Biografie

Dietrich Bonhoeffer

NameDietrich Bonhoeffer

Geboren am04.02.1906

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBreslau

Verstorben am09.04.1945

TodesortFlossenbürg

Dietrich Bonhoeffer

Der deutsche Theologe war Widerstandskämpfer im Dritten Reich. Er knüpfte internationale Widerstandverbindungen und entwarf Friedenspläne, die mit der Ausschaltung von Hitler im Zusammenhang standen. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurden ihm vom NS-Regime Widerstandsaktivitäten nachgewiesen. Darauf wurde er von einem NS-Gericht zum Tode verurteilt. Als Theologe verstand Dietrich Bonhoeffer die "Nachfolge Christi" als Verpflichtung des Menschen, sich der Welt zu stellen ("Diesseitigkeit") und sich nicht selbst zurückzuziehen; die Existenz des Christlichen müsse Dienst für den Anderen sein...

Bedeutende Persönlichkeiten aus Religion und Kirche
Dietrich Bonhoeffer wurde als Sohn des Psychiatrie- und Neurologie-Professors Karl Bonhoeffer und seiner Frau Paula, geborene von Hase, am 4. Februar 1906 im heutigen polnischen Wroclaw (damals Breslau) geboren.

Im Jahr 1912 siedelte die Familie nach Berlin über. Nach der Schule studierte Bonhoeffer in Tübingen, Rom und Berlin zwischen 1923 und 1927 Evangelische Theologie. In Berlin promovierte er mit einer Arbeit über "Sanctorum communio. Eine Untersuchung zur Soziologie der Kirche". Nachdem er 1928 das erste theologische Examen abgelegt hatte, begab er sich nach Barcelona zum Vikariat. Nach seiner Rückkehr assistierte Bonhoeffer 1929/30 an der Theologischen Fakultät in Berlin. Dann legte er sein zweites theologisches Examen ab und habilitierte. Es folgte ein Aufenthalt zu Studienzwecken am Union Theological Seminary in New York.

In den Jahren von 1931 bis 1933 war Dietrich Bonhoeffer Privatdozent an der Berliner Universität und Studentenpfarrer an der Technischen Hochschule in Berlin. In dieser Zeit machte er die Bekanntschaft des Schweizer reformierten Theologen Karl Barth, der als Begründer der Dialektischen Theologie gilt. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten emigrierte Bonhoeffer 1933 nach London, wo er deutsche evangelische Gemeinden betreute. 1934 hielt er als Leiter der deutschen Jugenddelegation, die an einer ökumenischen Tagung im dänischen Fanö teilnahm, eine Friedensrede, in der er vor dem Kriegsausbruch warnte. Im Jahr darauf kehrte Bonhoeffer auf Bitten der Bekennenden Kirche nach Deutschland zurück und wurde Leiter des Predigtseminars in Zingst und Finkewalde.

Der Theologe war sich der Gefahr bewusst, die er mit seiner Rückkehr auf sich nahm, zumal die Bekennende Kirche die Unvereinbarkeit von Christentum und NS-Rassenideologie ausdrücklich proklamierte. 1936 wurde ihm die Lehrbefugnis für Hochschulen entzogen. Ein Jahr später wurde die Schließung des Predigtseminars in Finkenwalde angeordnet. Bonhoeffer predigte im Untergrund weiter. Der Theologe kehrte 1939 trotz einer Berufung in die USA von einer Vortragsreise in Nordamerika nach Deutschland zurück. 1940 wurde Bonhoeffer ein Rede- und Schreibverbot auferlegt, sein illegal betriebenes Predigtseminar wurde abermals geschlossen. Sein Bruder Klaus Bonhoeffer und seine Schwester Christine von Dohnanyi schlossen sich dem Widerstand an.

Bonhoeffer trat 1940 der Widerstandsbewegung um Admiral Wilhelm Canaris bei. Durch ihn erhielt er eine Stelle im Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht und schloss Verbindungen zwischen deutschen Widerstandsbewegungen und ausländischen westlichen Regierungen. 1942 machte er in Schweden die Bekanntschaft von Georg Bell, dem Bischof von Chichester. Sie entwarfen Friedenspläne für Deutschland, doch das britische Außenministerium schloss einen Frieden ohne Kapitulation der deutschen Regierung aus. Im Jahr darauf verlobte sich Bonhoeffer mit Maria von Wedemeyer. Im April dieses Jahres wurde er von der Geheimen Staatspolizei wegen Wehrkraftzersetzung verhaftet.

Bonhoeffer kam ins Militärgefängnis Berlin-Tegel und später ins Konzentrationslager Buchenwald. Erst im Jahr 1944, nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli, konnte Bonhoeffer eine Widerstandsaktivität nachgewiesen werden. Im Jahr darauf wurde er ins Konzentrationslager Flossenbürg verlegt. Am 9. April, kurz vor der amerikanischen Befreiung, wurde Bonhoeffer zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde noch am gleichen Tag vollzogen.

Dietrich Bonhoeffer starb am 9. April 1945. Mit ihm wurden am gleichen Tag auch Admiral Wilhelm Canaris und General Hans Oster hingerichtet.


Bedeutende Persönlichkeiten aus Religion und Kirche

NameDietrich Bonhoeffer

Geboren am04.02.1906

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBreslau

Verstorben am09.04.1945

TodesortFlossenbürg

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