Biografie

Benoît Mandelbrot

NameBenoît Mandelbrot

Geboren am20.11.1924

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortWarschau (PL).

Verstorben am14.10.2010

TodesortCambridge, Mass. (USA).

Benoît Mandelbrot

Der französisch-US-amerikanischer Mathematiker und Sachbuchautor ist Vater der fraktalen Geometrie. Als IBM-Fellow am Thomas J. Watson Research Center, als Sterling Professor für Mathematik an der Yale University und Mitarbeiter am Pacific Northwest National Laboratory wurde er Pionier der theoretischen Physik sowie der Finanzmathematik. Der Sohn eines litauisch-jüdischen Kleiderhändlers und einer Ärztin aus Polen tauchte als Schüler im durch Zweiten Weltkrieg und deutsche Besatzung erschütterten Frankreich auf autodiktatischem Wege in die Welt der Mathematik und Geometrie ein. Nach Studien und Forschungen in Paris entwickelte Benoît B. Mandelbrot als Mitarbeiter von IBM in den USA während der 1970er und 1980er Jahre seine Theorie der fraktalen Geometrie; und prägte den Begriff "fraktal". Durch die Entdeckung des formenreichsten geometrischen Gebildes, der so genannten "Mandelbrot-Menge", und den Nachweis von Fraktalen in der Natur gelang dem Mathematiker die Mitbegründung einer völlig neuen Wissenschaftsdisziplin; der Chaostheorie...
Benoît B. Mandelbrot wurde am 20. November 1924 in Warschau geboren.

Seine Mutter war als Ärztin tätig. Bereits in der Kindheit machten ihn seine Onkel mit der Mathematik vertraut. 1936 emigrierte die Familie nach Frankreich, wo sein Onkel Szolem Mandelbrojt als Mathematikprofessor am Collège de France in Paris tätig wurde. Mandelbrot besuchte in der französischen Hauptstadt ein Gymnasium. Bei Kriegsausbruch wechselte die Familie 1939 in das zentralfranzösische Tulle. Die unsicheren und chaotischen Zustände während der Kriegs- und Besatzungszeit verhinderten die Fortführung einer geregelten Schulausbildung. Mandelbrot lernte somit schon frühzeitig autodiktatische Techniken, die ihm andere Denkweisen als die herkömmliche Schulbildung eröffneten. Außerdem entwickelte er einen spezifisch geometrischen Zugang zur Mathematik. Nach Studien in Lyon begann Mandelbrot 1944 ein Mathematikstudium an der École Polytechnique in Paris, wo er unter den Einfluss von Paul Lévy geriet.

Mandelbrot unternahm auch ein Auslandsstudium am California Institute of Technology und promovierte dann an der Universität Paris. Darauf folgte ein weiterer Forschungsaufenthalt in den USA, wo Mandelbrot sich am Institute for Advanced Studies in Princeton aufhielt. 1955 kehrte Mandelbrot nach Frankreich zurück, um dort am Centre National de la Recherche Scientific, d.h. am Nationalen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung, tätig zu werden. Da ihm der Entwicklungsstand der Mathematik in Frankreich aber nicht zusagte, wechselte Mandelbrot 1958 endgültig in die USA. Dort wurde er als Fellow am IBM-Forschungsinstitut von Yorktown Heights im US-Staat New York angenommen. Später arbeitete er am IBM-Forschungszentrum T. J. Watson. Daneben übernahm er immer wieder Lehraufträge für verschiedene akademische Einrichtungen wie etwa die Harvard University. Im Laufe seiner langjährigen Forschungsarbeit bei IBM beschäftigte sich Mandelbrot intensiv mit komplexen geometrischen Gebilden, auch "Fraktale" genannt, die er auf der Grundlage der Vorarbeiten von Gaston Maurice Julia nun mit Hilfe von Computergrafiken darstellen konnte.

Er weckte das Interesse von Öffentlichkeit und Wissenschaft für Fraktale, die er auch in der Natur nachweisen konnte. Mandelbrot entdeckte 1980 das dann nach ihm benannte Fraktal "Mandelbrot-Menge", das als formenreichstes geometrisches Gebilde gilt und für die Entwicklung der mathematischen Chaostheorie eine zentrale Bedeutung hatte. Der Mathematiker begründete eine völlig neue Wissenschaftsdisziplin, die als Theorie der "fraktalen Geometrie" die mathematischen Wissenschaften auf eine ähnlich neue Grundlage stellte, wie dies einst Euklid getan hatte. 1987 wechselte Mandelbrot von IBM zur Universität Yale, an die er einen Ruf als ordentlicher Professor für Mathematische Wissenschaften erhalten hatte. 1991 trat Mandelbrot mit seiner Aufsehen erregenden Publikation "Die fraktale Geometrie der Natur" an die deutsche Öffentlichkeit, die bereits 1982 auf Englisch erschienen war. Mandelbrot wurde durch zahlreiche akademische Auszeichnungen für seine Forschung geehrt.

Im Jahr 1986 erhielt er die Franklin Medaille, 1987 den Alexander von Humboldt Preis. 1990 wurde er als Ritter in die französische Ehrenlegion aufgenommen und 2006 zum Offizier befördert. 1991 verlieh man ihm die Nevada Medal. Im Juni 1999 wurde Mandelbrot mit der Ehrendoktorwürde der University of St. Andrews ausgezeichnet. 2003 erhielt er den Japan Prize for Science and Technology. Im Mai 2010 bekam Mandelbrot die Ehrendoktorwürde der Johns Hopkins University verliehen.

Benoît B. Mandelbrot starb am 14. Oktober 2010 in  Cambridge, Massachusetts.

NameBenoît Mandelbrot

Geboren am20.11.1924

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortWarschau (PL).

Verstorben am14.10.2010

TodesortCambridge, Mass. (USA).

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