Biografie

Dschingis Khan

Der mongolische Krieger wurde der mächtigste Eroberer der Geschichte. Im Osten erstreckte sich sein Land bis an das Japanische Meer und im Westen bis zum Kaspischen Meer. Es wurde das größte Reich, das jemals zu Lebzeiten einem Herrscher unterstand. Seine Regierungszeit als erster Großkhan der Mongolen dauerte von 1206 bis 1227. Er schuf ein schlagkräftiges Heer, das sich vor allem durch seine hervorragende Reiterei und seine Bogenschützen auszeichnete. Seine Strategie war die Politik des Bündnisses. Die unterworfenen nomadischen Reitervölker wurden großzügig behandelt. Dschingis Khan verbündete sich mit den Nomadenvölkern, die die anderen besiegten Völker kontrollieren sollten. Doch dieses Herrschaftssystem scheiterte an der Assimilation der Kontrollmächte an die unterlegenen Kulturvölker...
Dschingis Khan wurde im Jahr 1162 als Sohn des mächtigen Herrschers Yesügei und seiner Frau Hoeluns in Deligün Boldogh am Kerulen geboren.

Dschingis Khan erhielt den Namen Temudschin, was soviel wie "scharfer Stahl" bedeutet. Er brachte mehrere Mongolenstämme zusammen, die sich zuvor in Kriegsfehde lagen. Mit seinem Organisationstalent formte er daraus eine schlagkräftige Truppe und ging auf Eroberungszüge. Er besiegte viele asiatische Kulturstaaten und wandte sich auch gegen europäische Völker, die er unterwarf. Sein Herrschaftsreich erlangte gewaltige Ausmaße. Dschingis Khan war ein Kämpfer der mongolische Steppe. Dementsprechend rau war auch seine Persönlichkeit. Andererseits besaß er Klugheit und hohen Verstand. Der Herrscher war zwar mit Entschlossenheit und Zielstrebigkeit ausgestattet, dennoch verließ er sich darüber hinaus auf gute Ratgeber.

Als Herrscher bewies er Geschicklichkeit, der aus vielem den Nutzwert für seine Macht erkannte und entsprechend handelte. Seine positiven Eigenschaften werden mit gerecht, ehrlich und großzügig beschrieben. Doch als Feldherr und Kämpfer war er grausam und erbarmungslos. Ohne Skrupel ließ er Widersacher umbringen. Seine Rache war unerbittlich. Ziele, die er verfolgte, setzte er auch offen mit Gewalt und Brutalität durch. Dagegen konnte ihm keine Hinterhältigkeit nachgesagt werden. Dschingis Khan stammt von den Mongolen, die damals in viele Gruppen aufgeteilt waren und sich gegenseitig bekriegten. Die nomadischen Stämme, die sich ihm anschlossen, behandelte er mit Großzügigkeit. Um 1190 wurde Temudschin zum Khan erhoben und erhielt den Titel Dschingis Khan. Ursprung und Bedeutung dieses Titels ist bis heute noch ungeklärt.

Zu dieser Zeit verfügte Dschingis Khan über ein Heer von 30.000 Mann, die er systematisch zu einer wirkungsvollen Truppe organisierte. Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts gab es drei Fürsten, die nach der Führungsmacht über die Mongolen griffen: Dschingis Khan, sein einstiger Schwurbruder Dschamucha und sein Schutzherr Toghril. Aus diesem Machtstreit konnten Dschingis Khan und Dschamucha ihre Stellung ausbauen. Immer noch ging es um die Vormachtstellung bei zahlreichen mongolischen Stämmen. Dschingis Khan zog gegen die Tartaren und besiegte sie. Zwischen Toghril und Dschingis Khan bestand ein Bündnis, dass Toghril aber 1203 auflöste. Dschingis Khan wurde von Toghril und Dschamucha angegriffen. Doch schließlich konnte er sich behaupten und ging aus diesen Streitigkeiten als Sieger hervor.

Dschingis Khan hatte damit die alleinige Vormachtstellung im Osten. Westlich über den Altai hinaus bis zum Balchaschsee herrschten die Naiman, die sich mit den Gegnern Dschingis Khans verbündeten und ihn angriffen. Durch eine Kriegslist und eine effiziente Schlachtordnung konnte er die Schlacht für sich entscheiden. 1206 wurde Dschingis Khan als Herrscher aller Stämme bestimmt. Seine Politik des Zusammenhalts war geprägt von Heiratsverbindungen, Gemeinschaften und Brüderschaften sowie loyalen Gefolgsleuten. Bei seinen Untergebenen setzte er auf Leistung und Belohnung, so dass er sich deren Treue sicher sein konnte. Gegner wurden mit grausamer Härte bestraft die anderen als Abschreckung diente. Er schaffte die Stammesorganisation innerhalb der Einigung ab. Besiegte Volksstämme gingen im Reich auf.

Mit der Gesetzgebung wurde auch die Schrift eingeführt. Zur Nachrichtenverbreitung führte Dschingis Khan einen Nachrichtendienst ein. Seine militärische Stärke war mit einer hohen Beweglichkeit seiner Reiterarmee, seiner strategischen Geschicklichkeit, seiner Kriegslist und der Disziplin seiner Krieger verbunden. Er unterwarf kampflos die Kirgisen und die Oyrad. 1211 kündigte Dschingis Khan an, China zu erobern. Nach zwei Belagerungen konnte er Peking einnehmen. Dabei zogen die Mongolen plündernd und mordend durch die Stadt. Nach einem misslungenen Anfang von Handelsbeziehungen eroberte er 1220 die Städte Buchara und Samarkand. 1221 fiel Urgentsch. Danach folgte der Einmarsch in Afghanistan. Mit 60 Jahren kehrte er zurück in seine Heimat.

Seine beiden Feldherren Dschebe und Sübütai brachten allerdings das Heer weiter nach Russland und Polen. Außerdem besiegten sie das Heer des deutsch-polnischen Herzogs Heinrich II. von Schlesien. 1226 startete Dschingis Khan zu einem letzten Feldzug gegen die Tangut. Bei einem Jagdunglück stürzte er vom Pferd und verletzte sich. Die Schlacht wurde weitergeführt und die Tangut unterworfen. Doch die Verletzungen vom Jagdunfall waren so schwerwiegend, dass er an den Folgen im Jahr 1227 mit 69 Jahren starb. Wo er bestattet wurde, blieb bis heute unbekannt.

Nach seinem Tod wurde das Reich unter seinen Söhnen aufgeteilt und noch weiter vergrößert, fiel aber zwei Generationen später wieder auseinander.

NameDschingis Khan

Geboren am01.01.1162

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortDeligün Boldogh (Mongolei)

Verstorben am18.08.1227

Todesort--

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