Biografie

Edouard Manet

Der französische Maler und Grafiker gilt als einflussreicher Wegbereiter des Impressionismus. Dabei ließ er erste Ansätze der modernen Kunst erahnen. Als einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts wurde der Künstler von Zeitgenossen vielfach missverstanden, da er gegen herrschende Stilprinzipien und den Geschmack der Zeit verstieß. Diesbezüglich sind besonders die beiden Werke "Das Frühstück im Grünen" (1863) und "Olympia" (1863) zu nennen. Mehrere seiner Ausstellungen wurden aufgelöst und verpönt. Unterstützung gegen die zeitgenössische Kritik fand der Künstler in den Schriftstellern Stéphane Mallarmé, Charles Baudelaire und Emile Zola, mit denen er auch befreundet war. In seinem Alterswerk ließ sich zunehmend die Tendenz des Impressionismus feststellen. Dennoch beteiligte sich Manet nie an deren Ausstellungen...
Edouard Manet wurde am 23. Januar 1832 als Sohn eines Angestellten des Justizministeriums in Paris geboren.

Nach dem Wunsch des Vaters sollte er Jura studieren, doch zu diesem Ausbildungsgang weigerte er sich. In den Jahren von 1850 bis 1856 ließ sich Manet von Thomas Couture in dessen Atelier im Malen unterweisen. Darüber hinaus studierte er im Louvre Werke von Tizian (Titiano Vecelli), Giorgione (Giorgio da Castelfranco), Tintoretto (Jacobo Robusti), Diego Rodriguez de Silva y Velázquez und Eugène Ferdinand Victor Delacroix und kopierte sie. Er machte Reisen nach Italien, Holland, Deutschland und Österreich zu Studienzwecken. Mit dem Bild "Gitarrenspiel" (1860) erreichte er im Jahr 1861 eine Auszeichnung. Stets kämpfte Manet um seine Anerkennung als Künstler. Doch schon bald lehnten ihn sowohl das Publikum als auch die Kunstkritiker ab. 1959 wurde sein Bild "Der Absinth-Trinker" vom Pariser Salon zur Ausstellung abgewiesen. 1863 entstand das Gemälde "Das Frühstück im Grünen".

Seine Ausstellung lehnte der Pariser Salon ab. Bei seiner Veröffentlichung im Salon des Réfuses löste es einen Skandal aus. Zwei Jahre später geschah das Gleiche mit dem Bild "Olympia" (1863), das im gleichen Salon der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es zeigt eine nackte Frau im Liegen und verstieß gegen den zeitgenössischen Geschmack der herrschenden Aktmalerei. Manet wählte seine Vorbilder ziemlich unbeeindruckt von bestehenden Stilprinzipien aus und orientierte sich eher nach den Alten Meistern. So gab das Vorbild zu "Olympia" Tizians Gemälde "Venus von Urbino" ab. Und für seinen Titel "Das Frühstück im Grünen" holte sich Manet Anregungen bei Giorgiones "Ländliches Konzept". Besonders diese Bilder sind in ihrer Ausdruckskraft gekennzeichnet von einem betonten Kontrast zwischen hellen und dunklen Tönen. Sie erinnern durch die flächigen Formen und dem üppigen Schwarzanteil an japanische Farbholzschnitte.

Im Jahr 1865 unternahm Edouard Manet eine Reise nach Madrid. Dort kam er intensiv mit den Werken von Meistermalern aus dem 17. Jahrhundert wie zum Beispiel Francisco de Zurbarán, Bartolomé Esteban Murillo (Bartolomé Esteban Pérez) oder Diego Rodriguez de Silva y Velázquez in Berührung. Besondere Eindrücke hinterließen dabei die Arbeiten des spanischen Malers, Radierers und Lithographen Francisco José de Goya y Lucientes. Der Künstler verarbeitete sie beispielsweise in den Werken "Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko" (1867) und "Der Balkon" (etwa um 1868 bis 1869). Danach wechselten seine Sujets. Manet malte oft Szenen aus dem zeitgenössischen Paris. Trotz der allgemeinen Ablehnung seiner Gemälde, war er gerade bei jungen Künstlern angesehen und wurde von ihnen als Märtyrer hoch gelobt. Er hatte in dieser Zeit regelmäßigen Kontakt mit den Impressionisten wie Claude Monet, Camille Pissarro, Alfred Sisley, Paul Cézanne, Auguste Renoir oder Berthe Morisot. Manets Werke, obleich er kein Impressionist war, dienten ihnen als Vorbild.

Unterstützung gegen die zeitgenössische Kritik fand der Künstler in den Schriftstellern Stéphane Mallarmé, Charles Baudelaire und Emile Zola, mit denen er auch befreundet war. In der ersten Hälfte der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts ließ sich Manet durch Claude Monet und Berthe Morisot zur Malerei des Pleinair inspirieren. Ebenso übte die Begegnung mit dem Maler Frans Hals, den er auf einer im Jahr 1872 unternommenen Reise nach Holland traf, einen Einfluss auf Manets Schaffen aus. Seine Farbgebung wurde zusehends heller und sein Pinselaufstrich verlor an Strenge. 1874 traf er sich mit Claude Monet in Argenteuil, wo sie zusammen arbeiteten. Anfang der Achtziger erkrankte Manet, eine schon früher ausgebrochene Lähmung machte sich bemerkbar. Daraufhin konnte er sich ab dem Jahr 1881 nur der Pastelltechnik widmen, da ihm der Umgang damit nicht so schwer fiel.

In dieser Zeit entstanden Portraits mit großer Zartheit wie zum Beispiel "Blonde Frau mit entblößten Brüsten" (um 1878) oder "Die Wienerin" (1880). Auch das Gemälde "Bar in den Folie-Bergères" entstand in den Jahren 1881 und 1882, das zu den bedeutendsten aus dieser Phase gehört. Indes verbargen seine glanzvollen Darstellungen des mondänen Großstadtlebens dessen Schattenseiten nicht. In seinem Alterswerk ließ sich zunehmends die Tendenz des Impressionismus feststellen. Dennoch beteiligte sich Manet nie an deren Ausstellungen. 1881 wurde ihm der Orden der Ehrenlegion überreicht. Seit Ende der 1870er Jahre litt Manet an Syphilis. Am 20. April 1883 wurde ihm das linke Bein amputiert.

Edouard Manet starb am 30. April 1883 an den Folgen einer Beinamputation.

NameEdouard Manet

Geboren am23.01.1832

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortParis (F).

Verstorben am30.04.1883

TodesortParis (F).