Biografie

Desmond Tutu

Der Lehrersohn aus einem südafrikanischen Township wandte sich nach einer Lehrerausbildung dem Priesterberuf zu, für den er sich auch in England ausbilden ließ. Im Südafrika der Apartheid führte Desmond Tutu als Dekan von Johannesburg (1975/76), Bischof von Lesotho (1976-1978) und Generalsekretär des südafrikanischen Kirchenrates (1978-1985) einen ausdauernden Kampf für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung. Seit 1985 amtiert der Friedensnobelpreisträger (1984) als Bischof von Johannesburg...
Desmond Tutu wurde am 7. Oktober 1931 in Klerksdorp in Transvaal geboren.

Sein Vater war als Schullehrer tätig. Tutu besuchte die Bantu High School in Johannesburg. Nach der Schule absolvierte er von 1951 bis 1953 ein Lehramtsstudium am Bantu Normal College in Pretoria, wo er mit dem Diplom abschloss. 1954 erlangte Tutu seinen Bachelor an der University of South Africa. Im Anschluss arbeitete Tutu drei Jahre als Lehrer an zwei High Schools. Tutu heiratete im Juli 1955 Leah Nomalizo, mit der er vier Kinder bekam. Dann nahm Tutu 1958 in Johannesburg ein Zweitstudium der Theologie auf.

Im Jahr 1960 wurde er zum Priester geweiht. In den Jahren von 1962 bis 1966 hielt er sich für Theologie-Studien in England auf, wo er mit dem Master abschloss. Bei seiner Rückkehr nach Südafrika wurde Tutu 1967 als Lehrer für Theologie tätig. 1972 kehrte er nach England zurück, wo er bis 1975 als stellvertretender Direktor eines theologischen Instituts in London fungierte. Abermals nach Südafrika zurückgekehrt, wurde Tutu 1975 als erster schwarzer Geistlicher zum Dekan berufen.

Tutu nahm diese Funktion an der St. Mary Kathedrale in Johannesburg bis zum folgenden Jahr wahr. 1976 erhob man Tutu zum Bischof von Lesotho. Dieses Amt hatte er bis 1978 inne, als er zum ersten schwarzen Generalsekretär des südafrikanischen Kirchenrates berufen wurde. Der Geistliche setzte sich jahrzehntelang für die Aufhebung des Apartheid-Regimes in Südafrika ein. Sein Ziel war die Errichtung einer demokratischen und gerechten Gesellschaft ohne Rassentrennung.

Dieses politisches Engagement brachte Tutu in Veröffentlichungen wie "Hope and Suffering" (1983) zum Ausdruck. Er nahm auch an zahlreichen internationalen Kirchenkonferenzen teil, auf denen er sein Anliegen thematisierte. Für sein humanitäres Engagement wurde Tutu 1984 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. 1985 wurde Tutu von seinem Amt als Generalsekretär des Kirchenrates abberufen und zum Bischof von Johannesburg erhoben.

Für sein Engagement zugunsten der Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung Südafrikas wurde Tutu mit zahlreichen Ehrendoktorwürden führender amerikanischer, britischer und deutscher Universitäten ausgezeichnet. Mit Wirkung zum 7. Oktober 2010, seinem 79. Geburtstag, zog Tutu sich offiziell von allen öffentlichen Aufgaben zurück.

NameDesmond Tutu

Geboren am07.10.1931

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortKlerksdorp (Transvaal).