Biografie

Claudio Abbado

Der Sohn eines berühmten italienischen Geigers ist einer der weltweit anerkanntesten Dirigenten. Claudio Abbado stellte bis 1986 den Chefdirigenten der Mailänder Scala und bis 1988 den Hauptdirigenten des London Symphony Orchestra. In den Jahren von 1986 bis 1991 leitete er die Wiener Staatsoper und von 1990 bis 2002 war er Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Der Maestro setzt sich in beispielloser Weise für eine Popularisierung der klassischen Musik und die Förderung ihres Nachwuchses ein...
Claudio Abbado wurde am 26. Juni 1933 in Mailand geboren. Sein Vater war der anerkannte Geiger Michelangelo Abbado.

Nach der Schule studierte Abbado am Mailänder Konservatorium "Giuseppe Verdi". 1957 wechselte er nach Wien, wo er beim Dirigenten-Lehrer Hans Swarowsky in die Schule ging. Im Jahr 1968 begann Abbado seine Tätigkeit für das Mailänder Opernhaus "Scala", für die er bis 1986 in verschiedenen Funktionen tätig war. Dabei engagierte sich der Dirigent für die Öffnung der so genannten "Hochkultur" gegenüber dem einfachen Volk, das einstmals Publikum und Protagonist der traditionellen italienischen Opera gewesen war.

In den Jahren von 1979 bis 1988 stellte Abbado auch den Hauptdirigenten des London Symphony Orchestra. Von Riccardo Muti an der Spitze der Mailänder Scala abgelöst, wechselte Abbado 1986 nach Wien, um dort bis 1991 die Leitung der Staatsoper zu übernehmen. Von 1990 bis 2002 war er dann Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Eine Krebserkrankung unterbrach jedoch ab Ende der 1990er Jahre die Künstlerkarriere Abbados. Nach seiner Genesung tritt der weltweit gefeierte Dirigent nur noch sporadisch bei Konzerten auf.

Im Frühjahr 2004 wurde ein Gastauftritt Abbados bei den Berliner Philharmonikern ein großer Erfolg. Im Frühjahr 2005 dirigierte Abbado erstmals Mozarts "Zauberflöte", mit der er große Erfolge in Baden-Baden und in Italien feierte. Ende Mai 2005 gab der Maestro drei Berliner Konzerte in ausverkauften Häusern. Abbado gilt als Förderer junger Musiker, für die er 1978 das European Union Youth Orchestra, 1988 das Gustav Mahler Jugend Orchester, 1997 das Mahler Chamber Orchestra und schließlich 2004 das Mozart Orchestra ins Leben rief.

Die Jugendorchester unterstützen mit Stipendien die Ausbildung des Nachwuchses. Im August 2005 wurde Abbado zum Ehrenbürger Luzerns erhoben, dessen Musikfestival er vertraglich noch bis 2010 verbunden bleiben wird. Auch sind weitere Auftritte mit seinem Lucerne Festival Orchestra in der ganzen Welt vorgesehen. Für das 250. Geburtsjahr Mozarts plante Abbado zahlreiche Initiativen des Mozart Orchestra im Jahr 2006. 2008 erhielt er den Wolf-Preis.

NameClaudio Abbado

Geboren am26.06.1933

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortMailand (I).