit erteilt: Emil Schumacher gestaltete die Keramikwand im Düsseldorfer Landtagsgebäude. 1991 war er Gastprofessor beim "Concorso Superiore Internazionale del Disegno" der Fondazione Antonio Ratti in Como.

Im Jahr 1998 realisierte Schumacher ein Wandgemälde im Berliner Reichstag. Im Jahr darauf wurde er in die Akademie der Künste in Dresden aufgenommen. Sein künstlerisches Werk wurde begleitet von einer regen Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland seit dem Jahr 1947. In seinem künstlerischen Schaffen und Wirken suchte Schumacher in der abstrakten Malerei neue Ausdrucksmöglichkeiten. 1997 beschloss die Stadt Hagen die Errichtung eines Emil-Schumacher-Museums.

Emil Schumacher starb am 4. Oktober 1999 in seinem Haus auf Ibiza.

NameEmil Schumacher

Geboren am29.08.1912

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortHagen (D).

Verstorben am04.10.1999

TodesortIbiza (ES).

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