Biografie

Edward Gibbon

Der englische Freimaurer partizipierte an der umfassenden europäischen Aufklärungsbewegung des 18. Jahrhunderts und wandte sich dem philologischen Studium der Spätantike zu. Mit seinem Hauptwerk über "The History of the Decline and the Fall of the Roman Empire" setzte Edward Gibbon Maßstäbe für die nachfolgende Geschichtsschreibung zur Antike. Erst die aufkommende Archäologie sowie die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte ermöglichten später eine Korrektur von Gibbons Geschichtsbild...

Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte
Edward Gibbon wurde am 27. April 1737 in Putney in der Nähe Londons geboren.

Die Familie gehörte niederem Adel an. Sein Großvater hatte als Kaufmann und Spekulant den Grundstock zum Familienvermögen gelegt. Sein Vater kam, obwohl er durchaus als begütert gelten konnte, zeitweilig in finanzielle Bedrängnis. Früh verlor er mehrere seiner Geschwister, auch seine Mutter verstarb schon 1747. Er besuchte die Westminster School und wurde 1752 im Alter von 14 Jahren nach Oxford ans St. Magdalen-College geschickt. Nach der Schule wandte sich Gibbon dem Studium der griechischen und lateinischen Philologie zu. Er entdeckte die antike Geschichte für sich. Zwischen 1774/75 und 1783 nahm er an acht Sitzungsperioden des englischen Parlamants teil.

Im Zuge der europäischen Aufklärungsbewegung schloss sich Gibbon den Freimaurern an. 1774 trat er in die "Lodge of Friendship" in London ein. Das Geschichtswerk Gibbons fokussiert um seine Hauptstudie über "The History of the Decline and the Fall of the Roman Empire". Die These, das Christentum und die Dekadenz des römischen Imperiums seien die Ursache für dessen Untergang gewesen, beeinflusste insgesamt die nachfolgende Geschichtsschreibung zur römischen Antike. Auch zur Geschichtsschreibung des Byzantinischen Reiches trug Gibbon maßgeblich bei, indem er es negativ von den politischen Herrschaften in West- und Nordeuropa während des Mittelalters abhob.

Der Historiker berücksichtigte jedoch in seiner Geschichtsschreibung lediglich die schriftliche Überlieferung. Gibbons Bild von der Antike wurde daher sukzessive durch die Erkenntnisse der aufkommenden Archäologie ergänzt und korrigiert. Auch Gibbons auf die politische Geschichte zentrierte Sicht erfuhr durch die moderne Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert eine vielschichtige Korrektur. Die sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Betrachtung der Spätantike brachte neue Erkenntnisse hervor, welche die Thesen Gibbons in Frage stellten.

Edward Gibbon starb am 16. Januar 1794 in London.


Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte

NameEdward Gibbon

Geboren am27.04.1737

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortPutney bei London, (GB).

Verstorben am16.01.1794

TodesortLondon (GB).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html